Mit Linken reden – nur mit Polizeischutz

Gespenstische Aktivisten: Ich habe versucht, mit linken Gegendemonstranten zu sprechen, die viele Medien als Demokratie-Garanten herstellen. Kein einziges Mal bekam ich eine Antwort auf meine Fragen – dafür brauchte ich am Ende den Schutz der Polizei.

Ansehen können Sie sich meine Video-Reportage hier.

Interessant auch: Weil sie 1,5 Meter Mindestabstand nicht einhielten, wurden in Berlin viele Corona-Demonstranten festgenommen, ich wurde selbst Zeuge mehrerer solcher „Inverwahrungsnahmen“ und habe sie auch gefilmt (anzusehen hier). Ich wurde bei den Gegendemos mehrfach von Antifa-Leuten absichtlich angerempelt, sie stellen sich vor mich mit Hautkontakt, um mich am Filmen zu hindern, und all das geschah vor den Augen der Polizei. Da griff sie aber nicht ein. Warum?

Nach dem Veröffentlichen meines neuen Videos ) schickte mir ein Leser einen unglaublichen Artikel aus der taz, der angeblich belegt, dass Antifa-Demonstranten mit der Polizei kooperieren, bezahlt sind – und laut den den Kollegen sogar mit Steuergeldern. Der Artikel ist erst nach einer Weile als Satire zu erkennen – ich muss offen gestehen, ich bin selbst darauf hereingefallen. Und das spricht Bände. Das, was man 2015 noch als Persiflage brache, scheint gar nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt. Und manchmal ist „Satire“ auch eine Möglichkeit, um Vorwürfe lächerlich zu machen, die in Wirklichkeit gar nicht so lächerlich sind.

Und erst kürzlich forderte die frühere Ministerin Renate Künast von den Grünen ja im Bundestag ganz offen, die Antifa müsse zuverlässiger finanziert werden: „Ich bin es leid, wie wir seit Jahren darum kämpfen, daß NGOs und Antifa-Gruppen, die sich engagieren, um ihr Geld ringen und nur von Jahr zu Jahr Arbeitsverträge abschließen können. Sie müssen eine verläßliche Finanzierung haben“, sagte sie im Bundestag. Damit räumt die Ex-Ministerin ein, dass die Antifa gefördert wird – aber halt noch um das „Geld ringen“ muss. Zitat der Ministerin aus einem Interview mit der „Zeit“: „Es geht auch um Prävention und zivile Organisationen wie Nichtregierungsorganisationen oder Antifa-Gruppen. Die müssen alle zusammen unterstützt werden – sonst breitet sich der Hass aus wie eine Epidemie.“P.S.: Ein Leser schrieb mit zu dem taz-Artikel: „Es dient nur der Vernebelung der Tatsache das es tatsächlich an anderer Stelle Belege gibt, das Gegendemonstranten bezahlt wurden. Sie sind nicht der Erste der auf diesen Text der taz verweist. Das dient am Ende nur dazu, jeden der das tut, zu diskreditieren.“


Bild: Boris Reitschuster

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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