„Das arrogante Deutschland ist nicht in der Lage, sich selbst zu retten“ Gnadenloser Klartext: Vernichtende Bestandsaufnahme des britischen "Telegraphs"

Jahrzehntelang blickten unsere Nachbarn mit Achtung, oft auch mit Neid auf die Bundesrepublik – und insbesondere das Wirtschaftswunder. Jetzt hat sich das gedreht. Und der Begriff „Made in Germany“ könnte so wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurückbekommen: Denn er wurde im 19. Jahrhundert als Schutz vor vermeintlich minderwertiger Importware in Großbritannien geprägt – bevor sich sein Klang wandelte und er von einer Warnung zu einer Qualitätsbezeugung wurde.

„Die Koalition von Bundeskanzler Olaf Scholz (R) scheint keine Ahnung zu haben, wie sie das wirtschaftliche Chaos beheben kann“, schreibt jetzt das britische Traditionsblatt „Telegraph„. Der ebenso vernichtende wie zutreffende Titel des Artikels: „Das arrogante Deutschland ist nicht in der Lage, sich selbst zu retten.“

Was für ein Kontrast zur Selbstwahrnehmung im Berliner Elfenbeinturm, wo sich Steinmeier & Co. immer noch im „besten Deutschland aller Zeiten“ wähnen. Und genau diese Abgehobenheit und Realitätsferne der Politik ist eine der Ursachen des Elends, wie die Zeitung von der Insel konstatiert: „Katastrophale Entscheidungsprozesse und politische Kultur sind die Hauptursache für den Niedergang des Landes“.

In Deutschland selbst gilt so eine Einschätzung als „Verschwörungsideologie“ und wäre ein Fall für den „Kampf gegen Rechts“.

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Als Kronzeugen beruft sich der „Telegraph“ auf Christian Sewing, den Chef der Deutschen Bank. Der sagte kürzlich, Deutschland werde „zum kranken Mann Europas“ werden, wenn es seine Strukturprobleme nicht angeht. Nicht ganz ohne Häme schreibt die britische Zeitung dazu: „Die Zeiten, in denen der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank den Rest der Welt über die Geheimnisse des deutschen Wirtschaftsmodells belehren konnte, das auf brillanter Technik, einer unaufhaltsamen Exportmaschinerie und einem reibungslosen Konsens zwischen Gewerkschaften und Managern basiert, sind lange vorbei.

Wie wahr.

Und wie selbstverschuldet.

Der Telegraph geht noch weiter als der Wirtschaftsboss: „Deutschlands ältester Banker hat natürlich völlig Recht. Das Problem war, was er nicht sagte“, so das Blatt: „Das deutsche Establishment hat sich als unfähig erwiesen, die Hauptursache für die Leistungsschwäche seines Landes zu erkennen: seine eigene katastrophale Entscheidungsfindung und politische Kultur. Solange dies nicht gelingt, wird das Land nicht in der Lage sein, die radikale Reform durchzuführen, die es dringend braucht.“

Sewing argumentierte, nach Ansicht der Briten zu Recht, dass seine Landsleute zu lange fälschlicherweise „die Vorstellung vertreten hatten, dass die Wirtschaft weiterhin von alleine läuft und wir nicht viel tun müssen, um erfolgreich zu sein“. Aber: Sewing habe das zugrundeliegende Problem nicht erkannt: „Deutschland hatte in den ersten zwei Jahrzehnten dieses Jahrhunderts außerordentliches Glück. Der Ersatz der mächtigen Deutschen Mark durch den weitaus schwächeren Euro führte dazu, dass die Währung dramatisch unterbewertet wurde, was es ihr ermöglichte, enorme Handelsüberschüsse aufzubauen und eine Vielzahl von Branchen zu dominieren, in denen sie sonst möglicherweise nicht hätte konkurrieren können.“

Zudem habe die Industrialisierung Chinas auf deutschen Werkzeugmaschinen basiert und so einen riesigen neuen Markt für die beeindruckenden Maschinenbauunternehmen der Bundesrepublik geschaffen. Die zudem günstigen Zugriff „auf scheinbar endlose Vorräte an billigem russischem Gas hatte, was ihr ermöglichte, mit der großen, stromhungrigen Industrie weiterzumachen“. So verbrauche etwa allein das riesige BASF-Werk in Ludwigshafen so viel Gas wie die gesamte Schweiz – und hätte andernorts, ohne den Gas-Discount, als veraltet gegolten.

Die Diagnose der Briten: „Wenn man alles zusammenzählt, erzeugte diese glückliche Kombination von Umständen eine Illusion von dauerhaftem Wohlstand, die es Deutschland während der Merkel-Ära ermöglichte, den Rest der Welt selbstgefällig über die Brillanz seines Konsensmodells zu belehren und gleichzeitig Handelsüberschüsse anzuhäufen, als ob diese von Dauer wären für immer. Dieses Glück ist nun erschöpft.“

Spieß gnadenlos umgedreht

Nicht ohne die Häme – die in diesem Fall völlig verdient ist, schreibt das Blatt: „Der Krieg in der Ukraine bedeutete, dass das russische Gas abgeschaltet werden musste, und angesichts der lächerlich selbstgefälligen Entscheidung, seine Kernkraftwerke zu schließen, konnte Deutschland Stromausfälle nur dadurch vermeiden, dass es auf dem Weltmarkt horrende Preise für Energie zahlte. Fabriken schließen bereits, weil sie sich keinen Strom leisten können. China scheint alle deutsche Technologie gekauft zu haben, die es braucht, und dreht nun gnadenlos den Spieß gegen seinen ehemaligen Lehrer um.“

Unter der Federführung von Unternehmen wie BYD könnten die chinesischen Autokonzerne nun ansetzen, die deutschen Autogiganten zu vernichten. Und obwohl der Euro immer noch schwach sei, sei der Preisvorteil längst ausgeschöpft. Zudem müsste nun die Rechnung dafür gezahlt werden, dass die schwächeren Mitglieder der Währungsunion unterstützt werden mussten.

Der „Telegraph“ bilanziert düster: „Mittlerweile ist Deutschland bei der Digitalisierung gescheitert, das Faxgerät ist immer noch ein alltägliches Gerät. Das Land, das so gut von der ersten und zweiten industriellen Revolution profitiert hat, ist nirgends in der dritten zu finden.“ So gebe es etwa „nur sehr wenige deutsche Apps, von denen irgendjemand gehört hat“. Und „schlimmer noch: Dem Land ist es irgendwie gelungen, bei der Modernisierung seiner Infrastruktur noch beklagenswerter zu scheitern als Großbritannien; der Bau des neuen Berliner Flughafens lässt sogar HS2 gut laufen.“

Zu Reformen unfähig

Aber das eigentliche Problem liege tiefer, so die Briten: „Deutschlands einvernehmliches, auf Koalitionen basierendes politisches System, das von Zentristen in diesem Land und anderswo viel gelobt wird, ist nicht in der Lage, den radikalen Wandel und die Modernisierung durchzusetzen, die das Land braucht. Selbst nach den düsteren Maßstäben seiner europäischen Kollegen scheint Deutschland zu Reformen unfähig zu sein.“

Während Frankreichs Macron „trotz aller seiner Fehler“ einige richtige wirtschaftsfreundliche Schritte und Reformen unternehme und auch Giorgia Meloni in Italien entsprechende Schritte versuchte, sei „Deutschland durch eine Koalition aus Sozialdemokraten, Grünen und Freien Demokraten gelähmt, die sich auf fast nichts einigen kann.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer die Verwunderung darüber, wie stark diese Erkenntnis in Deutschland nicht nur vom polit-medialen Komplex, sondern auch weit über diesen hinaus eisern verdrängt und tabuisiert wird.

Kaum Anzeichen für Änderungen

Wenigstens ein wenig Hoffnung lassen uns die britischen Kollegen: „Es ist möglich, dass Deutschland sich eines Tages reformiert. Es ist immer noch ein reiches Land mit hochqualifizierten Arbeitskräften, einer enormen Vielfalt an technischen Talenten und einer enormen Präsenz auf den globalen Märkten. Doch bevor dies geschieht, bedarf es einer radikalen Überarbeitung des politischen Systems und einer Zerschlagung des selbstgefälligen Zentrismus, der die interne Debatte dominiert. Und es gibt kaum Anzeichen für einen solchen Schritt am Horizont.“

In der Tat! Und schlimmer noch. Nicht nur, dass das Problembewusstsein fehlt. Jeder, der die Probleme auch nur offen anspricht, muss mit Diffamierung und Hetze rechnen. So führt unsere Regierung Hand in Hand mit den Medien und Teilen der Wirtschaft die Bundesrepublik in den Abgrund – im festen Irrglauben, die Welt zu retten.

Unter Beschuss – aber umso wichtiger ist Ihre Unterstützung!  

„Verschwörungsideologe“, „Nazi“ oder „rechter Hetzer“: Als kritischer Journalist muss man sich heute ständig mit Schmutz bewerfen lassen. Besonders aktive dabei: die öffentlich-rechtlichen Sender. Der ARD-Chef-Faktenfinder Gensing verklagte mich schon 2019, der Böhmermann-Sender ZDF verleumdete mich erst kürzlich als „Verbreiter von Verschwörungserzählungen“ – ohne einen einzigen Beleg zu benennen, und in einem Beitrag voller Lügen. Springer-Journalist Gabor Steingardt verleumdete mich im „Focus“, für den ich 16 Jahre lang arbeitete, als „Mitglied einer Armee von Zinn­soldaten“ und einer „medialen Kampf­maschine“ der AfD. Auf Initiative des „Westdeutschen Rundfunks“ wurde ich sogar zur Fahndung ausgeschrieben. Wehrt man sich juristisch, bleibt man auf den Kosten in der Regel selbst sitzen. Umso wichtiger ist Ihre Unterstützung. Auch moralisch. Sie spornt an, weiter zu machen, und nicht aufzugeben. Ich danke Ihnen ganz herzlich dafür, dass Sie mir mit Ihrem Beitrag meine Arbeit ermöglichen – ohne Zwangsgebühren und Steuergelder.
Aktuell sind (wieder) Zuwendungen via Kreditkarte, Apple Pay etc. möglich – trotz der Paypal-Sperre: über diesen Link. Alternativ via Banküberweisung, IBAN: DE30 6805 1207 0000 3701 71. Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut.

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