Was die Virus-Panikmache in Politik und Medien mit uns macht Psychiater und Bestseller-Autor zerlegt Corona-Politik

Welche genauen Ängste sind es, die jetzt aufgekommen sind und angestachelt werden? Dieser Frage geht der Psychiater und Bestseller-Autor Hans-Joachim Maaz in seinem Buch „Corona – Angst. Was mit unserer Psyche geschieht“ nach. Er mahnt, wir seien auf dem sichersten Weg in eine neue autoritäre Gesellschaft. Sehen Sie hier mein Interview mit Maaz an.

Zur Real-Angst vor dem Virus komme heute Panikmache, beklagt der Mediziner im Gespräch: „In meinen Augen ist es eine vornehmliche Aufgabe der Politik und auch der Medien, wenn wirklich reale Gefahren da sind, die zu beschreiben, über diese aufzuklären, zu informieren, erklären, wie man sich schützen kann, aber nicht den Menschen Angst zu machen, regelrecht gezielte Angstmache, die deutlich wurde aus den Papieren aus dem Innenministerium“. Dies sei nur dann zu entschuldigen, wenn es darum gehe, die einschränkenden Maßnahmen akzeptabel zu machen: „Aber das ist für mich eine völlig falsche Einschätzung, da sind sie auch falsch beraten, weil das auf Dauer nicht gut funktioniert. Wenn Menschen geängstigt werden, sind sie nicht mehr in der Lage, ganz vernünftig und realitätsgerecht das einzuschätzen und mitzudenken, auch also gezielte Selbstfürsorge und Selbstversorgung wahrzunehmen. Weshalb verfolgt die Politik eine solche Panikmache? Was ist der eigentliche Grund dafür?“

Auf die Frage, worin er diesen sehe, antwortete Maaz: Die Menschen hätten Real-Angst, also vor einer Infektion. Dazu käme politisch-mediale Übertreibung mit geschürter Panikmache. Alle Menschen tragen in sich Ängste, holt der Psychiater aus: Durch die Real-Angst und die geschürte Panikmache würden diese latenten Grundängste, die abgelagert oder kompensiert seien, wieder aufgewühlt, regelrecht angetriggert: „Sodass die Mehrheit der Menschen jetzt auch mit ihren ganz persönlichen Ängsten konfrontiert werden.“ Und es bestehe die Gefahr, dass all diese Ängste jetzt geballt auf das Virus fokussiert würden. Es würde nicht mehr gefragt, was im eigenen Leben falsch laufe, was in der Politik falsch laufe, alles werde auf das Virus projiziert. Und in der Folge auch auf die Kritiker der Maßnahmen. Wo doch Kritik immer nötig sei.

 

Warum wird Kritik nicht zugelassen? Warum wird eine wissenschaftliche Diskussion mit den Kritikern der Maßnahmen unterdrückt, fragt Maaz: „Wenn man die Wahrheit sucht, muss man auch mit Kritikern sprechen.“ Er kenne das aus der Gruppentherapie. Die Außenseiter, die sogenannten Omegas, tun oder vertreten, was die anderen nicht zulassen oder wahrhaben wollen. Diese Omegas werden beschimpft, schlecht behandelt. Dabei haben sie eine ganz wichtige Funktion in der Gruppendynamik. Weil sie eben das aussprechen, was die anderen verleugnen: bestimmte Wahrheiten. Die gleichen Prozesse sehe er heute in der ganzen Gesellschaft, so Maaz: Man versuche denjenigen, der einem den Spiegel vorhält, zu bekämpfen, ihn wegzudrängen: „Mit der Illusion, wenn ich diese Wahrheit wegschiebe, bekämpfe, dann ist das Problem verschwunden. Was natürlich nicht so ist.“

„Wenn ständig geschrien wird, du Nazi, oder du Verschwörungstheoretiker, dann ist derjenige, der so schreit, am ehesten ein Nazi, weil er mit dieser Hetze, diesem Hass versucht, den anderen zu diffamieren und wegzudrängen“, so Maaz: „Die Wahrheit wäre ja: Wenn man den Eindruck hat, da ist jemand, der Böses will, dann ist es doch die erste Bürgerpflicht in einer Demokratie, sich zu fragen: Was will der mir sagen? Und wenn es wirklich Nazis wären, müsste man sich fragen: Was ist in dieser Gesellschaft Falsches geschehen, dass Menschen solche Irrwege beschreiten? Es hilft doch nichts, wenn gerufen wird: ‘Nazis raus!‘ Wohin denn? Was ist damit gewonnen? Wenn man jemand wegschickt, hat man die Problematik nicht verstanden und auch nicht gelöst. Die erste Frage müsste sein: Was ist mit diesen Menschen passiert? Wie kam es zu solch einer Fehlentwicklung?“

Maaz bezweifelt die aktuellen Todeszahlen. Er fordert, es müsse differenziert werden: „Hat hier das Virus nur vorgelegen oder hat es eine entscheidende Rolle gespielt?“ Alte Menschen stürben im Alter an unterschiedlichsten Infektionen, weil das Immunsystem geschwächt sei. Man müsse endlich bei den Todeszahlen differenzieren und sich die Verstorbenen genauer ansehen, so die Forderung des Mediziners. Es sei für ihn heute völlig unklar, warum das Robert-Koch-Institut zu Anfang der Pandemie sich dafür stark machte, dass keine Autopsien stattfinden.

Sehen Sie hier das komplette Interview.


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Hans-Joachim Maaz/Dietmar Czycholl/Aaron B. Czycholl: Corona – Angst. Was mit unserer Psyche geschieht.
Berlin: Frank & Timme 2021. 192 Seiten. ISBN 978-3-7329-0723-6. EUR 16,90




Bild: Lightspring/Shutterstock
Text: br


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