„Eine junge Frau (27) ist in einer Kleinstadt mitten am Tag in ein Gebüsch gezerrt und vergewaltigt worden. Am Tag darauf konnte der mutmaßliche Täter gefasst werden – ein abgelehnter Asylbewerber (24)“ – das war die erste Nachricht, die ich heute Morgen las. Und leider, leider, leider wundert man sich nicht mehr wirklich über solche Nachrichten. Sie sind Alltag geworden. Und das ist erschreckend.
Für mich ist die Nachricht heute Anlass, eine gruselige Geschichte zu erzählen. Vor wenigen Tagen habe ich mich in Pafos auf Zypern mit zwei jungen Frauen unterhalten. Schwestern. Beide Akademikerinnen, beide bildhübsch, die eine schon voll im Berufsleben, die andere gerade auf dem Sprung. Den Tränen nahe erzählten sie mir, dass sie sich nicht mehr sicher fühlen im eigenen Land. Sie erzählten von ständigen Anmachversuchen, von Vergewaltigungen in ihrer Nachbarschaft, davon, dass sie sich ständig in Gefahr fühlen, wie Freiwild, dass sie Angst haben, nach Anbruch der Dunkelheit allein aus dem Haus zu gehen. Früher war das nicht so, versicherten sie. Und sie benannten ganz klar den Kipppunkt: Die Massenzuwanderung junger Männer aus Krisengebieten. „Wir sind keine Rassistinnen, wir sind weltoffen, aber das Problem hat einen Namen: Migranten“, sagten beide übereinstimmend. Und erzählten Geschichten, die mir das Herz zerrissen. „Ich war immer ein völlig furchtloser Mensch, hatte vor nichts Angst, inzwischen bin ich ständig in Angst, fühle mich ständig unsicher“, erzählte die Ältere.
Bei der Jüngeren fiel mir ein Detail auf, das ich erst verschweigen wollte, aus Taktgefühl, das ich aber für so wichtig halte, dass ich es nicht verschweigen kann: Mehrmals im Gespräch sagte sie mir, den Tränen nahe, dass ihr ganzes Leid damit zu tun habe, dass sie eine Vagina habe. Das zeigt drastisch und schmerzhaft, wie sehr sie sich inzwischen nur noch als Sexualobjekt wahrgenommen fühlt.
Was mich besonders traurig macht: Obwohl ich selbst oft und lange in Pafos bin, habe ich als Mann nie wahrgenommen, wie unsicher sich junge Frauen dort inzwischen fühlen – seit Zypern einen ähnlichen Ansturm von Migranten erlebt wie Deutschland. Und das als jemand, der sich des Problems generell absolut bewusst ist – im Gegensatz zu all den „Verdrängern“ etwa in Deutschland, wo man selbst für das Aussprechen der Problematik sofort als Nazi diffamiert wird (hier lesen Sie, wie mir das schon 2018 so ging, nur weil ich die Ängste einer Frau schilderte).
Dass der Großteil der Menschen nicht wahrnimmt, wie sehr junge Frauen leiden, ist ein absolutes gesellschaftliches Versagen. Als ich nach Hause ging, dachte ich an eine gute Bekannte in Deutschland — und mir wurde bewusst: dort ist es nicht anders. Ja eher noch schlimmer. Vor kurzem hatte eine gute Bekannte von mir das Problem auf einer Konferenz in einem frauendominierten akademischen Milieu angesprochen. Sie wurde natürlich sofort als Nazi diffamiert. Und zwei Frauen in betagtem Alter und mit großer Leibesfülle erwiderten ihr, das sei alles Quatsch, sie hätten nie Derartiges erlebt, sie fühlten sich als Frauen absolut sicher. Dass dies – diplomatisch ausgedrückt – daran liegt, dass sie nicht ins Beuteschema passen, kam ihnen offenbar nicht mal in den Sinn.
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Die Bekannte ist sensibilisiert, weil sie eine junge Tochter hat, eine Mitzwanzigerin. Die traut sich – in einer süddeutschen Großstadt – inzwischen nach Einbruch der Dunkelheit nur noch mit ihrem Freund aus dem Haus. Wie primitiv, aggressiv und unter der Gürtellinie sie ständig angemacht wird – und immer von der benannten Klientel – diese Schilderung will ich Ihnen hier ersparen. „Meine Tochter wurde eines wesentlichen Teils ihrer Jugend beraubt, dessen, was bei mir die Jugend ausmachte, unbekümmert flanieren, entspannt tanzen gehen, all das ist nicht mehr“, klagt die Bekannte: „Und alle wissen, woran es liegt, und keiner spricht es aus.“
Es gehört zu den zahlreichen Schizophrenien unserer Zeit, dass ein völlig ausgeuferter, männerfeindlicher Zweig innerhalb der Emanzipationsbewegung das Meinungsbild bestimmen konnte und die „schon länger hier wohnenden“ Männer sich kaum noch trauen, einer Frau ein Kompliment zu machen, während wir gleichzeitig millionenfach Männer aus Kulturkreisen in unser Land lassen, die ein ganz anderes Frauenbild haben. Und für die unsere Frauen, unverschleiert und für ihre Begriffe viel zu weich bekleidet, in vielen Fällen Freiwild sind.
Schutzmechanismen der Psyche
Und es ist bestürzend, wie sehr selbst jemand wie ich, der das Problem seit Jahren benennt und Vater zweier Töchter ist, das Problem zwar theoretisch, aber nicht gefühlsmäßig in seiner ganzen Tragweite erfasst hat – offenbar eben doch verdrängt, wohl weil es sonst nicht auszuhalten wäre.
Unsere Gesellschaft hat die jungen Frauen faktisch verraten. Und dass dabei ein großer Teil der Emanzipationsbewegung – bis auf einige löbliche Ausnahmen – fleißig mitmacht und diejenigen attackiert, die das Problem benennen, statt das Problem anzugehen – das ist ein Versagen von historischem Ausmaß.
Wenn es Ihnen wichtig ist, dass über solche Tabu-Themen berichtet wird, freue ich mich über Ihre Unterstützung. Hier steht, wie es geht. Vielen Dank!
Meine Buchempfehlung zu dem Thema: „Beute – Warum muslimische Einwanderung westliche Frauenrechte bedroht“ von Ayaan Hirsi Ali.
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Bild: Symbolbild/KI/Grok
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