Tagesschau: Mit „Verschwörungstheorie“ gegen Trump Gestern hui, heute pfui: Die erstaunliche Wendigkeit der ARD

Was denn nun, Kolleginnen und Kollegen von den öffentlich-rechtlichen Sendern und der Tagesschau? Sie müssen sich endlich mal entscheiden! Noch Ende Januar, als die Gefahr durch das Virus nicht mehr zu übersehen war, hieß es etwa in einem Beitrag bei „Quer“ im Bayerischen Fernsehen: Corona hochansteckend und gefährlich? Das sei Verschwörungstheorie und Panikmache! Das Virus sei weniger ansteckend als Grippe und Masern. Das besagte “Aufklärungsvideo” ist inzwischen bei dem Münchner Sender merkwürdigerweise nicht mehr abrufbar (dafür noch auf anderen Seiten, etwa hier). Wenig später war dann alles um hundertachtzig Grad gedreht. Seither sind die rechten Verschwörungstheoretiker diejenigen, die das Virus nicht für so gefährlich halten wie die halboffiziellen Virologen. Oder die Corona-Maßnahmen für überzogen halten.

Die Halbwertzeit, in der aus regierungsamtlicher und meist synchron öffentlich-rechtlicher Wahrheit eine Verschwörungstheorie wird und umgekehrt, war wohl noch nie so schnell wie in diesen verrückten Corona-Zeiten. Man könnte eine Maßeinheit einrichten: Ein „Corona-Wendehals“. Für die maximale Wendigkeit um die eigene Achse in minimaler Zeit.

Jetzt hat die Tagesschau in der ARD ein neues beeindruckendes Beispiel geliefert. Und der akribische Blogger „Argo Nerd“, legendär und äußerst findig bei solchen Widersprüchen, hat die Absurdität aufgedeckt. Noch am 9. März verbreitete die Nachrichtensendung des größten deutschen Fernsehkanals, von unser aller Gebühren finanziert, folgenden Tweet: „Verschwörungstheorien: Corona als Strafe Gottes“.

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Ein gutes halbes Jahr später dann hören Millionen Zuschauer der Tagesschau das, was sie gerade noch als Verschwörungstheorie abgetan hat, vor ihren Bildschirmen: „‘Der positive Covid-Test wirkt wie eine zynische Antwort der Natur auf seine bizarren Lügen und die endlose Irreführung.‘“ Die Meinung von Christiane Meier  zu Trumps Infektion mit dem #Coronavirus mitten im US-Wahlkampf.“

Der Zynismus in dem Kommentar erinnert an das DDR-Fernsehen. Erst heißt es, Schadenfreude sei nicht angebracht, und wer sich über den Niedergang der politischen Kultur beschwert, der sollte selbst ein Vorbild sein. Und ein paar Sätze weiter kommt genau diese Schadenfreude. Kaum verhohlen im Hinweis auf die „zynische Antwort der Natur“. Da fehlen einem nur noch die Worte, ob solcher Dreistigkeit und Selbstgerechtigkeit.

Im Besitz der ‘Wahrheit‘

Weiter wird dann der Eindruck erweckt, Trump sei an den Corona-Toten in den USA schuld. Die Geschichte zeigt: So viel Menschenverachtung wie in diesem Kommentar, den die Bürger mit ihren Gebühren finanzieren müssen, ist in der Regel nur dann möglich, wenn sich jemand im Besitz der „Wahrheit“ und als „Kämper für das Gute“ wähnt. Kein Hass und keine Hetze sind so gefährlich wie die, die im Namen der Bekämpfung von Hass und Hetze geschehen.

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Einziger Trost: Einige erheiternde Kommentare auf Twitter zu dem Machwerk – hier eine Kostprobe:

Staatsnahe Medien in Deutschland Wenn „Der positive Covid-Test wie eine zynische Antwort der Natur auf seine bizarren Lügen und die endlose Irreführung wirkt“, dann müßte die komplette Tagesschauredaktion von Corona befallen sein.

Ich weiß ja nicht ob er wirklich Covid hat oder ob es nur ein Schachzug ist, aber er hat auf jeden Fall erreicht, dass alle seine Gegner die Maske des Humanismus fallen lassen und ihre ganze Niedertracht und ihren Hass bloßgestellt haben.

Als Sonnenanbeter ist es die Strafe der Natur, als Christ eben die Strafe Gottes, entscheident ist, in beiden Fällen ist es eine Religion. Folglich wäre der Kommentar als „Wort zum Sonntag“ einzuordnen.

Nun ja, ich bin wahrlich kein Trump-Fan! Aber das, was die Kommentatorin von sich gegeben hat, kann man für sich in seinem tiefsten Inneren denken oder allenfalls den nächsten Angehörigen offenbaren, sollte man m.E. jedoch nicht im Öffentlich-Rechtlichen raus posaunen.

Die Natur bei dem einen, das Diktat beim anderen, der nichts dem Zufall überlässt, um die Rundfunkgebühr zu kassieren.
mvg
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Bild: Screenshot ARD/Tagesschau
Text: red

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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