Wegen Polit-Erziehung? Netflix laufen die Kunden davon Abstimmung via Kreditkarte – Auch Aktienkurs stürzt ab

„Get Woke, Go Broke“ (werde „woke“ und gehe pleite): Nach seinem Angriff auf die Zensoren bei Twitter macht Tesla-Chef und Multimilliardär Elon Musk jetzt gegen den Streamingdienst Netflix mobil. Genauer gesagt, gegen die politische Korrektheit, die bei dem Spielfilm- und Serienportal herrscht. Der Virus des Woke-Sein, also der politischen Korrektheit, mache Netflix „unansehbar“, erklärte Musk jetzt in einer Reaktion auf die Nachricht, dass 200.000 Abonnenten im ersten Quartal 2022 das Portal verlassen haben. Und damit nicht genug – für das zweite Quartal 2022 erwartet das US-Unternehmen einen Verlust von zwei Millionen Abonnenten. Die ohnehin schon angeschlagene Aktie stürzte noch einmal um 20 Prozent ab.

Tatsächlich sieht sich Netflix offenbar als politischer Erzieher seiner Zuschauer und hält es für seine Aufgabe, diesen auch sexuelle bzw. gesellschaftliche Tendenzen näherzubringen. Ich hielt es erst für Satire, als ich unter einem Tweet zu den Aussagen von Musk auf Twitter einen Kommentar sah, in der ein Reklame-Bild für eine neue Netflix-Serie zu sehen war:

Die neue Serie gibt es aber wirklich, die Ankündigung ist keine Satire: „Er ist guter Hoffnung“, heißt sie. Und damit die Politische-Korrektheits-Quote zu 200 Prozent erfüllt ist, ist der Titeldarsteller nicht nur ein schwangerer Mann, sondern auch noch Asiate.

Demnächst soll auch eine Verfilmung des Buches „Antiracist Baby“ in einer animierten Kindershow erfolgen. Autor Ibram X. Kendi ist Verfechter der Critical Race Theory. Die geht von einem „strukturellen Rassismus“ aus; demnach soll Rassismus nicht eine Ausnahme sein, sondern die Norm, die tief in gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen verankert sein soll. Die Kindershow „Antiracist Baby“ soll „die jüngsten Leser und die Erwachsenen in ihrem Leben in das Konzept und die Kraft des Antirassismus einführen“.

Schon 2020 begann Netflix mit der Produktion einer Show über das Leben von Colin Kaepernick – dem ehemaligen Quarterback der San Francisco 49ers, der bekannt wurde, weil er während der Nationalhymne kniete, und später darauf hinwies, dass das Konzept der NFL, also der Nationalen Football-Liga, eine Ähnlichkeit mit Sklaverei aufweist.

Ebenfalls 2020 veröffentlichte Netflix „Cuties“: Einen französischen Film, der vorpubertäre Mädchen in sexuell provokativen Situationen zeigt. Netflix verteidigte den Film als „sozialen Kommentar gegen die Sexualisierung kleiner Kinder“.

Als im Rahmen von „Me too“ Vorwürfe gegen den Hauptdarsteller von „House of Cards“, Kevin Spacey, bekannt wurden, er sei in früheren Jahren gegen einen Minderjährigen übergriffig geworden, feuerte Netflix den Schauspieler – obwohl es aufgrund der Vorwürfe später nicht zu einer Verurteilung kam.

Als die #blacklivesmatter-Bewegung nach dem Tod von George Floyd in den USA Fahrt aufnahm, löschte Netflix die britische Sketchserie „Little Britain“. Unter anderem, weil es dort „Blackfacing“ gab – also weiße Schauspieler sich schwarze Gesichter schminkten.

Dabei ist nicht nur Netflix ganz stramm auf der Linie des „woken“ Zeitgeistes. Konkurrent HBO etwa löschte den Film-Klassiker „Vom Winde verweht“ während der Anti-Rassismus-Proteste in den USA. Als Begründung nannte ein HBO-Sprecher, der Film von 1939 zeige ethnische und rassistische Vorurteile.

Man kann nur hoffen, dass Multimilliardär Musk Recht behält und die Kunden die Anbieter dafür abstrafen, dass sie sie politisch erziehen wollen.

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Bild: Shutterstock
Text: br

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