99 Prozent der Briten haben Antikörper gegen SARS-CoV-2 Durchseuchung der Briten abgeschlossen

Von reitschuster.de

Sollte die Impfpflicht am kommenden Donnerstag im Bundestag scheitern, wonach es derzeit aussieht, kann im Herbst mit dem nächsten Anlauf der Befürworter gerechnet werden. Mit den saisonal ansteigenden Atemwegserkrankungen ist das Argument der drohenden Überlastung der Krankenhäuser dann wieder nutzbar.

Ob die Impfung überhaupt nützlich ist, hängt dann davon ab, wie gut die Bevölkerung bereits mit Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ausgestattet ist. Falls keine Immunlücke in der Bevölkerung besteht, wäre eine Impfung überflüssig, da die Menschen bereits geschützt sind.

Die weit verbreitete Omikronvariante hat durch die vielen Infektionen vermutlich auch in Deutschland starke Auswirkungen auf die Immunlücke.

Das britische „Office for National Statistics“ ermittelte in einer am 1. April veröffentlichten Untersuchung, wieviel Prozent der Menschen in der Bevölkerung bereits Antikörper gegen das Virus entwickelt haben.

99 Prozent der Menschen haben Antikörper

Die Studie kommt zu einem erfreulichen Ergebnis: „Das Vorhandensein von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 deutet darauf hin, dass eine Person zuvor mit COVID-19 infiziert oder geimpft worden ist. In der Woche ab dem 28. Februar 2022 beträgt der Prozentsatz der Erwachsenen, die schätzungsweise Antikörper im Bereich von 179 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) aufweisen, 99,0 Prozent in England, 98,9 Prozent in Wales, 98,8 Prozent in Nordirland, 99,0 Prozent in Schottland.“

Demnach ist fast die gesamte Bevölkerung des Vereinigten Königreichs gegen SARS-CoV-2 mit Antikörpern ausgestattet.

Die Impfquote liegt in Großbritannien mit 72,43 Prozent etwas niedriger als in Deutschland mit 75,25 Prozent, und mit 56,85 Prozent haben im Vergleich zu Deutschland mit 58,04 Prozent auch weniger Menschen den Booster erhalten.

In Deutschland dürfte die Immunlücke also noch kleiner sein, da sich die Impfung positiv auswirken dürfte.

Keine Untersuchung in Deutschland

Die offiziellen Stellen scheinen in Deutschland wenig Interesse an der Erhebung dieser Kennzahl zu haben. Eine Studie in dieser Form liegt bislang nicht vor. Den Verantwortlichen ist wohl bewusst, dass die Ergebnisse den Impfdruck abmildern würden. Zwar hat es vom RKI Untersuchungen gegeben, diese liegen aber schon eine Weile zurück.

Daher möchte der Virologe Klaus Stöhr die Immunlücke in Deutschland nun auf eigene Faust untersuchen. Stöhr war zuletzt von Karl Lauterbach als zweitklassiger Virologe auf dem Niveau eines FC St. Pauli betitelt worden, der dem FC Bayern unter den Virologen, Christian Drosten, nicht das Wasser reichen könne.

Im Gegensatz zu Drosten scheint Stöhr an echtem Erkenntnisgewinn etwas gelegen zu sein. Er sammelt derzeit Gelder, um eine Studie zur Bestimmung der Immunlücke zu finanzieren.

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Bild: Shutterstock
Text: reitschuster.de

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