Boy2Girl – Persönlichkeits-Störung als Bildungsauftrag? Das neue Lehrbuch als verordnete Identitäts-Irritation?

Ein Gastbeitrag von Iris Zukowski

Wir leben in einem System, das die Würde des Menschen und die Unantastbarkeit von Kindern offenbar nur scheinbar achtet. Woke Lehrbücher, die Trugbilder des Menschseins vermitteln, können bei unserem Nachwuchs Selbstzweifel säen und sie mit Selbstentfremdung vergiften. Warum sollten Kinder angeregt werden, sich die Frage zu stellen, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind – mit der Option, dass sie ihr Geschlecht wechseln können, falls sie sich nicht sicher sind?

Im Schatten von Krieg und Energiepolitik wird, trotz unser aller Wissen um die Natur unseres Geschlechts, zunehmend eine Illusion des Menschseins in die Gehirne von Kindern gepflanzt.

Eltern sind in unserer Zeit gefordert, den Weg ihrer Kinder durch das Bildungssystem und auf Social-Media zu begleiten, um sie vor falschen Ideologien und Versprechungen zu schützen.

Boy2Girl-Buch

Eines dieser neuartigen Lehrbücher ist „BOY2GIRL“. Im Zentrum der Story, die eine Abfolge von emotionslosen Situations- und Personenbeschreibungen ist, steht der 13-jährige Sam, der als Mutprobe an der neuen Schule als Mädchen auftritt. Aus dem „Unfall in menschlicher Gestalt“ wird das beliebteste Mädchen – was merkwürdig ist, da Kinder bemerken würden, ob sich ein Junge als Mädchen verkleidet. Auch der neuen Pflegemutter gefällt die Wandlung zum süßen Mädchen. Sie macht Sam die Haare und entfernt ihm den Bartflaum.

Der Schwindel fliegt jedoch auf, weil der Stimmbruch einsetzt. Die Charaktere werden oberflächlich gezeichnet, wie der cholerische Crash, der alles bekommt, was er will – oder Ottoleen, die als Oben ohne-Kellnerin Crash kennenlernt. Für Kinder geben die fragmentarischen Darstellungen dennoch jede Menge Denkstoff. Sie werden auch angeregt, die Natur von Junge und Mädchen und die Identifikation mit dem eigenen Geschlecht zu hinterfragen, was Lehrer vertiefen können, indem sie im Unterricht mit den Schülern diskutieren, ob Sam Hormonblocker nehmen sollte – denn das Mädchensein hat ihm soviel Spaß und viele neue Freunde gebracht. „Als Mädchen bist du anders. Kannst Dinge tun, die du als Typ nie tun könntest. Das macht schon Spaß, manchmal. Ist das ein Problem für dich, Alter?“

 

Die Urbilder und Grundwerte des Menschseins werden negiert

Unsere Hirnstrukturen entwickeln sich auf den Grundpfeilern von Archetypen, die allen Menschen innewohnen – auf einem inneren Wissen, das wir nicht erlernen müssen. Im Unbewussten sind die Archetypen von Mann und Frau ebenso wie das Wissen um Gut und Böse als genetische Mitgift angelegt, die es uns ermöglicht, von klein auf in typisch menschlicher Weise, das Leben zu erfassen und zu erfahren. Werden diese uns immanenten Wahrheiten in der frühen Kindheit in Abrede gestellt oder in Zweifel gezogen – und stellvertretend ein Trugbild als richtig etabliert, können schwere dissoziative Störungen und eine tief verankerte Selbstentfremdung ausgelöst werden.

Wird die naturgegebene Verankerung in den Grundstrukturen menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster von klein auf attackiert, löst es tiefenpsychologisch eine Dehumanisierung aus. Die Archetypen Anima und Animus – das weibliche und männliche Urbild nach C.G. Jung – dienen dem Menschen auch als ein unbewusstes Individuations-Fundament zum Aufbau der Strukturen des Ichs. Ohne dieses natürliche, menschentypische Fundament kann sich keine stabile Persönlichkeit entwickeln.

Ein Kind, das sich nicht mit seinem biologischen Geschlecht identifizieren kann, was 0,25 % aller Neugeboren betrifft, ist in seiner Identitätsbildung stark verunsichert, was sich in Depressionen, selbstverletzendes Verhalten oder suizidalen Gedanken ausdrücken kann. Durch die künstlich erschaffene und staatlich verordnete Identitätsirritation könnten diese Symptome bald alle Kinder betreffen. Stellt man das Geschlecht als freie Wahl dar, erschüttert das bei Kindern die Basis ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie werden sich mit der (verwirrenden) Frage beschäftigen, ob sie vielleicht im falschen Körper sind.

Die Natur ist intelligenter als es der Mensch je sein wird – mit allen Abweichungen, die aber nicht zur Norm gemacht werden dürfen, weil es die Ordnung des Lebens zerstören würde.

Das Bildungssystem wird überflutet von woken Lehrern, Erziehern, Pädagogen, Psychologen und Medizinern, die Kinder ab Krippe oder Kindergarten gemäß ihrer Ideologie formen können.

Kinder erleben während des Individuationsprozesses viele größere oder kleinere Krisen. Das ist ein natürlicher Entwicklungsprozess, an dem sie wachsen. Gelten sie als zu laut, zu burschikos oder als zu sensibel, stellen sie sich infrage. Unter dem Einfluss dieser Ideologie, kann die Ursache ihrer (Anpassungs-)Schwierigkeiten darin liegen, dass sie vielleicht doch kein Mädchen, sondern ein Junge sind und umgekehrt. Die Transgender-Politik bietet allen Kindern an, etwas anderes sein zu können, als sie sind und erweckt den Anschein, dass ein negatives Selbstbild und Unzufriedenheiten mit dem Körper, ein Hinweis sein könnten, im falschen Körper zu sein. Kinder, die eine Transition wollen, erfahren vom toxischen System Unterstützung und Aufmerksamkeit. Automatisch werden sie zu Vorbilden für andere Kinder, die auch Aufmerksamkeit und etwas Besonderes sein wollen.

Eltern wissen, wie willensstark und penetrant Kinder sein können, wenn sie etwas unbedingt haben – oder sein – wollen. Doch Kinder können nicht ermessen, was die Angebote des Systems bewirken werden. Auf YouTube erscheinen viele neue Kanäle, in denen junge Betroffene über die Folgen der Fehlentscheidung ihrer Geschlechtsumwandlung sprechen – wie schmerzlich es ist, täglich mit dem deformierten Körper konfrontiert und zu einem Nichts geworden zu sein. „Wie kann ich mich selbst wieder lieben? Wie kann ich mich wieder mit mir selbst verbunden fühlen?“

Kleinkinder stellen sich nicht die Frage, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind – außer sie werden mit einer transidenten Disposition geboren – oder man belästigt sie immer wieder mit dieser Frage.

Transidente Kinder zeigen sich, sie brauchen keine Motivation und Anregungen von außen. Dass sie anders sind, bemerken sie selbst – zu allen Zeiten und in allen Kulturen. In unserer Gesellschaft lösen Homosexualität und Transsexualität schon lange kein Unverständnis mehr aus. Unsere Kinder bedürfen keiner woken Umerziehung, sondern eines staatliches Bildungssystems, das ihrer Stärkung dient und nicht ihrer Verunsicherung.

Warum wird ein illusionäres Menschenbild einer Ideologie in unsere Gesellschaft etabliert, das die kindliche Individuation zutiefst irritieren kann?

Die Botschaft, die Kindern von klein auf vermittelt werden sollte, um ihre Individuation zu fördern, ist: Ich bin ich! Mit diesem einfachen Satz können Kinder sich selbst so annehmen, wie sie sind – ob zurückhaltend oder laut, ob burschikos oder mädchenhaft und Verunsicherungen überwinden. Der Staat hingegen fördert ein Bildungssystem, das Kindern die Selbstsicherheit raubt – indem es durch die propagierte freie Wahl des Geschlechts ihre Selbstwahrnehmung zutiefst irritiert und ihnen völlig falsche Vorstellungen vom Menschsein implantiert.

Auf die Frage, ob diese Thematik im Unialltag präsent sei und warum, gab mir eine junge Studentin folgende Antwort: „Ja, ist es – und das liegt alles im Mittelalter begründet, weil die Leute da noch Männlein und Weiblein brauchten – das ist eine Ideologie, die hat die Kirche durchgesetzt. Das ist ein völlig veraltetes Weltbild – das muss man abschaffen, das ist schlecht! Wir wissen heute, dass das Geschlecht ein soziales Konstrukt ist.“

Wenn junge, intelligente Menschen nach zwei Semestern darauf eingeschworen werden können, dass „Männlein und Weiblein“ eine Ideologie aus dem Mittelalter sei und dass alles „Böse“ vom „weißen Mann“ kommen würde – dann ist es Zeit, aufmerksam zu werden. Wir haben es offenbar nicht mehr mit Rattenfängern des Mittelalters zu tun, sondern eher mit neuzeitlichen Seelenfängern, die ihre Ideologie zur Wahrheit der Menschheit machen und die neue Generation geistig formt.

Die Evolution des Menschen ist nicht abgeschlossen

Gemäß der natürlichen Ordnung entwickelt sich das menschliche Bewusstsein weiter. Wollte man die anstehende Evolution des Menschen auf höhere Bewusstseinsebenen unterbinden, wäre die frühe Kindheit der geeignete Zeitpunkt, um ein falsches Menschenbild geistig zu verankern, das zur gesellschaftlichen Leitlinie erklärt wird.

Wenn das, was selbstverständlich und menschlich ist, von klein auf negiert und infrage gestellt wird, können Kinder keine tragfähigen Identitäts-Säulen, kein Fundament für ihr Leben errichten. Sie werden sich ihrer selbst unsicher sein und durch den Raum der „unbegrenzten Möglichkeiten“ des toxischen Systems irren, um sich nur noch mehr zu verlieren. Ihr Bewusstsein wird sich nicht weiterentwickeln, sondern im seelischen Leid verengen und einen selbst entfremdeten Erwachsenen erzeugen. Dieser wird bereit sein, dem nächsten falschen Heilversprechen zu folgen, um seinem quälend defizitären Lebensgefühl zu entkommen: die endgültige Zerstörung seiner menschlichen Natur durch die Überführung in den Transhumanismus.

Die Vorbereitungen laufen, um die erste Generation der Cyborgs zu erschaffen und das Image des zukünftigen „KI-Erlösers“ als Menschenfreund zu etablieren, der die Technologien bereitstellen wird, verstörte, selbst entfremdete Seelen mit KI Programmen und dem Metaverse zu verbinden, um sie vom defizitären Menschsein zu „erlösen“ und zu „optimieren“.

„Transhumanisten gehen davon aus, dass die nächste Evolutionsstufe der Menschheit durch die Fusion mit Technologie erreicht wird….: an die Stelle des Menschen sollen Cyborgs treten. Die Wissenschaft tut ihr Bestes, um dieser Vision Wirklichkeit werden zu lassen.“ (Quelle hier.)

Es wird keine „Erlösung“ durch Technologie geben. Wir können uns nur selbst erlösen aus dem defizitären Lebensgefühl der Schein-Realität, indem wir Trugbilder als solche erkennen und unsere Kinder vor ihnen schützen.

Ein geschätzter Leser hat folgendes Zitat von Jimmy Hendrix geteilt: „Music doesn´t lie. If there is something to be changed in this world, then it can only happen through music.“ In diesem Sinne füge ich Musik an, von einem kanadischen Rapper, der ausspricht, was wir nicht erkennen sollen, obwohl es offensichtlich ist: Tom MacDonald – „The System“.

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Iris Zukowski – Diplom-Psychologin, Hypnotherapeutin und Sachbuchautorin: „Was uns heute unterhält, kann uns morgen töten.“ Ruhland Verlag 2017. Sie war einige Jahre Dozentin für Neuromarketing und ist seit 2018 SOS-Initiatorin zur Aufklärung über die weitreichenden Effekte von frei verfügbarer Pornografie.

Bild: Shutterstock

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