Manchmal reichen zwei Zahlen aus, um einen zu schockieren. Wie diese beiden: In Berlin haben bei der Abgeordnetenhaus-Wahl am Sonntag von den Frauen unter 25 sage und schreibe 51 Prozent die „Linke“ gewählt, 33 Prozent die „Grünen“. Bei den Zahlen musste ich sofort daran denken, wie ich vor kurzem darüber geschrieben habe, dass ich junge Frauen oft abends gar nicht mehr aus dem Haus traue – aus Angst um ihre Sicherheit. Und vor allem aus Angst vor aggressiven Zuwanderern.
Nun wählen in der Hauptstadt mehr als vier von fünf jungen Frauen genau die Parteien, die genau dafür mitverantwortlich sind – und für unbegrenzte Zuwanderung aus tribalen Kulturen stehen, in denen westliche Frauen vielen als Freiwild gelten.
Ich musste sofort an den großen russischen Mathematiker und Philosophen Igor Schafarewitsch denken, dessen Buch 1975 unter dem Titel „Sozialismus als Phänomen der Weltgeschichte“ erschien und heute unter dem Titel „Der Todestrieb in der Geschichte“ verlegt wird (siehe hier).
Die Hauptthese des brillanten Denkers, der wusste, wovon er schrieb: Der Sozialismus und all seine Variationen sind ein Ausdruck eines kollektiven Todestriebs, angelehnt an Sigmund Freud, und ein Streben nach Selbstvernichtung.
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Die vier Grundkomponenten dessen, was Schafarewitsch zusammenfassend Sozialismus nennt und was er über Jahrtausende der Menschheitsgeschichte analysiert: die Zerstörung von vier grundlegenden Pfeilern der Gesellschaft – Privateigentum, Tradition, Familie und Religion.
Das klingt nach Geschichtsunterricht. Aber es ist keiner, leider. Es ist die Gebrauchsanweisung für das, was in Berlin gerade passiert.
Privateigentum: nicht als Aktie, sondern als Halt. Wer nichts Eigenes hat, hat nichts zu verteidigen. Enteignungsfantasien, der Staat als Supervermieter, das Pathos vom „Wohnraum gehört allen“ – das ist nicht Sozialromantik. Das ist die erste Säge am ersten Pfeiler. Tradition: Alles Gewachsene gilt als Makel, alles Importierte als Segen. Selbst dann, wenn das Importierte Frauen nach Einbruch der Dunkelheit zur Beute macht. Familie: verhandelbar, dekonstruierbar, bestenfalls ein Projekt, schlimmstenfalls ein Verdacht. Religion: ersetzt durch die neue Liturgie der Gesinnung, in der Zweifel Sünde ist und wer Ursache und Wirkung noch zusammendenkt, als Ketzer gilt.
Genau das meinte Schafarewitsch mit Todestrieb. Nicht das große Finale mit Fanfare. Das schleichende Absägen dessen, was eine Gesellschaft reproduziert. In saturierten Hochkulturen kommt noch etwas hinzu, das er in den Hungerreichen der Geschichte so nicht sehen konnte: Wohlstandsverwahrlosung. Wer nie leere Regale gesehen hat, nie Ersparnisse über Nacht zu Papier werden sah, nie den Instinkt brauchte, sich und die Seinen zu schützen, verlernt das Überleben. An seine Stelle tritt Haltung. Haltung braucht keine Kausalität. Haltung braucht ein Gefühl. Und Ideologie frisst Hirn.
Deshalb wählen in der Hauptstadt mehr als vier von fünf jungen Frauen genau die Parteien, deren Politik die Straßen unsicherer gemacht hat – und die unbegrenzte Zuwanderung aus Kulturen, in denen westliche Frauen als Freiwild gelten, nicht als Problem behandeln, sondern als Ausdruck überlegener Moral. Sie wählen nicht gegen ihre Angst. Sie wählen, weil ihnen beigebracht wurde, die Angst nicht mit der Politik zu verknüpfen, die sie erzeugt. Wer den Zusammenhang zwischen offenen Grenzen, tribalen Ehrkodizes und nächtlicher Unsicherheit nicht mehr denken darf, kreuzt am Ende das Kreuz dort, wo die Gefahr herkommt – und hält das für Emanzipation.
Selbstauflösung von unten
Die beiden Zahlen vom Sonntag sind deshalb kein Betriebsunfall der Statistik. Sie sind der Todestrieb an der Urne. 51 und 33 – nicht weil junge Frauen „links“ wären, sondern weil eine Gesellschaft im Wohlstand so weit verwahrlost ist, dass sie den Instinkt verloren hat, sich selbst zu erhalten.
Schafarewitsch hätte die Szene erkannt: nicht der Knüppel von oben, sondern die Selbstauflösung von unten, getragen von denen, die am meisten zu verlieren haben – und es nicht mehr merken.
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Hier geht es zum Buch – „Der Todestrieb in der Geschichte“ von Igor R. Schafarewitsch
Hier mein Video zu einem verwandten Thema: „Die Linken basteln sich dreist ihr Wahlvolk — ich habe es in Berlin selbst erlebt.“
Bild: Symbolbild/KI/Grok
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