„Partyszene“ in Berlin mit Vergewaltigung – Presse und Polizei schweigen

Wer in die Berliner Zeitungen und den Polizeibericht blickt, kann kaum Zweifel haben: Am Wochenende muss alles ruhig gewesen sein in der Hauptstadt. Zumindest für Berliner Verhältnisse. Auch am Flughafensee in Tegel. Die Berliner Morgenpost schreibt: „Bei der Hitze ziehen es viele Berliner vor, den Tag in einem der vielen Badeseen zu verbringen, um sich abzukühlen. Viele halten sich allerdings nicht an den vorgeschriebenen Abstand, vielmehr drängen sich die Badegäste dicht an dicht – so wie vergangenes Wochenende am Flughafensee. Von Vorsichtsmaßnahmen wegen des Coronavirus keine Spur. Das Ordnungsamt hat Mühe, jeden Einzelnen zu kontrollieren.“

Auch der Polizeibericht klingt nach Normalbetrieb am Wochenende. Keine Meldungen zum Flughafensee. Dafür wird von einem eskalierenden Nachbarschaftsstreit in Charlottenburg-Wilmersdorf berichtet, einer Radfahrerin, die durch eine geöffnete Autotür verletzt wurde und dem Brand eines Pritschenfahrzeuges.

Umso größer war meine Überraschung, als ich jetzt aus zuverlässigen Behördenkreisen erfuhr, was von Samstag auf Sonntag am Flughafensee passiert sein soll. Demnach kam es zu einer Vergewaltigung und mindestens einem Fall von sexueller Nötigung. Und nicht nur das. Der gesamte Uferbereich war demnach überfüllt, rund 1500 Menschen waren anwesend, unter Ignorieren der Abstands- und Hygieneregeln. Es handelte sich dabei vorwiegend um Menschen, die man heute in Deutschland „Partyszene“ nennt: der Quelle zufolge vor allem arabisch- und türkischstämmige Badegäste. Unter diese „Partyszene“, so hieß es, habe sich auch die örtliche „Clanszene“ gemischt. Eine explosive Mischung, wie sich herausstellte.

Als die Polizei anrückte, wurde sie den Angaben zufolge massiv attackiert, die Polizeiautos am Vorwärtskommen behindert. Es habe „absolutes Chaos“ geherrscht. Beamte seien mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Weil die Einsatzkräfte „in extremer Unterzahl“ waren, habe sich der Einsatzleiter schließlich entschieden, sie abrücken zu lassen. So die Angabe aus Behördenkreisen, die ich als sehr glaubwürdig einschätze.

Offenbar, so der böse Verdacht, sollten die Sexual-Delikte und die Übergriffe der „Partyszene“ gegen die Polizei verschleiert werden. Darüber herrscht nun wiederum behördenintern Unmut. Am nächsten Wochenende soll den Angaben zufolge verstärkt kontrolliert werden am Flughafensee. Dazu seien bereits Hundeführer und ein Hubschrauber sowie eine Einsatz-Hundertschaft angefordert worden.

Eine Presseanfrage an die Berliner Polizei ist gestellt, eine Antwort kam bisher nicht – seit dem frühen Freitag morgen herrscht Schweigen. Wenn eine Antwort kommt, wird sie nach Eintreffen hier ergänzt. Wäre die Quelle nicht so glaubwürdig und hätte es nicht in letzter Zeit öfter Fälle gegeben, in denen es die Führungsebene der Polizei bei bestimmten heiklen Themen nicht so genau nimmt mit ihrer Informationspflicht, würde man es nicht für möglich halten, dass so etwas tatsächlich geschieht, ohne publik zu werden.

In den vergangenen Wochen kam es in Stuttgart und Frankfurt sowie anderen Städten zu massiven Randalen und Aggressionen gegen die Polizei, bei denen junge Männer mit Migrationshintergrund eine große Rolle spielten. Dieser Umstand wurde durch die Beschreibung als „Party- und Eventszene“ verschleiert. Niederländische Zeitungen schrieben nach entsprechenden Ausschreitungen im belgischen Blankenberge Klartext, es war die Rede von „jungen Terroristen“ und von „polizeibekannten Nordafrikanern“. Deutsche Medien berichteten über die gleichen Ausschreitungen ohne Hinweis auf die Herkunft und Vorgeschichte der Randalierer.


Bild: Pxhere/Pixabay/bearbeitet/ReitschusterText: red

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