„Frei erfundene Wahnphantasien“ über Trump im Spiegel: Relotius reloaded!

Ein Gastbeitrag von Dr. Andreas Bergemann*, Hochschullehrer in den USA

Das altehrwürdige deutsche Schlachtschiff des Journalismus, “Der Spiegel”, hat offenbar Konsequenzen aus der Relotius-Affäre gezogen und sich vom heimlichen Lügen auf das offensichtliche Zusammenspinnen frei erfundener Wahnphantasien verlegt.

Unter dem Aufmacher “Drehbuch für den Coup: Wie Trump versucht, die Wahl zu stehlen” wird die krude Verschwörungstheorie verbreitet, Präsident Donald Trump wolle im November mittels Staatsstreich im Amt bleiben, selbst wenn er verlöre (was nicht passieren wird).

Weiter schreibt das geistig umnachtete Personal des Spiegel: “Vor knapp acht Wochen rief Rosa Brooks, Juraprofessorin an der Georgetown-Universität in Washington, eine Gruppe von 67 Männern und Frauen zusammen, um sich auf das Unvorstellbare vorzubereiten: einen amerikanischen Präsidenten, der aus dem Weißen Haus heraus den Staatsstreich plant. Die Runde umfasste Amerikaner jeglicher politischer Couleur: John Podesta…”

Mal abgesehen von der Frage, warum Herr Podesta immer noch politisch mitmischt statt im Nachgang der Affäre um die Podesta e-mails und die Enthüllungen von Wiki Leaks in einem Hochsicherheitsgefängnis zu sitzen, statt …” stellt sich eine ganz andere! Nämlich jene, weshalb der deutsche Spiegel die Fakten so framen kann, ohne dass es außerhalb der Vereinigten Staaten jemandem auffällt.

Denn Trump plant keinen Staatsstreich.

Im Gegenteil!

Er versucht einen solchen zu verhindern!

Die wahre Gefahr geht von genau jenen Leuten wie einem Podesta, einer Clinton oder einem Obama aus, die alles, wirklich restlos alles tun werden, um eine zweite Amtszeit Donald Trumps zu verunmöglichen.

Nun muss man eines den deutschen Lesern klarmachen, denn es klingt für germanische Ohren mehr als ungewohnt: in den U.S.A. haben wir kein Meldewesen. “The land of the free”, das Land der Freien würde sich eher kollektiv ein Bein abhacken als ein polizeiliches Meldewesen einzuführen. “Privacy” wird hier riesengroß geschrieben. Dadurch gibt es hier auch keine Personalausweise, keine Passpflicht und, soviel Logik sei erlaubt, auch kein zentrales Wählerregister.

Man weist sich hierzulande mit seinem Führerschein aus, von denen mancher keinen, andere sogar mehrere in diversen Staaten haben, warum auch immer. Oder aber durch die neunstellige “Social Security number”. Doch selbst diese ist mehr als fehler- oder soll ich schreiben manipulationsanfällig.

Dass an Wahlen herumgepfuscht wird, kennt man auch aus Deutschland. Eine meiner Cousinen in der Heimat arbeitet als Schwester in einer Pflegeeinrichtung. Da wird auch schon mal gerne reihenweise Briefwahl gemacht. Betreutes Wählen für demente Patienten. Wer da die Kreuze setzt, danach kräht kein Hahn.

Aber zurück hierher. Präsident Trump weiß um die atemberaubende Fehleranfälligkeit des amerikanischen Wahlsystems, auf das hier im Detail einzugehen jeden Rahmen sprengen würde. Und alles was er tut ist, solche sinistren Gestalten wie einem Podesta, einem Obama oder einer Pelosi und dem gesamten DNC (den Linken) eine Manipulation der Wahl zu seinen Ungunsten zu erschweren.

Dabei geht Präsident Trump sogar noch zögerlich und meiner Ansicht nach zu wenig radikal vor. Denn auch dieses Mal wird es wieder möglich sein, mehrfach abzustimmen. Dazu müssen sie nur junge flotte Menschen in geographisch klug ausgewählten Gebieten einsetzen, besonders dort, wo die Ballungsräume zweier Bundesstaaten eng beieinanderliegen. Trumps vornehmlich ländliche und ältere Wählerschaft ist dafür unbrauchbar.

Zudem hat der Präsident keinen Rasputin vom Schlage eines Podesta, der so etwas organsieren könnte. Dafür hat er zu viele kluge Köpfe gefeuert und die wenigen verbliebenen Schachspieler der Macht (Roger Stone, Steve Bannon etc.) sahen oder sehen sich derzeit relativ willkürlichen Verhaftungen und Gerichtsverfahren ausgesetzt. Wenn das keine Wahlmanipulation nach dem Rezept eines Podesta ist, was dann?

Von der Manipulierbarkeit der Briefwahlstimmen wollen wir besser schweigen. Es besteht also durchaus die Gefahr einer gefälschten Wahl! Aber sie geht nicht vom Weißen Haus aus, sondern von Trumps Gegnern. “Der Spiegel” sollte sich schämen.


Hinweis von Boris Reitschuster:

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine.


*Der Autor ist Deutscher und Hochschullehrer in den USA. Da er sich aufgrund von Auflagen seines Arbeitgebers zu politischen Fragen nicht öffentlich äußern darf, erscheint dieser Artikel unter Pseudonym und sein Bild verfremdet.


Bild: Pikrepo/bearbeitet/Reitschuster Text: Gast

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