Bloß kein „Allahu Akbar“!!! Betreutes Informieren

Die britische Zeitung „Daily Mail“ spricht schon in ihrer Überschrift Klartext: „Der Frankfurter Flughafen wurde evakuiert, nachdem die bewaffnete Polizei sich auf einen Verdächtigen stürzte, der einen Koffer abgestellt und ‚Allahu Akbar‘ gerufen hat.“ Klartext-Journalismus, wie er sich gehört. Vor allem in Zeiten, in denen die Leser immer eiliger werden und sehr viele nur noch die Überschriften lesen.

Und nun sehen Sie sich bitte zum Vergleich Überschriften in deutschen Portalen an – und finden Sie den Unterschied. Der „Spiegel“ titelt: „Polizei gibt Entwarnung nach Teilsperrung des Frankfurter Flughafens“. Bei der „Bild“ lautet die Überschrift: „Flughafen Frankfurt – Herrenloser Koffer sorgt für Teil-Sperrung“. Während die Spiegel-Überschrift zwar verschleiernd, aber zumindest formal korrekt ist, stellt die der Bild eine direkte Irreführung des Lesers dar: Denn der Koffer war ja weder herrenlos, noch war er der direkte Grund für die Teilsperrung. Die erfolgte, weil der Koffer abgestellt und sein Besitzer „Allahu Akbar“ gerufen hat.

Während beim „Spiegel“ zumindest der Leser, der den Vorspann mitliest, die ganze Geschichte erfährt, lässt die „Bild“ ihre Kunden auch da weiter im Unklaren: „Aufregung am Frankfurter Flughafen: Teile vom Terminal I und des dazu gehörenden Regionalbahnhofs sind am Samstagabend gesperrt worden.“ Nur wer in den Text geht, und das machen heute viele eben nicht mehr, erfährt bei der „Bild“, was Sache war: „Ein Mann habe vor der Passkontrolle im Terminal 1 einen Koffer abgestellt und „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Anschließend sei er weggerannt. Der Mann, bei dem es sich mutmaßlich um einen Obdachlosen handele, und eine zweite Verdächtige seien kurz darauf festgenommen worden.“

Glaubt man Google News, berichteten (zumindest bis Samstag) Abend nur sechs große Medien und zwei Fachportale über den Vorfall. Bei keinem einzigen sind in der Überschrift die Schlüsselworte „Allahu Akbar“ zu finden. Die Frankfurter Allgemeine kommt als einzige der Realität in der Überschrift zumindest nahe:  „Frankfurter Flughafen nach Bombendrohung evakuiert“. Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) titelt: „Bundespolizei:
Flughafen Frankfurt: Festnahmen bei Polizeieinsatz – Sperrung in Terminal 1 und Bahnhof wird aufgehoben.“ Von „Allahu Akbar“ kein einziges Wort. Dafür heißt es dort: „Der Polizeieinsatz am Flughafen Frankfurt wurde durch ein herrenloses Gepäckstück ausgelöst“.

Das ist betreutes Informieren. Nachrichten-Filtern für den Leser. Vielleicht gehen die Kollegen davon aus, dass zu viel Wiedergabe von Realität die Menschen beunruhigen könnte. Nach der „Partyszene“, wie gewaltbereite Mobs mit vorherrschendem Migrationshintergrund im Sommer genannt wurden, wird man nun vielleicht die „Flughafen-Kofferszene“ einführen.

Aber nicht nur britische Medien sind da ehrlicher. Auch in Schweizer und Österreichischen Medien ist in den Überschriften von dem „Allahu Akbar“-Ruf die Rede. „20Min“ aus der Eidgenossenschaft titelt: „Mann rief am Frankfurter Flughafen ‚Allahu Akbar'“, die „Kleine Zeitung“ aus Österreich machte eine Überschrift wie aus dem Lehrbuch – korrekt und sachlich: „Nach ‘Allahu Akbar‘-Ruf / Frankfurter Flughafen-Terminal kurz gesperrt“


PS: Die Sache hat leider System. Mein Leser Frank Daarsten etwa kommentiert seit langem, wie in seines „Heimatblatts“, der „Schwäbischen Zeitung“, konsequent auf ähnliche Art und Weise die Leser „betreut“ und von unangenehmen Fakten „verschont“ werden. Leider komme ich nicht dazu, das aufzuarbeiten, die Zeit fehlt. Vielleicht kann ja der/die eine das gemeinsam mit Frank Daarsten aufarbeiten, und ich könnte es dann als Dokumentation auf die Seite stellen. Ein Leser schrieb mir hier: „Haben Sie etwas anderes erwartet?“ Nein, habe ich nicht. Aber in dem Moment, wo ich aufhöre, mich zu wundern über so etwas, und es nicht mehr aufgreife als Journalist und einfach schweigend übergehe, werde ich Teil davon! Und nur, weil genau das zu viele machen, ist es überhaupt möglich! 



[themoneytizer id=“57085-3″]

Ich empfehle Ihnen meine folgenden Social-Media-Kanäle:
Telegram: https://t.me/reitschusterde
VK:
https://vk.com/reitschuster
Parler: https://www.parler.com/reitschuster (aktuell gesperrt, weil Amazon Parler rausschmiss).

 
Bild: Pradeep Thomas Thundiyill/Shutterstock (Symbolbild)
Text: br 

 

[themoneytizer id=“57085-2″]

 

[themoneytizer id=“57085-1]

[themoneytizer id=“57085-16″]
[themoneytizer id=“57085-19″]

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hatte allein im Mai 2021  17,5 Millionen Klicks. Und sie hat mächtige Feinde. ARD-Chef-“Faktenfinder” Gensing hat mich verklagt. Immer wieder gibt es Abmahnungen, etwa von linken Aktivisten. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!


Meine neue Bankverbindung: Bankhaus Bauer, DE70 6003 0100 0012 5710 24, BIC: BHBADES1XXX (das alte Konto bei N26 wurde gekündigt).


Mein Paypal-Konto: Paypal.me/breitschuster.


Bitcoin: Empfängerschlüssel auf Anfrage.


Möglichkeiten für eine Patenschaft finden Sie hier.

 

Unterstützen Sie meine Arbeit