Große Protestaktion: Bürger hängen Botschaften an über 60 Brücken auf der A9 "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf"

Ein Gastbeitrag von Gudrun Löwenzahn

Die Autobahn A9 war an diesem Montagmorgen für kurze Zeit die politischste Autobahn Deutschlands. Für die einen wahrscheinlich sehr interessant, für die anderen eher ärgerlich. Auf jeden Fall wurde dem Sekundenschlaf der Brummifahrer auf vorbildliche Weise entgegengewirkt.

Denn alle paar Kilometer hing ein Transparent an einer Brücke über der Autobahn. Schwarz auf weiß und professionell gedruckt waren da Sprüche zu lesen wie: „Seid ungehorsam!“, „Widerstand ist Bürgerpflicht“, „Letzte Ausfahrt vor der Diktatur!“ oder „Stürzt Merkel!“

Allein auf der A9 wurden in einer Nacht mehr als 60 Brücken in beiden Richtungen mit solchen Transparenten ausgestattet, vom Hermsdorfer Kreuz bis zum Dreieck Nuthetal. Weitere Botschaften fanden sich zur gleichen Zeit auf der A4, der A38 und auf dem Berliner Ring.

Dort hieß es dann beispielsweise: „Wenn Ihr aufsteht, ist der Spuk vorbei!“, „Es södert uns an!“ und „Deutschland. Retten. Jetzt.“ – eine kleine Anspielung auf den einstigen Bundeswehr-Slogan „Wir. Dienen. Deutschland.“

Bürger wollen ein Ende der Lockdown-Politik

Für die nächtliche Aktion hatten Menschen aus vier ostdeutschen Bundesländern zusammengearbeitet:

Bürgerinnen und Bürger, die nach eigenem Bekunden „der Zerstörung ihres Landes, der schleichenden Abschaffung der Demokratie und der Vernichtung von Millionen Existenzen durch die Lockdown-Politik nicht mehr länger zuschauen wollen“. Das habe ich aus Gesprächen mit einigen Beteiligten erfahren.

Die Polizei war sofort zur Stelle

Lange freuen konnten sich die Akteure allerdings nicht an ihren Werken. Einige der Transparente waren schon nach 30 Minuten entfernt, andere hingen noch drei, vier Stunden, dann waren alle weg. Die Spuren der Rebellion beseitigt.

Das hektische Tempo, mit dem die Polizei die aufsässigen Sprüche flächendeckend beseitigte, erinnert wahrscheinlich jeden, der in Ostdeutschland aufgewachsen ist, an die späte DDR. Genauso verbissen und herrisch wurde in den 80ern jedes Plakat, jedes Transparent, jede freie Meinungsäußerung sofort unterbunden – auch aus Angst, die Westmedien könnten davon Wind bekommen. Oder gar ein Bild.

Beklemmend, wie aktuell die Erinnerungen an die DDR-Zeit wieder sind.

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

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Gudrun Löwenzahn ist Autorin und schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Gudrun Löwenzahn
Text: Gast

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