Mann vergewaltigt Esel im Streichelzoo   Zwei weitere Versuche an zwei weiteren Eseln scheiterten 

Sie werden immer häufiger, die Momente, in denen man als Journalist an seine Grenzen stößt. Wie bei der Nachricht, um die es heute geht. Einerseits muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mir mehrere spontane Lacher nicht verbergen konnte, als ich die Original-Quelle las. Andererseits ist die Sache aber gleichzeitig todernst und traurig. Wie soll man als Journalist damit umgehen? Ist bei so einem Thema eine ironische Glosse zulässig? Oder muss die Nachricht tierernst heruntergeschrieben werden (Wobei schon das Wort „tierernst“ ja eigentlich gar nicht geht in diesem Zusammenhang).

Den Kern der Nachricht kennen Sie aus der Überschrift und aus dem Vorspann. Die „Dresdner Neueste Nachrichten“ (DNN) schreiben: „Ein unbekannter Mann hat sich am vergangenen Wochenende sexuell an den Eseln im ‚Eselnest‘ auf der Eisenberger Straße vergangen. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, soll der Mann mit einem der Tiere Geschlechtsverkehr gehabt und es bei zwei weiteren versucht haben. Die Esel blieben laut ersten Ermittlungen unverletzt.“

Ob die zwei missglückten Versuche am Widerstand der Opfer scheiterten, geht aus dem Bericht nicht hervor. Dafür ist dort zu lesen, dass der Täter – möglicherweise im Eifer des Gefechts – eine Scheibe an einem Bauwagen zerbrach, wobei ein Sachschaden von 200 Euro entstand. Wie die Polizei zu dem Schluss kommt, dass die Beschädigung vom Täter stammt und nicht von den Eseln bei ihrem Widerstand?

Mein Lesetipp

Die Tat erfolgte zwischen 4.00 und 4.30 Uhr. Weitere Informationen zu Tat und aktuellem Ermittlungsstand behält die Polizei für sich – es „handele sich um Täterwissen, das aus ermittlungstaktischen Gründen nicht herausgegeben wird“, erklärte ein Polizeisprecher laut DNN. So bleibt auch unklar, wie die nächtliche Tat ans Licht kam. Möglicherweise filmte eine Überwachungskamera den Einstieg.

Die Behörde ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Das „Eselnest“ hatte Anzeige wegen des Vorfalls erstattet. Auf Anfrage der DNN wollte die Projektleitung des Abenteuerspielplatzes sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Ob die Projektleitung Angst hat, dass Berichte über den Vorfall zu Gerüchten über die mögliche Herkunft des Täters führen, ist unklar. So wenig sich in dieser Hinsicht irgendwelche zuverlässigen Aussagen machen lassen, so eindeutig wird mancher hier seine Gedanken in eine bestimmte Richtung lenken. Aber solche Gedanken offen auszusprechen wäre heute schon Ketzerei und möglicherweise auch eine Straftat.

Tataufnahme mit der Wärmebildkamera

Dabei ist der Esel-Vergewaltiger nicht allein: Erst Anfang August berichtete die „Bild“, dass ein Unbekannter sich in Idstein offenbar an einem Pferd vergangen hat. Das berichtet die Bild-Zeitung. Eine Wärmebild-Kamera erfasste die nächtliche Tat auf einer Pferde-Koppel; der Täter war mit dem Fahrrad gekommen. Und nutzte sogar eine Aufstiegshilfe.

Mit der unfreiwillig komischen Überschrift „Pferde vergewaltigt – Polizei sucht Betroffene in der Region“ berichtete die WAZ im März über einen ähnlichen Fall in Dortmund. Die Zeitung schreibt weiter: „Hat er sich auch an Pferden in Dortmunds Nachbarstädten sexuell vergangen?“

Im österreichischen St. Pölten stand im März ein 61-jähriger Kroate vor Gericht, weil er im November 2022 ein trächtiges Schaf auf einer Wiese im Wienerwald vergewaltigt haben soll. „Haben Sie eine sexuelle Vorliebe für Esel oder Schafe?“, fragte der Staatsanwalt den durch Spermaspuren überführten Angeklagten laut „meinbezirk.at“. Der Mann hatte sich bereits 2019 an einem Esel und 2022 an Schafen vergangen. Das im November 2022 vergewaltigte Schaf hatte eine Fehlgeburt, welche die Züchterin auf die Verletzungen durch die Tat zurückführte.

Im Juni 2019 wurde in Korbach in Hessen eine Stute brutal auf einer Koppel vergewaltigt. Die Polizei fand später „Flüssigkeit“ und Gleitcreme, die Polizei stellte Spermaspuren sicher.

„Pferd wurde auf Koppel in Grömitz von Unbekanntem sexuell misshandelt“, schrieb im März 2022 das Hamburger Abendblatt.

Im Dezember 2021 vermeldete die „Ostthüringer Zeitung„: „Unbekannter soll in Gera Stute misshandelt haben.“

„Sodomie in Wien: Perverser (42) missbraucht Pferd auf Galopprennbahn“, schrieb im August 2020 das Portal „news.de„.

Der „Westfälische Anzeiger“ schrieb im Januar 2023: „28-Jähriger in Rinderstall festgenommen: Er verging sich jahrelang an Tieren.“ Weiter heißt es: „Nach mehreren Taten in den vergangenen Monaten ist es der Polizei jetzt gelungen, den aus Syrien stammenden Mann zu überführen.“ Bei der Festnahme in einem Rinderstall führte er einen Schemel mit.

Der „Antenna Unna“ war im März 2023 zu entnehmen: „Ein 28-jähriger ist in Kamen-Methler erneut wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgefallen. Er soll sich vergangene Woche Donnerstag an Pferden vergangenen haben. Bereits Mitte Januar hatte der Syrer Anzeigen kassiert, weil er sich unbefugt in einem Rinderstall im Kamener Ortsteil Methler aufhielt. Bei der anschließenden Vernehmung gestand der Mann, sich seit 2018 an mehreren Tieren auf Höfen in Kamen und Umgebung sexuell vergangen zu haben.“

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Ebenso ungeheuerlich wie all die Taten ist, dass sich keine zusammenfassenden Berichte darüber finden lassen – nur jeweils Schilderungen einzelner Taten. Dabei wäre es die ureigenste Aufgabe der Medien als Kontrollinstanz, jegliche derartigen Tendenzen zu ermitteln und zu benennen. Aber dazu ist das Thema offenbar zu heikel – und zu politisch unkorrekt.

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