Der Boxer Chronik einer Krankheit

Corona macht krank, Corona kann töten.

Corona ist schlimm, verändert die Gesellschaft und das Leben. Darüber berichten wir. Geschichten, die es nicht in die Medien schaffen.
Wir geben Zahlen einen Namen und eine Seele. Die Serie „Kollateralschaden“ basiert auf Berichten Betroffener der Coronapolitik. Damit keiner sagen kann: „Das haben wir nicht gewusst!“

Der Boxer

Von Johanna und Frank Wahlig

Ein Internetvideo, im Januar 2021: Der Boxer kämpft mit den Tränen. Im neuen Lockdown kämpft der Mann um seine Existenz. Er kämpft seinen härtesten Kampf. Den Kampf um seine Sportschule „Brooklyn Finest Boxing Club“ in Essen, die Existenz seiner Familie, seiner Mitarbeiter und deren Familien.

Andreas Büdeker ist ein Kämpfer. Kampfsportler, Profi-Trainer, TV-Star. In über 50 TV-Produktionen von „The Biggest Looser“ bis „Big Brother“ hat der 57-jährige die Kandidaten als „Drill Instructor“ auf Erfolg und Sieg eingeschworen. Ein „Drill Insturctor“, der den Teilnehmern zeigt, wo es lang geht. Als Coach für viele Lebenslagen. Er will Kinder und Jugendliche stärken durch Sport. Im „Bootcamp“ robben seine Kandidaten durch den Schlamm. Leistung zeigen. Grenzerfahrungen machen.  Anpacken, niemals aufgeben. Geht nicht, das gibt’s nicht. „Der Boxer kämpft auch nach elf verlorenen Runden in der zwölften Runde um den „Lucky Punch“, sagt er, der Boxer. Der Boxer setzt auf Sieg. ´

'Dann können wir uns den Strick nehmen!'

Eines seiner beiden Sportunternehmen ist durch den Lockdown insolvent. Im Oktober 2020 plant der Boxer noch gerichtlich zu klagen. „Die Gerichte schmettern alles ab“, muss er feststellen. „Ich habe alles versucht.“

Die letzte Chance in der „letzten Runde“ sieht der Boxer in einer Petition beim Deutschen Bundestag. 51 000 Unterschriften braucht er. Mindestens. Unterschriften von Bürgern, von Unternehmern, Sportlern, Zuschauern seiner Videos. Damit fahren er und seine Mitarbeiter dann persönlich nach Berlin, so der Plan. Dann müsse sich der Bundestag damit befassen, so die Hoffnung. „Wenn wir nichts machen, dann können wir uns gleich den Strick nehmen.“

„Sonst wird es bis Sommer nichts mit der Wiedereröffnung. Bis dahin sitzen wir alle auf der Straße, sind Pleite“, befürchtet er.
„Und wenn ich der einzige bin! Und wenn ich mich lächerlich mache.“ Der Boxer kämpft bis zur letzten Runde. Das tränenreiche Video rührt die Netzgemeinde. Die Aufmerksamkeit ist groß: „Der Server ist zweimal zusammengebrochen. Der E-Mail-Account wurde gesprengt. Zwei Beiträge bei Facebook wurden gelöscht“, berichtet der Boxer.

'Bitte helft mir, allein schaffe ich das nicht.'

„Das ist staatlich gewollt! Das Parlament ist entmachtet! Die Kanzlerin zieht das durch!“, bestätigt ein Vorstandsmitglied einer Regierungspartei auf Nachfrage. „Der nächste Kanzler kann das Abwrackunternehmen Deutschland leiten.“

„Die Machtlobby hält zusammen, die betrifft es nicht“, klagt der Boxer. Und auch Beamte und Leute im Homeoffice dächten noch so und verstünden nicht, dass auch sie bald betroffen sein werden.

„Die Opfer der Politik müssen genauso zusammenhalten“, appelliert der Boxer an seine Zuschauer auf Facebook. Selbstständige, Angestellte oder auch Kinder, die ihre Sportclubs, Trainings und Gemeinschaften nicht mehr besuchen dürfen, ruft er auf für seine Aktion. Die Kinder gehen verloren. Und dabei sei Sport doch gesund und gut für das Immunsystem. Homeoffice sei keine Option. „Beim Online-Training machen von 30 Kindern nur vier mit“, hat der Boxer festgestellt.

'Bitte helft mir!'

Er appelliert an seine Freunde und deren Freunde: „Bitte helft mir, allein schaffe ich das nicht. Ich will mein verdammtes Leben zurück.“
Der Mann braucht Unterstützung, er kämpft nicht nur um sein Überleben.

Die „Petition zur Erhaltung von Unternehmen in Deutschland“ hat das Ziel der „sofortigen Öffnung (…) der geschlossenen Unternehmen (…), in denen sich nachweislich niemand angesteckt hat (…) unter strenger Einhaltung der behördlich vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen.“

„Ich kämpfe ums Überleben“, sagt er Boxer.

Der Kampf geht in die zwölfte Runde.

https://www.facebook.com/andreas.budeker/videos/3565905936792000

Petition zum Download:
Boxclub | Brooklynfinest | Boxclub Essen

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Johanna Wahlig ist Politologin, Journalistin und Unternehmerin. Frank Wahlig ist Historiker und war 30 Jahre lang ARD-Hauptstadtkorrespondent.
 
Bild: privat

Text: Johanna und Frank Wahlig

 

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Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.   Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hatte allein im Oktober 2021 mehr als,45 Millionen Klicks. Und sie hat mächtige Feinde. ARD-Chef-“Faktenfinder” Gensing hat mich verklagt. Immer wieder gibt es Abmahnungen, etwa von linken Aktivisten. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!  
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