Verdacht auf falschen Impfpass – Hausdurchsuchungen und Blutentnahme Angeordnet vom Amtsgericht Augsburg

Erinnern Sie sich an den Aufschrei, den es in Deutschland gab, weil man jungen Migranten die Handknochen röntgen wollte, um ihr Alter zu bestimmen? In den Fällen, in denen es ernsthafte Zweifel daran gab, ob sie wirklich minderjährig sind und die damit verbundenen Vorzüge in Anspruch nehmen dürfen – oder ob es sich um einen strafbaren Fall von Betrug handelt. So ein Röntgen der Hand, da herrschte in den „woken“ Kreisen, also großen Teilen von Politik und Medien, Einigkeit, sei Körperverletzung. Allein über die Pläne gab es Empörung. Und natürlich gab es kein Röntgen. Obwohl es gemeinhin als medizinischer Konsens gilt, dass der damit verbundene Eingriff in die körperliche Unversehrtheit durchaus ungefährlich ist. Und es geht ja darum, dass man Leistungen vom Staat möchte.

Die gleichen „woken“ Kreise haben dagegen offenbar kein Problem damit, dass jetzt bei Bürgern in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen nicht nur die Wohnungen durchsucht wurden – weil sie offenbar beim falschen Arzt waren. Einem, der im Verdacht steht, gefälschte Impfnachweise ausgestellt zu haben. Was schon per se bemerkenswert ist, da bei einer Pandemie und einem gemeingefährlichen Virus mitsamt völlig sicherem Impfstoff ja eigentlich nur Nachfrage nach eben diesem Impfstoff bestehen dürfte, aber kaum nach Möglichkeiten, nicht geimpft zu werden. Für Historiker künftiger Generationen die Absurdität der Situation in Deutschland 2022 zu erklären, wird schwierig werden.

Aber nicht genug mit der Hausdurchsuchung: Den Beschuldigten wurde nun Blut abgenommen, um ihren Impfstatus zu überprüfen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte die Durchsuchungen beantragt, das Amtsgericht Augsburg hatte daraufhin beschlossen, dass den verdächtigten Personen auch Blut abgenommen werden darf. „Mit der Blutentnahme will die Polizei offenbar über einen Antikörper-Test nachweisen, dass die Verdächtigen nicht geimpft sind.“

Verzeihen Sie mir, aber mir fehlen nur noch die Worte.

Das Land, in dem ich geboren bin, das ich überaus schätze und im Ausland viele, viele Jahre in hohen Tönen lobte, ist mir schlicht unheimlich geworden. Und vielen meiner ausländischen Freunde ebenso.

Man könnte nun entgegnen, dass auch bei dem Verdacht auf Trunkenheit am Steuer eine zwangsweise Blutentnahme möglich ist. Aber wenn jemand in einem betrunkenen Zustand fährt, riskiert er Menschenleben.

Wer sich nicht impfen lässt, riskiert – nach offizieller Lesart – seine eigene Gesundheit, aber, wenn man die Propaganda beiseite lässt, nicht die von anderen.

Und reicht nun schon ein Verdacht gegen den Arzt, bei dem man sich behandeln lässt, für eine Hausdurchsuchung und eine zwangsweise Blutentnahme?

Ein befreundeter Arzt kommentierte die Nachricht: „Ich bin geschockt, so etwas habe ich noch nie gehört. Man kann doch die Leute nicht aus ihren Häusern holen und zur Blutabnahme zwingen. Das ist doch totalitär. Zudem macht es auch medizinisch nur dann Sinn, wenn es erst wenige Monate her ist, danach fällt der Antikörperspiegel drastisch ab, mit dem Ergebnis, das jetzt bereits drei Monate nach der Impfung ein Boostern empfohlen wird. Zudem gibt es Einzelfälle, in denen die Impfung nicht anspricht, und sich keine oder nicht genügend Antikörper bilden. Ich selbst würde als Arzt für so eine Zwangs-Blutabnahme auf keinen Fall zur Verfügung stehen.“

Bild: HelenaRom/Shutterstock
Text: br

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