Menschenunwürdiges da capo: Besuchsverbote wegen Corona Immer mehr Kliniken berauben Kranke und Schwache wieder ihrer sozialen Kontakte

Von Daniel Weinmann

Die Herbstwelle der Hysterie ist in vollem Gange. Genau 145.213 „Corona-Fälle“ wurden dem Robert-Koch-Institut an diesem Mittwoch gemeldet, zehn Prozent mehr als vor einer Woche. Der Sieben-Tage-Schnitt erreichte 107.268 und ist damit so hoch wie seit Ende April nicht mehr. Drei der 16 Bundesländer weisen momentan eine Inzidenz von über 1000 auf – trotz der zig millionenfach verbabreichten, als heilsbringend glorifizierten Impfungen.

Passend zur Panik: Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und den reichweitenstarken Medien ist in schönstem Corona-Neusprech von „Infektionen“ die Rede, die tatsächlich auf Tests beruhen, deren Aussagekraft gegen Null geht. Mit der rasant ansteigenden Zahl der Tests lässt sich die Zahl der angeblichen Ansteckungen nach Belieben in die Höhe treiben.

Gesundheitsminister Lauterbach frohlockt angesichts der staatlich verordneten Willkür. Schließlich warnte er seit Monaten vor dem ach so gefährlichen Corona-Herbst. Es brauche wieder Masken im Innenraum, fordert der nimmermüde Pandemie-Apokalyptiker: „Wenn die Länder sich jetzt einigen könnten, wann der optimale Zeitpunkt ist, wäre das natürlich toll.“

Ausnahmen nur bei kritisch Erkrankten und Sterbenden

Einige Kliniken seien an der Belastungsgrenze, weiß der SPD-Gesundheitsexperte – was geistig einfach gestrickte Naturen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. In den Städtischen Krankenhäusern in Rodalben und Pirmasens etwa gilt seit diesem Mittwoch ein Besuchsverbot. „Innerhalb der letzten zehn Tage hat die Inzidenz der an Covid-19 erkrankten Bürger sowie die Zahl der in unserem Haus zu behandelnden Patienten drastisch zugenommen“, begründet Krankenhaus-Geschäftsführer Martin Forster diese Maßnahme in vorbildlicher Lauterbach-Ergebenheit.

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Gnädigerweise gewährt er Ausnahmen für den Besuch von kritisch Erkrankten und Sterbenden, die Begleitung von Geburten und den Besuch von Kindern auf der Kinderstation. Doch dafür müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: So muss vor dem Besuch die Zustimmung des behandelnden Stationsarztes eingeholt werden, in zeitlich dringenden Fällen muss auch die pflegerische Schichtleitung auf Station oder die diensthabende Hebamme im Kreißsaal grünes Licht geben.

Zudem gelten verschärfte Regeln. Patienten dürfen täglich höchstens einen Besucher empfangen. Bei kritisch Erkrankten und Sterbenden, man höre und staune ob dieses Erbarmens, sind aber – selbstredend nur nach Rücksprache – Ausnahmen möglich.

»In Frankreich hat man es wenigstens bedauert, dass man die Menschlichkeit vergessen hat«

Als wäre dies nicht genug, muss darüber hinaus ein gültiger, negativer Coronatest vorgelegt und während des gesamten Besuchs eine FFP2-Maske getragen werden. Der Besuch der Kantine ist nur kurzfristig erlaubt, um möglichst schnell Getränke oder Essen zu kaufen. Ein weiterer Aufenthalt für den Verzehr ist aber tabu und allein den Mitarbeitern vorbehalten.

Die in der Pfalz gelegenen Städte Rodalben und Pirmasens sind nur zwei Vorreiter, denen weitere folgen werden bzw. bereits gefolgt sind. Auch das Nardini-Klinikum mit seinen Standorten in Zweibrücken und Landstuhl hatte erst kürzlich wieder ein Besuchsverbot verhängt.

„Was den alten und kranken Menschen angetan wird, ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben“, twittert eine Betroffene. Ihr Schwiegervater lag nach seinem zweiten Schlaganfall sieben Wochen im Krankenhaus und seine Frau durfte ihn nicht einmal besuchen. „Mediziner sollten wissen, dass das für eine Genesung nicht hilft“. „In Frankreich hat man es wenigstens bedauert, dass man die Menschlichkeit vergessen hat“, schreibt ein weiterer User – und fügt hinzu: „In Deutschland macht man munter weiter.“

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Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

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