In Deutschland ist alles geregelt. Wirklich alles. Vom Mietrecht bis zur Mülltrennung, von der maximalen Lautstärke beim Staubsaugen bis zu Vorschriften, wie lang Gardinen sein dürfen. Wer eine Wohnung mieten will, muss erst einmal ein ganzes Dossier zusammenstellen: Gehaltsnachweise, SCHUFA-Auskunft, Steuerbescheide, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung – eine bürokratische Ganzkörperuntersuchung, bei der sich der Mieter quasi bis auf die Unterhosen ausziehen muss. Und das in einem Land, das sonst Datenschutz als heilige Kuh behandelt.
Dabei ist das Misstrauen der eigentliche Grund für diesen Kontrollwahn. Der deutsche Staat traut seinen Bürgern nicht, Vermieter misstrauen ihren Mietern, und in der Nachbarschaft wird jeder argwöhnisch beäugt. Ich kenne einen Fall, in dem ein Vermieter seinem Hausmeister offen erzählt hat, wer im Haus wie viel verdient – und dieser Klatsch verbreitete sich dann wie ein Lauffeuer im Gebäude. Ein datenschutzrechtlicher Albtraum, aber das stört niemanden. Währenddessen werden Unternehmen und Bürger mit drakonischen Datenschutzbestimmungen überzogen, die in ihrer realitätsfernen Absurdität nur noch grotesk wirken.
Doch während in Deutschland bürokratische Monstrositäten errichtet werden, um jede Eventualität abzudecken, läuft es anderswo ganz anders. Ein Freund von mir – nennen wir ihn Martin – suchte kürzlich in einem Land im Südosten der EU eine Mietwohnung. Die Prozedur? Ein kurzes Gespräch mit dem Vermieter, ein Handschlag, eine zweieinhalbseitige Vertragsvorlage. Keine SCHUFA, keine Steuerbescheide, keine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Ein Pass als Identitätsnachweis reichte. Kein absurdes Misstrauen, keine endlosen Formulare – einfach eine pragmatische Einigung zwischen zwei Erwachsenen.
Diese beiden Welten könnten unterschiedlicher nicht sein. In Deutschland spiegelt sich in der Bürokratisierung eine tief sitzende Angst wider: Angst vor Betrug, Angst vor Verantwortung, Angst vor Kontrollverlust. Die gesamte Gesellschaft ist durchdrungen von dieser Misstrauenskultur. Und sie geht weit über das Mietrecht hinaus. Während in Deutschland jeder Kellner während der Corona-Zeit Impfzertifikate kontrollieren musste – hochsensible Gesundheitsdaten –, galt gleichzeitig eine Datenschutzpanik, wenn es darum ging, Namen auf Klingelschildern zu haben. Ein Wahnsinn, den keiner mehr hinterfragt.
Man könnte sagen: Das Land des Paragrafen ist das Land des Misstrauens. Wer einmal im Ausland gelebt hat, merkt schnell, dass es auch anders geht. Natürlich gibt es überall Regeln, aber nicht diesen allumfassenden Kontrollzwang, der mittlerweile zu einer regelrechten Kultur des Zermürbens geworden ist. Während man in anderen Ländern den Menschen zumindest ein Mindestmaß an Eigenverantwortung zutraut, scheint der Deutsche vor allem eines zu sein: Ein potenzieller Regelbrecher, der in jedem Bereich seines Lebens überwacht, eingeschränkt und zur Ordnung gerufen werden muss.
Die Frage ist: Wollen wir so weitermachen? Oder gibt es eine Möglichkeit, wieder ein wenig Vertrauen in die Gesellschaft zu bringen? Oder ist es vielleicht genau diese Misstrauenskultur, die das Land so erstarren lässt?
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