Trotz Covid-19 „extrem wenig“ Atemwegserkrankungen – das sagt die Regierung dazu Antwort des Gesundheitsministeriums

Wie angekündigt fragte ich gerade auf der Bundespressekonferenz den Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Hanno Kautz, zu meinem Artikel von heute morgen: „Im aktuellen Influenza-Wochenbericht des RKI steht wörtlich, dass die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen unter den Werten der Vorsaison auf einem extrem niedrigen Wert ist. Gleichzeitig sagt das Robert-Koch-Institut, Covid-19 geht sehr oft mit Atemwegserkrankungen überein. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?“
Kautz antwortete: „Ich würde Sie bitten, sich mit dieser Frage ans RKI zu wenden.“
Ich fragte nach: „Also Sie können die Frage nicht beantworten?“
Kautz: „Ich habe doch gerade gesagt, Sie sollen sich ans RKI werten. Ich würde jetzt ungerne die Statistik des RKI oder die Auswertung des RKI kommentieren von dieser Stelle, ich glaube es ist besser, wenn Sie das RKI fragen!“

Das habe ich nun getan.

Bis heute Abend mache ich ein Video von der heutigen Bundespressekonferenz. Auch hier werde ich einen Beitrag über sie schreiben.

Und hier noch einen Auszug aus meinem Wochenbriefing, das Sie hier kostenlos abonnieren können:

Liebe Leserinnen und Leser,

wir leben in hysterischen Zeiten. Dieser Tage hat Elias Huber in einem Beitrag auf meiner Seiteüber zweierlei Maß bei der Umsetzung der Corona-Maßnahmen berichtet: Darüber, wie die Behörden schnell ein Auge zudrücken, wenn die Durchsetzung der Regeln schwierig wäre. Im konkreten Fall bei einer Beerdigung im Kreise einer großen Familie in Rain am Lech. Huber beschreibt alles akribisch, hat mit der Polizei gesprochen, mit Augenzeugen und der Familie. Am Schluss geht er dann noch darauf ein, dass es in den sozialen Medien Spekulationen über einen Migrationshintergrund gegeben habe, diese aber falsch seien:

Es handelt sich um eine deutsche Zirkusfamilie. Auf Facebook kommentierte ein Nutzer, den ich auch persönlich kenne, den Artikel wie folgt: „Das ist ziemlich widerlich, eine Seite lang Spekulationen über einen möglichen Migrationshintergrund der Familie Raum zu geben, um dann aufzuklären, dass es einen solchen Migrationshintergrund nicht gibt.“

Warum das hysterisch ist? Weil in dem ganzen Artikel eben mit keinem Wort über einen Migrationshintergrund spekuliert wurde. Die Spekulation hat sich in diesem Fall im Kopf des Kommentators abgespielt. Dafür den Autor anzufeinden, ja sogar zu schreiben, sein Verhalten sei widerlich, und ihm so durch die Blume Fremdenfeindlichkeit zu unterstellen – das kann ich nicht nachvollziehen. Aber leider ist es sehr typisch für diese Zeiten, in denen die Nerven allenthalben blank liegen.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!


Bild: sumroeng chinnapan/Shutterstock
Text: br


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