Es gibt Schlagzeilen, die treffen einen wie ein Vorschlaghammer. Heute früh bekam ich so eine von einem alten Kollegen aus „Focus“-Zeiten zugeschickt: „Lehren aus der Vergangenheit – Worauf Merz mit seinem AfD-NSDAP-Vergleich zielt.“
Das saß.
Ich erspare Ihnen die Details seines kruden, obszönen, die Nazis verharmlosenden Vergleichs, um Ihre Nerven zu schonen – wenn Sie hartgesotten sind, können Sie sie hier in der „Welt“ nachlesen.
Mein Kollege schrieb mir zu dem Link: „Kanzler Merz kennt sich da aus. Sein Großvater, Oberscharführer der SA, war als Bürgermeister von Brilon verantwortlich für die Einhaltung der ‚Judengesetze‘.“
Dafür kann Merz nichts. Das werfe ich ihm nicht vor.
Sehr wohl vorhalten muss man ihm aber die Dreistigkeit des Vergleichs, die mein früherer Kollege in seiner Nachricht auf den Punkt brachte: „Wenn die AfD wie die NSDAP ist – welche AfD-Leute wollen Polen überfallen, Juden vergasen und im Berliner Sportpalast den totalen Krieg fordern?“
Eine Frage, auf die es keine Antwort gibt.
Noch viel verheerender als die verbalen Ausrutscher von Merz ist die Denkweise dahinter, und das Handeln, das er ableitet. Dieser Mann regiert ein Land, das in einen linken, radikalen Wahn abgedriftet ist – Energiewende-Ruinen, Migrationschaos, Wirtschaftsabsturz, eine Staatsmedien-Maschinerie, die jeden Andersdenkenden zur Unperson erklärt und eine Justiz, die sich als Jagdmaschine auf Unbequeme missbrauchen lässt. Ein Land, in dem ein linker Mob auch gegen die CDU hetzt, – bis hin zu physischer Bedrängung – und die CDU als Regierungspartei selbst all das bezahlt und Steuergelder für die Hatz gegen sich selbst zur Verfügung stellt.
Das hat etwas von Selbsthass. Von Selbstverleugnung aus Angst vor Liebesentzug.
Und was tut der Kanzler? Er lässt sich, angetrieben vom fast zwanghaften Wunsch, dem linken polit-medialen Mob zu gefallen – was nie geschehen wird, wie alle außer ihm wissen –, wie ein Jagdhund in die völlig falsche Richtung treiben.
Er kämpft gegen die größte Oppositionspartei, so als sei diese für das Elend in diesem Land verantwortlich. Er widmet sich wie besessen dem „Kampf gegen rechts“ – einer Konstruktion, die einst KGB und Stasi entwickelten und die Merkel erfolgreich in der Bundesrepublik reinkarniert hatte.
Der Mann steuert immer tiefer, mit immer mehr Wucht, in den Eisberg hinein.
Und vergleicht die Passagiere, die schreien „Eisberg voraus!“, mit denen, die 1933 das Steuer in eben diesen Eisberg rissen.
Kommentare wie diesen kann nur schreiben, wer keine Zwangsgebühren und Steuergelder von Gnaden von CDU und SPD bekommt. Wenn Sie da einen kleinen Ausgleich für fair halten: hier steht, wie es geht. Meine Dankbarkeit ist Ihnen sicher!Die Leser der Welt – kein Blatt, das man gemeinhin für ein AfD-Sprachrohr hält – sehen das ähnlich. Die meistgelikten Kommentare sprechen für sich: „Und was hat das alles mit der AfD zu tun?“ – 51 Likes. „Es gibt keine Ähnlichkeiten in den Parteiprogrammen der NSDAP und der AfD“ – 55 Likes.
Manchmal sagen die Leser mehr als jede Analyse.
Ein Kommentator zitiert Michael Klonovsky, ebenfalls einen alten „Focus“-Kollegen von mir: „Wer heutzutage in einer politischen Debatte den Begriff Nazi gegen wen auch immer ins Feld führt, ist aus ethischer Sicht ein Lump, aus historischer Sicht ein Verharmloser und aus intellektueller Sicht eine Null.“
Besser kann man Friedrich Merz nicht auf den Punkt bringen.
PS: Warum der „Kampf gegen rechts“ eine Erfindung von KGB und Stasi ist, können Sie in diesem Artikel von mir nachlesen. Wobei es noch weiter geht – schon die Nazis kämpften gegen „rechts“ – aber das soll heute keiner mehr erfahren. Hier können Sie es trotzdem lesen.
Wer findet, dass solche kritischen Töne nötig sind, und dass es fair ist, freien Journalismus nicht nur zu lesen, sondern auch zu unterstützen: hier ist der Weg. Herzlichen Dank – auch für einen Tee.
PPS: Warum Merz mit seiner Brandmauer-Besessenheit krachend scheitert und gemeinsam mit ihr untergehen wird, lesen Sie hier in meinem Artikel „Die Brandmauer bröckelt – und Merz mit ihr„.
PPPS: Haben Sie schon gelesen, wie in Belgien jetzt das Verbreiten politisch unbequemer Fakten zur Straftat wurde? Ein Urteil, das Schule machen wird – nachzulesen hier.
Bild: Symbolbild/KI/Grok
Für Sie empfohlen:

