Ministerpräsident will Bürgern Waschlappen aufbinden Grüner waschen mit Winfried Kretschmann

Offen gestanden kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern, wann mir zum letzten Mal jemand sagte, wie ich mich zu waschen habe. Es muss wohl meine Mutter gewesen sein. Umso mehr überraschte mich heute die Nachricht, dass kein anderer als der (Ex-?)Maoist und Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne) jetzt Tipps in Sachen Körperhygiene gibt: Man müsse nicht dauernd duschen, mahnte er jetzt in einem Interview mit der heimischen Südwest-Presse in Ulm: „Auch der Waschlappen ist eine brauchbare Erfindung.“

Doch damit hörten die Ratschläge nicht auf. „Ich habe ein Elektroauto, ich habe eine riesige Photovoltaikanlage auf dem Dach“, sagte Kretschmann weiter und brüstete sich, dass er seit 25 Jahren sein Wasser zu 70 Prozent solar erhitzt und eine Pelletheizung bestellt habe. Und nicht nur das: „Wir heizen in der Regel nur ein Zimmer.“ Es sei gesünder, „wenn man im Haus nicht überall die gleiche Temperatur hat“.

Nur beim Fleischkonsum habe er noch „Luft nach oben“, so der Grüne. Also der Wink mit dem Zaunpfahl an den Pöbel, eher auf Spätzle als auf Steak zu setzen.

Erhobener Zeigefinger

Früher habe ich die Grundidee der Demokratie so aufgefasst, dass die Bürger Politiker wählen, die dann ihre Interessen vertreten. Inzwischen habe ich den Eindruck, dass wir in einer Erziehungsrepublik leben. In der die Politiker im Schulterschluss mit den Medien versuchen, die Bürger, in denen sie offenbar ungehorsame, unbelehrbare und nicht „woke“ Kinder sehen, zu bevormunden und auf den Pfad der rotgrünen Tugend zu lotsen.

Schon in Sachen Corona trat der zunehmend senil wirkende Kretschmann als Bevormunder auf – und liebäugelte mit einer besonders umfassenden Überwachung. Seinen Innenminister Strobl ließ er die Bürger gar zur gegenseitigen Corona-Überwachung aufrufen – eine Art Appell zum Spitzeln. Die Maskenpflicht hob seine Regierung im März „nur unter Protest“ auf. Kretschmann appellierte an die Bürger, weiter Maske zu tragen.

Es wirkt fast so, als hätte Kretschmann seinen Maoismus nur zum Schein aufgegeben.

Was das Duschen angeht, ist der Landesvater mit seinem Hang, den Volkserzieher zu geben, nur einer von vielen. Sein grüner Parteifreund Robert Habeck, immerhin Bundeswirtschaftsminister, animierte das Wahlvolk, schneller zu duschen. Und er möchte Einzelhändlern verbieten, ihre Türen dauerhaft offenzuhalten. Auch das Beheizen privater Pools im Winter will er verbieten. In den Nachrichten ist regelmäßig von aktiven Bevormundungen zu lesen: Da wird Mietern das Warmwasser rationiert, Schwimmbäder werden geschlossen, warme Duschen abgeschaltet und die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Pommes-Sturm in der Twitter-Blase

IKEA geriet gerade in die Schlagzeilen, weil eine Filiale für den Klimaschutz auf Pommes „verzichtete“. Zumindest nannte sie das so. Denn faktisch zwang sie die Kunden zum Verzicht. Ich hätte nie gedacht, was für eine Welle ich mit meinem Tweet darüber auslösen würde – selbst der WDR, der Stern und der Berliner Kurier berichteten. Auf Twitter gab es massiven Hohn und Spott aus der „woken“ Blase. Die selbst ernannten Vorkämpfer für alles Gute glaubten tatsächlich, es ginge mir um Pommes. Prinzipien wie Eigenverantwortung, Abneigung gegen Bevormundung und Doppelmoral – um die es mir ging – kommen in ihrer Denkwelt offenbar nicht vor. 

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Genau das ist unser Problem: Dass es für viele Menschen in Deutschland inzwischen ganz selbstverständlich ist, bevormundet zu werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gouverneur in den USA oder ein russischer „Gubernator“ auf die Idee käme, den Bürgern Tipps zum Waschen und Duschen zu geben. Er würde intuitiv verstehen, dass er sich damit unmöglich macht.

Nicht so in Deutschland.

Wenn die Tendenz so weitergeht, können Sie demnächst wohl Anweisungen der Regierung in Sachen Stuhlgang erwarten. Oder zumindest Appelle, was die Häufigkeit der Klospülung angeht.

Ein Erziehungsstaat möchte seinen Bürgern überall über die Schulter schauen.

Mein Fazit: Ich rate allen, die keine Waschlappen sind, sich keinen Waschlappen aufbinden zu lassen.

David gegen Goliath
Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Bild: Shutterstock
Text: br

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