„Deutliche Nachteile der Maske“ bei Covid-19 Eine politisch höchst inkorrekte medizinische Analyse

Um das Thema Corona toben regelrechte Glaubenskriege. Die großen Medien sind mehrheitlich stramm auf Regierungslinie. Auf Abweichler von dieser machen zahlreiche Portale Jagd – oft unter dem Deckmantel des „Faktencheckings“. Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich viele Theorien, die nüchterner Betrachtung kaum standhalten. Ein kritischer Leser, studierter Mediziner mit mathematischer Neigung, hat mir nach seiner ersten kritische Analyse zu Covid-19 nun einen Beitrag zum Thema Masken geschrieben, in den er sehr viel Zeit und Arbeit gesteckt hat. Seine Schlussfolgerungen belegt er, so zumindest mein Eindruck, gründlich. Sie werden vielen nicht gefallen. Aber meine Aufgabe ist es nicht, Zensor oder Wahrheitswächter zu sein und unangenehme oder strittige Meinungen zu unterdrücken. Im Gegenteil. Ich finde, ein Journalist muss dafür sorgen, dass unterschiedliche Meinungen Gehör finden. Dass Zweifel nicht unterdrückt werden. Denn Zweifel sind die Errungenschaft der Aufklärung und damit Grundlage unserer heutigen Kultur. Ich bitte alle Leserinnen und Leser, immer skeptisch zu sein, sich aus unterschiedlichen Quellen zu informieren und alles zu hinterfragen. Um Ihnen dabei zu helfen, sehe ich meine Aufgabe darin, Ihnen Blickwinkel zu bieten, die sie in den großen Medien kaum oder gar nicht finden, statt in deren breiten Chor mit einzustimmen. Als aufgeklärte, mündige Bürger können und müssen Sie sich selbst eine Meinung bilden. Das darf und kann ich Ihnen nicht abnehmen. Voilà:


Ein Gastbeitrag von Zacharias Fögen

Zusammenfassung

Basierend auf der Hypothese, dass die natürliche Schutz- bzw. Reinigungsfunktion des Hustens und Niesens durch eine Maske behindert wird, überprüfte ich die vorliegende Literatur, ob Masken bei Atemwegsinfekten schlechter oder besser abschneiden als Alternativen.

Die ausgewählten Studien zu schweren Atemwegserkrankungen (ARDS) vergleichen dabei einmal Beatmungsmasken mit Helmen, und einmal Beatmungsmasken mit einem kleinen nasalen Sauerstoffschlauch.

Beide Studien zeigen deutliche Nachteile bei der Maske. 

Daher ist anzunehmen, dass Masken, insbesondere auch Stoffmasken, eine Verschlechterung des Verlaufs bei Atemwegserkrankungen, insbesondere COVID-19 bewirken. 

Dies ist insbesondere deshalb relevant, da in Deutschland vielerorts Maskenpflicht herrscht, und viele COVID-19-Erkrankungen asymptomatisch oder nur milde symptomatisch sind – zumindest zu Beginn. Tragen solche an COVID-19 Erkrankte eine Maske, haben sie ein gesteigertes Risiko eines schwereren Verlaufs, sie scheiden länger und intensiver Viren aus, 

Theorie

Eine natürliche Abwehr von Viren ist das Einleiten der Apoptose. Durch den Zelltod kann die vom Virus befallene Zelle nicht weiter Viren produzieren. Dazu kommt die natürlich hohe Erneuerungsfrequenz der Schleimhäute, alle 7-12 Tage erneuern sich diese, so daß die vorderen, virustragenden Zellen mit regelmäßiger Frequenz abgestoßen werden. 

Durch Husten und Niesen werden abgestorbene Zellen und Viruspartikel aus dem Hals herausgeschleudert, damit sie nicht weitere Zellen infizieren. 

Durch das Tragen eines Mundschutzes wird diese Funktion jedoch deutlich beeinträchtigt. Die im Wasser und Mukosasekret gelösten Zellen und Viruspartikel bleiben im Stoff hängen. Nach der Verdunstung des Wassers, was meist nur wenige Sekunden dauert, stehen diese auf der Innenseite des Mundschutzes wieder zum Einatmen zur Verfügung. Die Reinigungsfunktion wird durch den Mundschutz unterbunden oder zumindest genau in dem Maße verschlechtert, in dem es andere vor Infektionen schützt – stattdessen kommt es zu einer fortgesetzten Selbstinfektion. Die ausgeschleuderten und wieder aufgenommenen Viruspartikel infizieren neue Zellen, vermehren sich dort wieder und sorgen so für einen längen und intensiveren Virusauswurf sowie für eine insgesamt schwerere Erkrankung.

Warum Beatmungsmaske statt Stoffmaske?

Warum vergleichen wir nicht Stoffmasken? Weil niemand auf die Idee käme, einem Kranken eine Stoffmaske aufzuziehen und zu schauen, ob es ihm dann noch schlechter geht. Eine solche Studie ist ethisch nicht vertretbar. 

Die Alternative ist also eine Beatmungsmaske – diese versorgt den Patienten mit reinerem Sauerstoff als die Umgebungsluft und erhöht somit die Sauerstoffaufnahme aus der eingeatmeten Luft ins Blut. Folglich vergleichen wir auch zwei Alternativen zur Beatmungsmaske, die beide den Patienten Sauerstoff bringen, den Helm und den Nasenschlauch.

Die Beatmungsmaske ist in diesem Sinn keine Stoffmaske, sondern eine Plastikmaske. Diese schließt den Mund weitgehend dicht ab. Die Beatmungsmaske ist allerdings mit einem Sauerstoffschlauch verbunden, so dass die Partikel, welche beim Husten oder Niesen abgegeben werden, und die den Ausgang des Atemschlauches treffen, über den Atemschlauch außer Reichweite abgegeben werden können. Durch den senkrechten Abgang des Atemschlauchs ist das allerdings eher unwahrscheinlich, wenn auch durch den Luftstrom an sich möglich. Zum Vergleich mit einer Stoffmaske ist die Beatmungsmaske daher sogar noch ungefährlicher.

Studie 1: Maske (Beatmungsmaske) vs. Helm

Als Vergleich wird hier ein durchsichtiger Plastikhelm angegeben, welcher den ganzen Kopf umgibt. Dieser liegt weitgehend luftdicht um den Hals des Patienten an. Der einzige Unterschied zur Beatmungsmaske ist also ein größeres Volumen und ist ein deutlicher Abstand von Mund zum Plastik, außerdem kann der Atemstrom des Hustens aufgrund der Form einmal um den Kopf herum reichen. Zudem wird die ausgeatmete Luft über einen zweiten Schlauch abgesaugt, damit der Patient nicht Schäden durch sein ausgeatmetes CO2 erleidet.

Nun zur Studie 1

Effect „of Noninvasive Ventilation Delivered by Helmet vs Face Mask on the Rate of Endotracheal Intubation in Patients With Acute Respiratory Distress Syndrome: A Randomized Clinical Trial. (Wirkung „der nichtinvasiven Beatmung durch Helm gegen Gesichtsmaske auf die Rate der endotrachealen Intubation bei Patienten mit akutem Atemnotsyndrom: Eine randomisierte klinische Studie.)

Die Studie zeigt deutlich, dass der Helm im Vorteil war. Die Studie mit dem Helm musste vorzeitig abgebrochen werden, da die Maskengruppe zu schlecht abschnitt.

Der Autor erklärt diesen Effekt so:

„Thus, the PEEP and fresh gas flow effects of helmet NIV appear to have improved oxygenation.“ („Somit scheinen die PEEP- und Frischluftzufuhr bei Helmen die Sauerstoffversorgung verbessert zu haben.“) 

PEEP ist eine Abkürzung aus der Anästhesie, die für „Positive EndExpiratory Pressure“, übersetzt „positiv-endexpiratorischer Druck“ steht. Damit wird der Druck bezeichnet, der am Ende der Exspiration in der Lunge besteht. Im Atemzyklus markiert er den geringsten Druckwert.

In diesem Kommentar wird deutlich, dass der unterschiedliche PEEP gar nicht so viel größer ist und eine großangelegte Metastudie zeigte schon 2018, dass ein hoher PEEP die Mortalität nicht verändert bzw. bei Patienten mit Anstieg der Oxygenierung in Reaktion auf gesteigerten PEEP sogar verbessert.

Damit bliebe einzig der „fresh gas flow effect“. Die Frischluftzufuhr. An diesem Punkt wird deutlich, dass die Stoffmaske die Zufuhr frischer Luft zwar nicht behindert, aber die zugeführte Luft wieder mit ausgeatmeten, ausgehusteten und ausgeniesten Viruspartikeln, die an der Maske hängen geblieben sind, gefüllt ist.

Studie 2: Maske vs. keine Maske

Diese Studie geht wiederum auf Beatmungsmasken ein, so dass das oben gesagte gilt.

Als Vergleich wird eine Nasensonde bzw. Nasenkatheter zur Sauerstoffzufuhr herangezogen.

High-flow oxygen through nasal cannula in acute hypoxemic respiratory failure. (Sauerstoff mit hohem Durchfluss durch die Nasenkanüle bei akutem hypoxämischem Atemversagen).

In der Studie mit dem Sauerstoffschlauch zeigte sich, dass die 90-Tages-Mortalität mit dem Schlauch deutlich gebessert war, sprich nach 90 Tagen sind mehr Menschen mit der Beatmungsmaske gestorben.

Weitere stützende Beobachtungen:

Die Feststellung, dass die viel zu häufige Beatmung die Sterblichkeit von COVID-19 in den ersten Behandlungstagen deutlich erhöht hat, deutet darauf hin, dass auch hier die Atemwegsblockade für die Reinigungsfunktion relevant war.

Als weitere Beobachtung sei die hohe Anzahl an italienischen Ärzten genannt, welche bei permanentem Maske-Tragen überwiegend schwere Verläufe entwickelt haben. So ging man bisher davon aus, dass dies überwiegend daher gekommen sei, dass die Ärzte eine größere Viruslast aufgenommen hätten. Nach den hier dargelegten Erkenntnissen liegt aber die Vermutung nahe, dass durch das ständige Tragen von höherqualitativen Mund-Nasen-Bedeckungen die Reinigungsfunktion weitgehend unterbunden wurde und es so zu einer ständigen Verstärkung der Infektion gekommen ist.

Symptomatische COVID-19-Fälle

Diese jüngst in nature veröffentlichte Studie zeigt, dass von 300 asymptomatischen SARS-CoV-2 Fällen keine einzige der 1174 engen Kontaktpersonen angesteckt worden ist. Mit anderen Worten, es gibt praktisch keine asymptomatische Ansteckung und damit auch keine Grundlage für Asymptomatische, eine Maske zu tragen.

Eigenschutz durch Masken

Diese groß angelegte dänische Studie zeigt, dass das Tragen einer Maske keinen Schutz für den Träger vor COVID-19 darstellt.

Masken als Fremdschutz bei symptomatischen Patienten

Es ist also deutlich, dass die einzige noch mögliche Begründung für das Masken-Tragen der Fremdschutz bei symptomatischen Patienten ist.

Wie aber bereits oben in den beiden Studien gezeigt, verschlimmert eine Blockade der Reinigungsfunktion den Ausgang von Atemwegsinfektionen. 

Diese Studie aus Nature beispielsweise zeigt, dass eine chirurgische Maske beim Husten die Tröpfchenbildung um 75% reduziert.

Dies bedeutet aber umgekehrt auch, dass 75% der virusgeladenen Tröpfchen in der Maske hängen bleiben und nach spontaner Verdunstung wieder inhaliert werden.

Normalerweise nehmen Menschen bei einer Erkältung sogenannte „Hustenlöser“, damit sie besser abhusten können. Bei COVID-19 machen wir das Gegenteil. Dadurch werden COVID-19 Erkrankungen schlimmer (als jede Atemwegsinfektion, s. o.).

Für den Fremdschutz bedeutet dies, dass zwar die Maske in den ersten Tagen ein besserer Schutz ist, weil die Viruslast auf ein Viertel gesenkt wird. Der Anstieg der Viruslast dadurch, dass drei Viertel des Virus nicht ausgestoßen, sondern wieder zurück eingeatmet wird, ist aber um ein Vielfaches größer.

Die hier zitierte Studie arbeitet mit log10-Zahlen, was bedeutet, dass es um Verzehnfachungen der Viruslast geht. Patienten, die verstorben sind, hatten eine mehr als 10 mal so hohe Viruslast.

Das bedeutet, die Reduktion der ausgestoßenen Partikel durch die Maske um 1/4 ist nur ganz am Anfang relevant, danach kommt es durch die Verstärkung der Erkrankung zu einer zehn bis tausendfach höheren Virusbelastung der Tröpfchen, so dass unter dem Strich der Fremdschutz nicht gewährleistet ist. 

Fazit

Fazit: Das Tragen von chirurgischen Atemmasken ist für asymptomatische Patienten medizinisch sinnlos und für symptomatische Patienten erkrankungsverschlechternd. Aufgrund der damit entstehenden exponentiell höheren Viruslast ist auch der Fremdschutz (als lineare Reduktion) nicht gewährleistet.


Autor Zacharias Fögen über sich: „Nach fünf Semestern Mathematikstudium entschloss ich mich, mich der größten Unbekannten im Universum zu stellen: dem Menschen. Mein Studium der Humanmedizin schloss ich im Jahr 2011 mit dem Staatsexamen ab.“


Bild: Maridav/Shutterstock
Text: gast


 

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