Die Gratismut-Helden gegen Ungarn entlarven sich als Feiglinge in Katar Ärger um die Kapitänsbinde von Manuel Neuer

Erinnern Sie sich noch an den riesigen Zoff bei der Fußball-Europameisterschaft vergangenen Jahres? Mit stolzgeschwellter Brust, und so, als sei massiver Mut erforderlich, kämpften der Deutsche Fußballbund, Manuel Neuer und die üblichen Verdächtigen dafür, die Münchner Allianz-Arena beim Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen. Um die angeblich ach so homophoben Ungarn zu erziehen (die sich übrigens überhaupt nicht als homophob sehen, sondern ihrerseits Ländern wie der Bundesrepublik eine Frühsexualisierung in Kindergarten und Schule vorwerfen und da nicht mitmachen wollen).

An die Selbstinszenierung von Mut und Einsatz für Minderheiten musste ich zurückdenken, als ich jetzt las, dass genau die gleichen „Helden“ jetzt vor der Weltmeisterschaft im Katar einknicken. Dort, wo etwa Homosexuelle wirklich massiv diskriminiert, ja bestraft werden, wo also ein Einsatz für ihre Rechte sicher um ein vielfaches nötiger wäre als in Ungarn – da ziehen die tapferen Ritter von gestern den Schwanz ein. Und reden sich das noch schön auf eine Art, die so dummdreist ist, dass man sich fremdschämen möchte.

Statt mit den LGBTQ-Farben wie 2020 in Europa, soll die Kapitänsbinde von Manuel Neuer nun im „One Love“-Stil gestaltet werden. Offiziell, so die fadenscheinige Ausrede, soll sie „ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt“ sein. Nur – sie ist eben nicht als solche bekannt. Und wird deshalb im Katar auch nicht anecken wie die weltbekannten Regenbogen-Farben, deren Bedeutung jedermann klar ist. Und die im Katar ein klares Zeichen gesetzt hätte.

Der katarische Generalmajor Abdulaziz Abdullah Al Ansari hatte vor der WM laut „Bild“ bereits indirekt gedroht: „Falls ein Fan die Regenbogenfahne zeigt und ich sie ihm wegnehme, geschieht dies nicht, weil ich sie wirklich nehmen will, um ihn zu beleidigen, sondern um ihn zu schützen. Wenn nicht ich es tue, könnte ihn jemand attackieren.“

Unter den Fans herrscht Enttäuschung. Der homosexuelle Dario Minden vom Fan-Bündnis „Unsere Kurve“ sagt laut „Bild“ zur „Sportschau“: „Es wirkt schon schwach, dass es nicht mal die richtigen Regenbogenfarben der LGBTQ-Fahne geworden sind.“

Bemerkenswert, wie weich und ausweichend die Antwort von Bundestrainer Hansi Flick ausfiel auf die Frage der „Bild“, ob er den Wechsel der Symbole „auch als Einknicken vor Katar“ sieht: „Ich weiß es nicht. Es ist im Leben immer schön, Dinge zu kritisieren, wenn man nicht auf der Seite steht, wo man Sachen entscheidet. Man hat sich mit mehreren Nationen zusammengesetzt, hat gesagt, wir wollen ein Zeichen setzen nach außen. Es geht darum, dass es nicht nur die Regenbogenfarben sind, sondern es sind alle damit gemeint, jeder Einzelne. Darum geht es, dass wir gleich sind. Ich habe die Kritik heute gelesen, etwas verwundert.“

‘Pansexuelle Flagge‘

Regelrecht dreist die Antwort von Nationalelf-Direktor Oliver Bierhoff: „Wir wollten gemeinsam mit anderen Nationen ein Zeichen setzen, um geschlossen aufzutreten. Mit dieser Binde umfassen wir mehr als LGBTQ.“ Noch dreister die Ausrede des DFB. Der ließ laut „Bild“ vernehmen, es gehe „im Gegensatz zum Regenbogen auch explizit gegen Rassismus und Antisemitismus“. Wörtlich teilte der Verband mit: „Die Farbgebung symbolisiert dies. Rot, Schwarz und Grün finden sich in der Panafrikanischen Flagge, Pink, Gelb und Blau finden sich in der Pansexual Flagge.“

Was für eine Dreistigkeit, sich die eigene Feigheit und sein Einknicken auch noch als Mut schön zu reden!

Und was für eine Selbstentlarvung: Besonders laut und demonstrativ wird der Gratismut und das Klopfen auf die eigene Schulter, wenn die einzige Folge, mit der man zu rechnen hat, Applaus ist. Und wie jämmerlich die Feigheit, wenn es eine auch nur halbwegs ernste Herausforderung gibt. Bei der man übrigens nicht Gefängnisstrafen oder Schikanen zu befürchten hätte, sondern allenfalls Unmut der Gastgeber.

Leider ist das Verhalten von DFB, Neuer & Co. geradezu symbolhaft für die ganzen selbst ernannten rotgrünen Moralapostel, die in Politik und Meiden so lautstark gegen den Klima-Wandel kämpfen und dann mit dem SUV fahren und Fernreisen im Flugzeug machen. Die den anderen die Maske vorschreiben wollen und sie selbst nicht tragen. Die gegen Antisemitismus nur dann den Mund aufmachen, wenn er nicht von Moslems kommt.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!


Bild: Tweet DFB-Team

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