Spahn: „Wenn Sie sauer sein wollen, seien Sie sauer auf mich“ Minister warnt: "Wir können keine Wunder erwarten"

Ist das ein Schuldeingeständnis bezüglich des anfänglichen Impfdesasters? „Wenn Sie sauer sein wollen, weil es im ersten Anrufversuch nicht klappt, seien Sie im Zweifelsfall sauer auf mich“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitag auf der Bundespressekonferenz im Hinblick auf mögliche Probleme bei der Vergabe von Impfterminen in Arztpraxen.

„Die aktuellen Zahlen machen uns zuversichtlich, wir haben die ‘Zehn-Millionen-Marke‘ bei den Zweitimpfungen durchbrochen. Gestern ist erneut ein Prozent der Deutschen geimpft worden“, sagte Spahn: „Jetzt an Pfingsten werden es 40 Prozent sein, die mindestens einmal geimpft sind. Wenn wir eine Impfbereitschaft von 70 Prozent annehmen, und berücksichtigen, dass sich nur die über 18-Jährigen impfen lassen können, dann haben zwei Drittel der Impfwilligen eine Erstimpfung bekommen. Aber gleichzeitig heißt es, realistisch zu bleiben, wir können keine Wunder erwarten.“ Spahn fügte hinzu: „Dass wir nach jetzigem Stand noch vor dem Sommer jedem, der will, ein Impfangebot machen können, das hätte kaum jemand vor zwei Monaten erwartet. Deshalb bei allem Ärger beim Warten auf einen Termin: Es geht jetzt um Wochen und nicht um Monate.“

„Wir wollen das Impfen so einfach machen wie möglich, ‘Gelegenheit macht Impfung‘ ist das Motto für die nächsten Wochen“, so der CDU-Politiker: „Die dritte Welle ist gebrochen. Das haben wir gemeinsam geschafft.“ Dennoch appellierte Spahn: „Bleiben Sie vorsichtig, gerade jetzt. Infektionszahlen runter, Impfzahlen hoch. Wenn wir das schaffen, haben wir Aussicht auf einen guten Sommer.“

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, mahnte: „Diese Pandemie hat unsere Welt immer noch im Griff.“ 87.000 Menschen seien in Deutschland insgesamt verstorben. „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr, sehr viel erreicht“, so Wieler. „Bieten Sie dem Virus die Stirn, das haben wir jetzt monatelang gemacht, das müssen wir jetzt durchhalten, die letzten Wochen.“

„In der zweiten Hälfte des zweiten Quartals soll der digitale Impfpass eingeführt werden“, sagte Spahn. Das wäre in wenigen Wochen. Der Minister fügte hinzu: „Es läuft alles gut, es läuft alles intensiv.“ Aber auch mit dem gelben WHO-Impfausweis alter „Bauart“ dürfe es keine Probleme geben, der sei internationaler Standard, so der Christdemokrat: „Er ist nicht so praktisch, er ist aber kein Hindernis für Reisen. Ärzte und Apotheker prüfen täglich die Richtigkeit solcher Dokumente.“ Wer einen gefälschten Impfpass besitze, belüge sich selbst: Er habe dann ja keinen Impfschutz.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker informierte auf der Bundespressekonferenz darüber, wie sich in der Rhein-Metropole die Infektionszahlen in unterschiedlichen Stadtteilen unterscheiden. Untersuchungen hätten ergeben, dass sich das Virus vor allem in den ärmeren Vierteln der Stadt stärker ausgebreitet hat. Aus diesem Grund würden dort nun verstärkt Impfungen „vor der Haustür“ angeboten.

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Bild: Shutterstock
Text: br

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