Warum härterer Lockdown, wenn die Todeszahlen sinken? Ketzerische Fragen zu einem Tabu-Thema

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Der Blick von außen ist immer besonders interessant. Auch wenn es nur halb von außen ist. Alfred Koch war früher Vize-Regierungschef von Russland. Heute lebt der Russlanddeutsche in Oberbayern. Die deutsche Corona-Politik verfolgt der promovierte Wirtschaftswissenschaftler kopfschüttelnd. Hier ein Gastbeitrag von ihm.


Von Alfred Koch

Die Grafiken für Deutschland, die ich unten anführe, (Grafik 1 – Anzahl der positiven Tests für Covid-19, Grafik 2 – Anzahl der Todesfälle durch Covid-19) zeigen, dass in der ersten Welle der Pandemie der Höhepunkt der Infektionen Anfang April auftrat und der Höhepunkt der Sterblichkeit Mitte April. Das heißt, der Abstand zwischen beiden betrug ungefähr zwei bis drei Wochen.

In der zweiten Welle war der Höhepunkt der Infektionen am 22. Dezember und der Höhepunkt der Mortalität am 10. Januar. Das heißt, die Lücke zwischen Infektion und Tod lag ebenfalls wieder bei etwa zwei bis drei Wochen (genauer gesagt bei 19 Tagen).

Und jetzt Achtung: Ab dem 14. Februar begann in Deutschland ein neuer Anstieg der Anzahl positiver Tests, d.h. es kam die sogenannte dritte Welle der Covid-19-Pandemie. Nach allen Regeln sollte nach der Zunahme der Anzahl positiver Tests in maximal drei Wochen (das heißt ab dem 7. März) eine Zunahme der Sterblichkeit begonnen haben. Aber die ist bis heute nicht zu beobachten: Die Sterblichkeit nimmt weiterhin reibungslos ab, als gäbe es keine dritte Welle.

Das heißt, seit drei Wochen entwickelt sich die Pandemie entgegen ihrer eigenen Regeln: Eine Zunahme der Anzahl positiver Tests geht nicht mit einer Zunahme der Mortalität mit einer Verzögerung von 20 Tagen einher. Wie kann das erklärt werden?

Meiner Meinung nach gibt es zwei Faktoren, die dies erklären. Erstens haben fast alle unabhängigen Analysten seit langem vorgeschlagen, den Indikator „Anzahl der Infizierten“ aufzugeben, da es sich dabei nicht um die Gesamtzahl der an diesem Tag infizierten Personen handelt (die kann nämlich nicht festgestellt werden ), sondern nur die Anzahl der positiven Tests, die an einem bestimmten Tag gemeldet wurde. Diese Anzahl der positiven Tests hängt wiederum von der Gesamtzahl der Tests ab.

Wenn Sie die Gesamtzahl der Tests pro Tag erhöhen, erhöht sich natürlich auch die Anzahl der positiven Tests. Dies bedeutet, dass Sie durch Anpassen der Gesamtzahl der Tests die formale Dynamik der Pandemie willkürlich festlegen können. Was dann aber nichts zu tun hat mit der Realität.

So haben die deutschen Behörden seit März die Anzahl der Tests stark erhöht und sofort die notwendige Dynamik erhalten, die sie als Grundlage für alle Entscheidungen zur Ausweitung des Lockdowns und aller damit verbundenen Korruptions-Geschäfte für Abgeordnete und Beamte verwendeten.

Zweitens sagen die Statistiken aus (wer will – kann es überprüfen), dass etwa 13 Millionen Menschen in der Altersklasse 70+ in Deutschland leben. Die gleiche Statistik besagt, dass 89% der Todesfälle durch COVID-19 in Deutschland zu dieser Altersgruppe gehören (nachzulesen hier).

Wie Sie wissen, wird der Impfstoff in Deutschland (mit einigen Ausnahmen) streng nach dem Alter verimpft; es wird bei den Ältesten begonnen, erst dann kommen die Jüngeren dran. Bis heute haben etwa 10 Millionen Menschen bereits mindestens eine Impfstoffdosis erhalten. Das heißt, fast alle, die der Altersklasse 70+ angehören.

Selbst wenn es tatsächlich zu einem Infektionsausbruch kommt (selbst wenn es kein so massiver ist, wie es die Panikmacher und interessierten Politiker und Beamten darstellen), trifft es auf jeden Fall die bereits geimpfte Alterskategorie. Und denen droht dann kaum noch etwas.

Der Kampf gegen die Infektion selbst (die aufgrund der erfolgten Impfung der Hochrisikogruppe nicht mehr als sonderlich tödlich angesehen werden kann) ist ziemlich absurd. Dann können wir auch gleich gegen Herpes oder Erkältungen mit Lockdowns ankämpfen. Umso mehr, als etwa 90 Prozent der Menschheit das Herpes-Virus in sich tragen …

Positive Tests pro Tag
Anzahl der täglichen Todesfälle
Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
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Alfred Reingoldowitsch Koch ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler und Russlanddeutscher. Unter Boris Jelzin war er Vize-Regierungschef und Leiter der Russischen Privatisierungsbehörde. Wladimir Putin kennt er noch aus gemeinsamen Petersburger Tagen. Später fiel er bei seinem alten Bekannten in Ungnade und musste ins Exil. Seit fast zehn Jahren lebt er in Oberbayern und ist inzwischen deutscher Staatsbürger. Er gilt heute als einer der bekanntesten Putin-Kritiker und hat allein auf Facebook ein Publikum von mehr als 140.000 Abonnenten.
Bild: Shutterstock (Symbolbild)
Text: gast

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