Die „Kulturschaffenden“ sind zurück Vorwärts in die Vergangenheit!

Ein Gastbeitrag von Thomas Paulwitz

Warum sollte man lieber das Wort „Künstler“ als den Ausdruck „Kulturschaffende“ verwenden? Dafür gibt es drei Gründe: „Kulturschaffende“ ist Gendersprache, verschüttet das Bekenntnis zu künstlerischer Freiheit und ist zeitgeschichtlich äußerst vorbelastet. Trotzdem betreibt die Bundesregierung zur Zeit erheblich die gesellschaftliche Verankerung dieses Wortes.

Aus dem 'Wörterbuch des Unmenschen'

Diese in den 1920er Jahren erstmals aufgekommene Bezeichnung hat spätestens durch Nationalsozialismus und DDR-Kommunismus eine eindeutig politische, linientreue Bedeutung erhalten. Joseph Goebbels formulierte 1934 für den „Völkischen Beobachter“ einen „Aufruf der Kulturschaffenden“, Adolf Hitler als Reichspräsident zu bestätigen. Der Text enthielt folgendes Bekenntnis: „Weil der Dichter und Künstler nur in gleicher Treue zum Volk zu schaffen vermag, und weil er von der gleichen und tiefsten Überzeugung kündet, daß das heiligste Recht der Völker in der eigenen Schicksalsbestimmung besteht, gehören wir zu des Führers Gefolgschaft.“ Der „Kulturschaffende“ wurde zum Kampfbegriff der Reichsschrifttumskammer. Nach 1945 nahmen ihn daher die Sprachkritiker Wilhelm E. Süskind, Dolf Sternberger und Gerhard Storz in das „Wörterbuch des Unmenschen“ auf.

Von der NS- zur DDR-Vokabel

In der DDR blieb das Wort jedoch vielgenutzt erhalten – vermutlich, weil der Wortbestandteil „Schaffende“ die „Geistestätigen“ als „Arbeiter der Stirn“ zusammen mit den „Werktätigen“ als „Arbeiter der Faust“ eindeutig in die Arbeiterklasse einreiht. Deswegen klingt das Wort für viele Menschen mit DDR-Vergangenheit gewohnt und oft auch unproblematisch. Doch ist es untrennbar mit der einst herrschenden kommunistischen Ideologie verbunden. Nach der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wiesen unter anderem linientreue Schriftsteller die „Hetze aus der BRD“ zurück. Das „Neue Deutschland“ überschrieb am 22. November 1976 die Stellungnahmen mit dem Satz: „Überwältigende Zustimmung der Kulturschaffenden der DDR zur Politik von Partei und Regierung“. Ein Vorwurf lautete, Biermann habe „Kunst ohne parteiliche Haltung“ betrieben.

'Kulturschaffende' gegen 'Hetze' und für 'Haltung'

Nicht nur die Klage über „Hetze“ und die Forderung nach „Haltung“ hören wir heute immer öfter, auch die „Kulturschaffenden“ sind zurück. Spätestens im September 2018 entstieg das untote Wort in der Bundesrepublik aus seiner Gruft. 290 „Kulturschaffende“ – darunter etwa der Journalist Günter Wallraff und der Schauspieler Hugo Egon Balder – forderten in einem Offenen Brief den Rücktritt des Bundesinnenministers Horst Seehofer, um der Bundeskanzlerin zur Seite zu stehen. Sie schrieben: „Als Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Kulturvermittlerinnen und -vermittler sind wir entsetzt darüber, daß der Bundesinnenminister fortwährend die Arbeitsfähigkeit der Bundesregierung sabotiert und dem internationalen Ansehen des Landes schadet.“ Der Brief wurde 2020 aus dem Netz genommen.

Lieblingswort der Genderfreunde

Vermutlich auch aufgrund der Gendersprachpolitik erfährt das Wort „Kulturschaffende“ als in der Mehrzahl biologisch eindeutig geschlechtsneutrale Wortschöpfung wieder einen Aufschwung. Zu den „Studierenden“, „Demonstrierenden“ und „Radfahrenden“ gesellen sich nun auch die „Kulturschaffenden“. Das historisch ererbte Mitschwingen einer staatstragenden, unterwürfigen Bedeutung bleibt dabei jedoch erhalten. Auf diese Weise drohen Künstler als unkritische, regierungstreue Kastraten wahrgenommen zu werden, deren Aufgabe es sei, Kultur so geistvoll wie Fließbandarbeiter herzustellen.

'Grob, spießig und bürokratisch'

Sprachempfindliche Menschen spüren das und schrecken zurück. Michael Buselmeier, ein Schriftsteller aus Heidelberg, bekannte kürzlich: „Ich habe das Wort ‚Kulturschaffende‘, das nun fast täglich in Zeitungen und im Internet völlig unkritisch auftaucht, immer verabscheut und gemieden, lange bevor ich um seine dubiose Herkunft wußte. Es kam mir extrem grob, spießig und bürokratisch vor und ließ sich allenfalls ironisch verwenden. Warum spricht man nicht einfach von Künstlern, Autorinnen, Malern?“

Erstickung der Widerspenstigkeit

Kreativität lebt gerade auch vom Widerspruch, von der Unangepaßtheit, vom Rebellentum. Erst durch die freiheitlich beflügelte Gestaltungskraft erschließen sich neue Horizonte. Diese künstlerische Widerspenstigkeit spiegelt sich in dem Wort „Kulturschaffende“ ganz und gar nicht wider. Wenn dann Kritiker eines (damals) abweichlerischen Ministers, der (damals) im Widerspruch zur Bundeskanzlerin Angela Merkel stand, diese Bezeichnung für sich beanspruchen, wird sich daran erst recht nicht so schnell etwas ändern.

'Merkel sichert Kulturschaffenden Unterstützung zu'

Möglicherweise hat es einen verstörenden Grund, daß die „Kulturschaffenden“ ihre Rücktrittsforderung an den Bundesinnenminister inzwischen getilgt haben: die zunehmende Abhängigkeit der Künstler vom Staat. Die Bundesregierung hat nämlich jüngst einen „Neustart Kultur“ ausgerufen mit einem Gewicht von einer Milliarde Euro. Ohne Scheu verwendet dabei die Bundesregierung selbst das vorbelastete Wort und verfestigt – sicherlich unbewußt, da geschichtsvergessen – die Vorstellung, daß man sich unter einem „Kulturschaffenden“ einen vom Staat abhängigen Künstler vorstellt. „Merkel sichert Kulturschaffenden Unterstützung zu“, verkündet sie und gibt „Informationen für Kultur- und Medienschaffende“, wie das Geld am besten abzurufen sei.

Kulturschaffende Staatskünstler

Auch die Kultusministerkonferenz gibt jetzt einen Überblick über „aktuelle Hilfsprogramme für Kulturschaffende“. Die Umverteilung jener Steuergelder hat den Gebrauch des Wortes im ganzen Land massiv vervielfältigt. So hat sich beispielsweise eine „Initiative Kulturschaffender in Deutschland“ gegründet, die dabei hilft, an die Gelder zu kommen. Letztlich drängt sich allerdings die Frage auf: Wird der „Kulturschaffende“ in die Hand beißen, die ihn füttert? Oder bleibt er ein freier Künstler?

Thomas Paulwitz (*1973) ist Mitbegründer und Chefredakteur der seit dem Jahr 2000 erscheinenden Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT (Erlangen).
Außerdem ist er Vorstandsvorsitzender der in Düsseldorf ansässigen Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache sowie Vorstandsmitglied und Mitbegründer der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt. 2006 erhielt er den Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten „in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste für einen engagierten unabhängigen Journalismus“. Die Sprachpflegezeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT erscheint vierteljährlich in gedruckter Form und dient den Bürgern, die sich um die deutsche Sprache sorgen, als Sprachrohr. Der Bezug der spendenfinanzierten Zeitschrift ist kostenlos: Postfach 1449, 91004 Erlangen, [email protected]
Bild: Vibrant Image Studio/Shutterstock
Text: Gast

 

 

 

 

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Dietmar Walther
2 Monate zuvor

Gehören solche Schmierfinken wie der Böhmermann auch zu diesen sogenannten Kulturschaffenden.?  Ausserhalb der „öffentlich Rechtlichen“ würde kein Hund einen Knochen von dem annehmen, „öffentliche Toiletten“ könnte ich mir als Betätigungsfeld eher für ihn vorstellen.!

Werner N.
2 Monate zuvor

Nazi`s und Sozialisten benutzten auch Begriffe wie „Frieden“, „Gesellschaft“, „Einheit“ etc. Sind diese nun auch vorbelastet? Soll man künftig auf Interpunktion verzichten, weil jene sie anwandten?

Michael Weinberger
2 Monate zuvor

Die Verwendung dieses Begriffs ist mir schon lange vor Corona aufgefallen, 2018 wie im Artikel genannt könnte passen. Unangenehm aufgefallen, denn ich kannte den historischen Hindergrund. Auch hier ist der Deutschlandfunk mal wieder ganz vorn mit dabei, wie bei vielen anderen Fehlentwicklungen.

Eigentlich ist der Begriff nur ein Synonym für Menschen. Denn fast alle Menschen schaffen in ihrem Leben etwas, was von Natur aus noch nicht da war. Das ist die Definition von Kultur. Künstler, die sich selbst als Kulturschaffende bezeichnen oder ohne Widerspruch bezeichnen lassen sind Verlautbarer und Verstärker von Herrschaftsmeinung, aber keine Künstler. Bestenfalls nützliche Idioten.

Burt Brennholz
2 Monate zuvor

es sollte wohl eher Kultur-an-schaffende heissen, auf dem Rücken der Leid&Schuldkultur mittels der linken Scheisse&Schundkultur

Steve Row
2 Monate zuvor

Wann werden Wissenschaftler zu Wissenschaffenden? Ist das bereits angedacht?

SteffenCF
2 Monate zuvor

Der Kulturschaffende Böhmerclown und WDR haben mal wieder den Bogen überspannt. Nacher der Umweltsau jetzt die Corona Oma. Kinder-Chor ist natürlich auch wieder dafür missbraucht worden. Aber man weiß ja, alles was an Hetze und Co von links kommt, ist natürlich nur Satire.

Magnum
2 Monate zuvor

Beispiel von Kultur ; Reinhard Mey

Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen
Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen
Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen
Die dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen
Und ich denk‘ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück
Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen
Sie nennen es das Volk aber sie meinen Untertanen
All das Leimen, all das Schleimen ist nicht länger zu ertragen
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
„Halt‘ du sie dumm, ich halt‘ sie arm!“
Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!
Du machst das Fernsehen an, sie jammern nach guten, alten Werten
Ihre guten, alten Werte sind fast immer die verkehrten
Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln
Sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln
Der Medienmogul und der Zeitungszar
Die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!
Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und nach guten Sitten
Doch ihre Botschaften sind nichts als Arsch und Titten
Verrohung, Verdummung, Gewalt sind die Gebote
Ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote
Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht
So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht!
Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!
Es ist ’ne riesen Konjungtur für Rattenfänger
Für Trittbrettfahrer und Schmiergeldempfänger
‚Ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher
Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher
Und sie sind alle hochgeachtet und sehr anerkannt
Und nach den Schlimmsten werden Plätze und Flugplätze benannt
Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber lässt man laufen
Kein Pfeifchen Gras, aber ’ne ganze Giftgasfabrik kann du kaufen
Uch‘ die Luft,
Vertstrahl das Land, mach ungestraft den größten Schaden
Nur lass Dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!
Man packt den Grünfried, doch das Umweltschwein genießt Vertrau’n
Und die Polizei muss immer auf die Falschen draufhau’n
Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!
Wir hab’n ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat gerantier’n
Was hift’s, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren
Die Scharfmacher, die immer von der Friedensmission quasseln
Und unterm Tisch schon emsig mit dem Säbel rasseln?
Der alte Glanz in ihren Augen beim großen Zapfenstreich
Abteilung kehrt, im Gleichschritt marsch, ein Lied und Heim ins Reich!
„Nie wieder soll von diesem Land ein Krieg ausgehen!“
„Wir müssen Flagge zeigen, dürfen nicht beiseite stehen!“
„Rein humanitär natürlich und ganz ohne Blutvergießen!“
„Kampfeinsaätze sind jetzt nicht mehr so ganz auszuschließen“
Sie ziehen uns immer tiefer rein, Stück für Stück
Und seit heute früh um fünf Uhr schießen wir wieder zurück
Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!
Ich hab Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen
Die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen
Und verschon‘ mich mit den falschen Ehrlichen
Die falschen Ehrlichen, die wahren Gefährlichen!
Ich hab‘ Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit
Nach ’nem bisschen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit
Doch sag die Wahrheit und du hast bald nichts mehr zu Lachen
Sie wer’n dich ruinier’n, exekutier’n und mundtot machen
Erpressen, bestechen, versuchen dich zu kaufen
Wenn du die Wahrheit sagst, lass draußen den Motor laufen
Dann sag‘ sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:
Wer die Wahrheit sagt braucht ein verdammt schnelles Pferd!
Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!

 

 

 

Samuel Donar Lang (Freiburg)
2 Monate zuvor

Tja, was soll man sagen. Es ist die Zeit der Ernte, die Früchte sind nun für alle „genießbar“. Der Amerikanismus wie auch der Sozialismus (zwei Seiten einer Medaille anbei, einzeln wie in Kombination eine Degenerationsspirale) sind in ihrer vollen Form dem „Westen“ (was auch immer das sein soll) auf die Füße gefallen.

Der Feind (fleißig hinter den Kulissen agierend und von parasitärem Wesen wie vom visonären Transformationsgeist getrieben) steht im eigenen Land und in allen anderen Ländern des „Westens“. Ohne Bewußtsein, Nachdenken und Wille bei mehr Menschen und dem sich dann zwanghaft danach anschließenden Austilgen des Gesindels wird das wohl so schnell nicht besser werden.

Hier hat die globale Welt dann doch einen Vorteil, der Druck von außen wächst täglich auf diesen Scheißhaufen, welche sich „Kultur“kreis („Werte“gemeinschaft was auch immer) nennt. Danke nochmal an die „Sieger“ und „Befreier“ für ein verlorenes Jahrhundert und das Abwirtschaften der europäischen Völker. Ich scheiß auf euch! 😀

Onkel Dapte
2 Monate zuvor

Da bin ich platt. Kulturschaffende ist eine Schöpfung Goebbels! Dann steht das Wort auch noch im „Wörterbuch des Unmenschen“. Und nun Merkel. Ist das nicht ein Fingerzeig, daß M und G Geschwister im Geiste sind? Eigentlich wäre das natürlich Unsinn, aber wenn der Negerkuss, das Zigeunerschnitzel und der Negerkönig ausgelöscht werden, wenn man nicht einmal Halt macht vor der Weltliteratur, dann sind solche Vergleiche geradezu zur Pflicht eines aufrechten Menschen geworden. Erkennt sie an ihren Worten!

Andreas aus E.
Antwort an  Onkel Dapte
2 Monate zuvor

Goebbelsschöpfung ja nun nicht, aber durch den wurde das seinerzeit geläufig.

Bemerkenswerter finde ich ohnehin, daß diese Genderbrechenden über ihren Wortgebrauch offensichtlich in keiner Weise nachdenken.

Ein durchschnittlicher Künstler schafft keine Kultur, er setzt bestenfalls auf vorhandene Kultur auf und verfeinert sie. Kulturschaffend war erster Urmensch, der ein Schriftzeichen in den Sand kritzelte, ersten Hund zähmte, erstes Saatkorn bewußt in Erde steckte, erstes Lied sang, erstes Werkzeug bastelte – die schufen Kultur.

Später kamen nur noch Verbesserungen, oft gewaltige, etwa Steinmetze für Pyramiden, Dichter wie Homer usw. – Alle die schufen tatsächlich Kultur.

Wenn sich zeitgenössische Künstler als „Kulturschaffende“ bezeichnen lassen, dann sind die wahlweise resigniert, sich maßlos selbstüberschätzend, dumm, oder eben billiger Mainstreamanhang eines „Zeitgeistes“.

Andreas aus E.
Antwort an  Andreas aus E.
2 Monate zuvor

Als Ergänzung: Man könnte nun noch trefflich streiten, ob es einen großen Unterschied zwischen „Kulturschaffenden“ und „KulturERschaffenden“ gebe. Was das betrifft, räume ich Mängel meiner Argumentation ein. Allerdings sehe ich es so, daß das Gros der sich gern als „Kulturschaffende“ bezeichnen lassenden „Kulturschaffenden“ da eh nicht drüber nachdenkt und die den Begriff nutzenden Journaillenden und Politikenden das gar nicht weiter auffällt.

Im Übrigen ist das Wort „Kulturschaffende“ ohnehin ein nogo: erstens ist das deutsch und zweitens sollte man von Kulturschaff:/innenden sprechen, wegen Ausgrenzung und so. Wobei das „affe“ darin schon wieder irgendwie an Rassismus auf Fußballplätzen denken läßt und eigentlich und so.

Also besser irgendwas Englisches – ich kenne mich da nicht so aus, aber „Artless“ klingt doch lustig 🙂

Magnum
2 Monate zuvor

Ohne Freiheit wird der Künstler zum „Kulturschaffenden“, der keine Kreativität benötigt, sondern nur seinem „Futtertrogstiftenden“ und „Dummschwätzenden“ (linksgrünversifter Politiker ohne Rückgrat) verpflichtet ist; linientreue Propaganda eben. Somit kann man unterstellen, dass dies genau so bezweckt wird, wie in der DDR vorgelebt. Immer deutlicher wird die sozialistische Prägung unserer narzistischen „Führerin“.