Twitter-Boykott: Diese Gruppen stecken dahinter Ehemalige Clinton- und Obama-Aktivisten sowie linke NGOs forcieren Kampagne

Von Daniel Weinmann

Er twittert gern, sagt der 265 Milliarden Dollar schwere Tausendsassa Elon Musk über sich selbst. Und das häufig auf der Toilette oder – wie er es nennt – von seinem „Porzellanthron“ aus. Nun hat der Gründer von Tesla und SpaceX den Mikrobloggingdienst übernommen. Dies birgt reichlich Zündstoff, denn wenn der mit Abstand reichste Mensch dieses Planeten die Kontrolle über eine der einflussreichsten Technologieplattformen der Welt übernimmt, lässt die Kritik nicht lange auf sich warten.

„Das Wichtigste, was man über Musk wissen muss, ist, dass er ein Troll ist. Wie alle Trolle legt er es darauf an, zu kränken und aus der Fassung zu bringen, allein mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Welt zu bekommen“, ätzt etwa „Der Freitag“. Auch andere linksorientierte Medien wie der „Spiegel“ („Wenn der Troll den Laden kauft“) und die „Zeit“ („Der Troll übernimmt“) verbreiten das Narrativ: Ein Reicher missbraucht seine Macht, um die Meinungsfreiheit nach eigenem Gusto zu definieren.

Viel massiver gehen 26 linksgerichtete Nichtregierungsorganisationen vor, zu deren Unterstützern neben dem milliardenschweren Finanzier George Soros auch ehemalige Clinton- und Obama-Aktivisten zählen: „Elon Musks Übernahme von Twitter wird unser Informations-Ökosystem weiter vergiften und eine direkte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit darstellen, insbesondere für diejenigen, die ohnehin schon am stärksten gefährdet und ausgegrenzt sind“, heißt es in dem Brief, der von diesen Organisationen unterzeichnet wurde.

'Sündenpfuhl von Falschinformationen'

Adressiert ist das Schreiben an Renommier-Marken wie Apple, Coca-Cola, Disney, Warner und Kraft – verbunden mit dem Aufruf zum Boykott der Plattform, um damit „Hate speech“ und „Desinformation“ zu verhindern. Wenn Musk die Kontrolle über Twitter übernehme, bedeute dies, dass Werbung auf der Plattform „das Risiko eingeht, mit einer Plattform assoziiert zu werden, die Extremismus, gesundheitliche Fehlinformationen und Verschwörungstheoretiker verbreitet“. Twitter riskiere, zu einem „Sündenpfuhl von Falschinformationen zu werden, die unser Informations-Ökosystem verschmutzen – in einer Zeit, in der das Vertrauen in Institutionen und Nachrichtenmedien bereits auf einem historischen Tiefstand ist.“

„Wer finanziert diese Organisationen, die Ihren Zugang zu Informationen kontrollieren wollen? Lasst uns nachforschen…“, twitterte Musk. Der Briefkopf des Briefes mit den Logos der drei Organisationen Accountable Tech, Media Matters for America und UltraViolet weist die Spur.

Hinter Accountable Tech verbirgt sich eine Organisation mit Sitz in Washington DC, die mit führenden Demokraten verbunden ist. Jesse Lehrich etwa, einer der Mitbegründer, war Sprecher der Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton. Zudem ist er der Neffe des ehemaligen Obama-Beraters David Axelrod.

Auch die Bundesregierung zählt zu den Unterstützern

Media Matters for America wurde von David Brock, einem politischen Aktivisten und Clinton-Unterstützer, gegründet. Die Website widmet sich eigenen Angaben zufolge „der umfassenden Überwachung, Analyse und Korrektur konservativer Fehlinformationen in den US-Medien“. 2017 wurde er vom Magazin „Politico“ als „Kampfhund der Demokraten“ bezeichnet.

Finanziert wird Media Matters von einer ganzen Reihe von Spendern, darunter die National Education Association – Amerikas größter Gewerkschaft, die Lehrer und anderes Schulpersonal vertritt – und mehreren jüdischen Gruppen, darunter die Combined Jewish Philanthropies of Greater Boston und die Community Foundation of the United Jewish Federation of San Diego.

UltraViolet wiederum ist eine feministische Bewegung, die sich „für den Kampf gegen Sexismus und die Schaffung einer integrativeren Welt einsetzt, in der alle Frauen korrekt dargestellt werden“. Unterzeichner des Briefes wie Access Now werden von der kanadischen und der europäischen Regierung sowie von George Soros, dem schwerreichen US-Investor und Gründer der Open Society Foundations, unterstützt.

Diese Stiftung unterstützt wiederum die unterzeichnende NGO Access Now. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Zu den Gönnern dieser Organisation zählen auch mehrere europäische Regierungen, darunter auch Deutschland, das über das Auswärtige Amt allein im vergangenen Jahr rund 700.000 Dollar für vier Projekte beigesteuert hat.

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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Sergei Elagin/Shutterstock
Text: dw

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