Lauterbach für die WHO? Der Wahnsinn wird global. Deutschlands Ex-Minister als Weltgesundheitschef – das ist kein Witz

„Ich glaub wirklich jeden Mist, nur nicht, dass Birne Kanzler ist.“ Mit diesem Einzeiler machte sich Didi Hallervorden in den 80er Jahren über die Kanzlerwahl von Helmut Kohl lustig. Damals lachte ich darüber, heute stößt mich die Respektlosigkeit ab. Doch genau an diesen Einzeiler musste ich heute denken, als ich in der „Neuen Zürcher Zeitung“ die folgende Schlagzeile gelesen und mich von meinem ersten Schock erholt hatte: „Warum Karl Lauterbach als WHO-Chef gehandelt wird“.

Meine Hoffnung war: Das muss Satire sein.

Ist es aber nicht. In dem Text heißt es: „Die Weltgesundheitsorganisation sucht einen Nachfolger für ihren Chef Tedros Ghebreyesus. Deutschland erhofft sich einen Deutschen an der Spitze. Zwei Kandidaten sind bereits in der engeren Auswahl, darunter der ehemalige Gesundheitsminister.“

Geht’s noch?

Ich erspare Ihnen die Details. Sie können Sie hier nachlesen.

Ich erspare Ihnen aber nicht die Frage: Wie krank muss eine Gesellschaft, muss ein System sein, wenn jemand, der für sein unfassbares Verhalten in der Corona-Zeit eigentlich juristisch zur Verantwortung gezogen werden müsste, stattdessen für höchste Posten gehandelt wird?

Klar, innerhalb von Deutschland ist es seit Angela Merkel System statt Ausnahme, dass die Leute wegbefördert werden: Je unsäglicher, je katastrophaler, umso steiler der Karriereweg. Und unser polit-mediale Komplex schmort so sehr im eigenen Sumpf, dass er gar nicht mehr wahrnimmt, wie das von außen betrachtet aussieht – und wie fatal es ist.

Deshalb ein ketzerischer Gedanke: Vielleicht sollten wir uns freuen, wenn Lauterbach zum WHO-Chef wegbefördert wird. Erstens wird er diese Organisation von innen zersetzen. Zweitens wird so sichergestellt, dass die USA als größter Zahler mit ihrem Gesundheitsminister Robert Kennedy garantiert nicht in die WHO zurückkehrt, wie diese hofft – Kennedy war auf der anderen Seite der Corona-Barrikaden, trat sogar auf einer Querdenken-Demo in Berlin als Gastredner auf.

Drittens – und das ist vielleicht der schönste Gedanke – wäre Lauterbach damit endlich weg. Raus aus Talkshows, raus aus dem deutschen Diskurs, raus aus dem Land. Ein Exportartikel mit eingebautem Selbstvernichtungsmechanismus. Deutschland wäre ihn los, die Welt wäre gewarnt.

Doch das ist der Haken: Die Welt ist nicht gewarnt. Im Gegenteil. Die WHO ist längst selbst zu einer Art globalem Gesundheits-Politbüro geworden – ideologisch aufgeblasen, demokratisch nicht legitimiert, undurchsichtig finanziert. Wenn dort jemand wie Lauterbach andockt, ist das kein Betriebsunfall. Es ist Symptom. Der Mann passt dahin wie die Faust aufs Auge: alarmistisch, faktenfrei, machtversessen.

Was früher Stoff für Kabarett war, ist heute Personalpolitik auf Weltniveau. Und das Lachen bleibt einem im Hals stecken.

PS: Verzeihen Sie mir meinen Galgenhumor. Ohne den ist Deutschland heute nicht mehr zu ertragen.

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