Feuerwehr schlägt Alarm: Beispiellose Steigerungsraten der Einsätze „Gesundheit der Bevölkerung wurde nachhaltig geschädigt“

Von Kai Rebmann

Bereits vor einigen Wochen hat reitschuster.de exklusiv über die dramatische Zunahme bei den Einsätzen der Berliner Feuerwehr wegen Herzbeschwerden und Schlaganfällen berichtet. Besonders auffällig ist dabei, dass sich der Anstieg nicht nur über alle Altersklassen hinweg durchzieht, sondern gerade auch in den Altersgruppen festzustellen ist, in denen derartige Erkrankungen eher nicht zu erwarten sind. Die Zahlen gab die Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf Anfrage des Abgeordneten Antonín Brousek (parteilos) bekannt (Drucksache 19/18460).

Für die Feuerwehrgemeinschaft besteht nach Auswertung der vorliegenden Daten kein „Anlass zur Entwarnung, sondern viel eher Anlass zur begründeten Sorge“. Die Berliner Feuerwehr stellt hierzu offiziell fest, „dass die Einsatzzahlen im Jahr 2023 bei ‚Herzbeschwerden‘ auf 52.182 gestiegen sind“. Gegenüber dem Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2018/19 bedeute dies einen Anstieg von 56,3 Prozent.

Zum stärksten Zuwachs an Einsätzen sei es in den Jahren 2021 und 2022 gekommen, der sich zudem in ausnahmslos allen Altersklassen ablesen lasse. Im Jahr 2023 sei der Gesamtzuwachs zwar nur noch „moderat“ ausgefallen, aber eben weiterhin festzustellen gewesen: „Besonders alarmierend ist für uns der Anstieg von Einsätzen bei Herzbeschwerden in der Altersgruppe von 21 bis 50 Jahren von rund 63 Prozent im Jahr 2023 gegenüber dem Durchschnitt der Vorcoronajahre 2018/19.“

Quelle: Stellungnahme Feuerwehrgemeinschaft

Die nahezu identische Entwicklung konnte die Berliner Feuerwehr bei den Einsätzen wegen Schlaganfallsymptomen beobachten. Lag der Durchschnitt in den Vor-Corona-Jahren 2018/19 noch bei 10.278 Notrufen, so ist diese Zahl bis zum Jahr 2023 auf bis zu 14.740 gestiegen, was einem Anstieg von 43,4 Prozent entspricht:

„Wiederum lässt sich feststellen, dass der höchste Zuwachs in den Jahren 2021 und 2022 stattgefunden hat. Besonders hervorzuheben ist, dass in der Altersgruppe von 11 bis 30 Jahren der Anstieg im Jahr 2023 gegenüber dem Durchschnitt von 2018/19 nunmehr sogar 117,8 Prozent beträgt und (sich) damit mehr als verdoppelt hat. Eine derartig dramatische Zuwachsrate in einer Altersgruppe, von der man dies gemeinhin nicht erwarten würde, ist alarmierend und bedarf nach Einschätzung von Statistikern einer sofortigen Ursachenüberprüfung.“

 

Damit sieht die Feuerwehrgemeinschaft den Nachweis erbracht, dass sich die Zahlen „entgegen der vormaligen Meinung in der Fachliteratur“ auch im Jahr 2023 – also nach Beendigung aller nichtpharmakologischen Maßnahmen (Maskenpflicht, Lockdown, Schulschließungen) – nicht wieder normalisiert haben oder auf ein auch nur ansatzweise erklärbares Niveau zurückgekehrt sind. Und selbst die Senatsinnenverwaltung unternimmt nicht einmal mehr den Versuch, die jetzt offengelegten Zahlen mit dem Coronavirus selbst zu erklären, „da die Erkenntnislage hierzu nunmehr eindeutig ist“, wie die Feuerwehrgemeinschaft vermutet.

Die stattdessen ins Feld geführte Argumentation mute geradezu „kafkaesk“ und „unfreiwillig komödiantisch“ an. So will die Verwaltung zum Beispiel einen „demografischen Wandel“ oder ein „Bevölkerungswachstum“ ausgemacht haben, mit dem sich diese beispiellosen Steigerungsraten erklären lassen sollen. Ferner wird etwas nebulös auf „Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Notfallabfrage“ verwiesen, ohne jedoch konkrete Beispiele dafür zu nennen.

Ähnliche Nebelbomben werden aus Sicht der Berliner Feuerwehr in den Medien geworfen. Auch die dort präsentierten Erklärungsansätze für die aktuellen Zahlen seien „nicht stichhaltig“ und „völlig untauglich“, wie die Autoren an einem Beispiel verdeutlichen: „Es wurde ernsthaft versucht, den massiven Anstieg der altersuntypischen Einsätze bei Herzbeschwerden und Schlaganfallsymptomatik von Kleinkindern quasi mittels ‚Drogenkonsum im Kindergarten‘ erklärlich zu machen oder einen offenbar sprunghaft gestiegenen Fleischkonsum bei den ‚vielen‘ Grillgelagen während der Coronazeit zu unterstellen.“

Im Fazit sieht die Feuerwehrgemeinschaft die Wahrnehmungen der Berliner Kollegen im Einsatzdienst bestätigt, die diese schon früher geäußert hätten. Die faktenfreie Anordnung einer bereichsbezogenen Nachweispflicht „als quasi Impfpflicht“ sei unverantwortlich gewesen und müsse auch für die Soldaten der Bundeswehr sofort beendet werden. Die Autoren fordern eine konsequente Aufarbeitung der Coronazeit durch unabhängige und nicht in die Entscheidungen involvierte Akteure:

„Die zu Grunde liegenden Ursachen halten offenbar bis zum heutigen Tage an und sind somit weniger im nichtpharmakologischen Bereich zu suchen, da diese Maßnahmen in Deutschland im Jahr 2023 geendet haben. Es drängt sich ferner der massive Eindruck auf, dass die verantwortliche Politik sich sogar im Jahr 2024 noch scheut, den Elefanten im Raum – also den der sogenannten Coronaimpfung – auch nur als vage Möglichkeit in Betracht zu ziehen. In dem Zusammenhang sei explizit auf die Inhalte der zwischenzeitlich freigeklagten ‚RKI-Files‘ verwiesen, vielleicht finden sich im geschwärzten Teil Antworten auf die aufgeworfenen Fragen. Aufgrund der vorliegenden Zahlen wird deutlich, dass die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig geschädigt wurde. Es ist nicht zu bestreiten, dass es eine signifikante Verschlechterung der Gesundheit der Gesellschaft in den zurückliegenden Jahren gegeben hat.“

Quelle: Stellungnahme Feuerwehrgemeinschaft

Und hier die vollständige Stellungnahme der Feuerwehrgemeinschaft:

Stellungnahme_feuerwehrGEMEINSCHAFT_Abgeordnetenhausanfrage_Einsatzzahlen

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