BR manipuliert Graphik für Masken-Stimmungsmache Propaganda mit Ihren Gebühren

Die Szene hatte etwas Surreales: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) forderte auf der Bundespressekonferenz am Freitag ein freiwilliges Maskentragen in Innenräumen und stellte eine neue Maskenpflicht in Aussicht – und er tat all das ohne Maske, während die Journalisten unten im Raum alle eine FFP2-Maske trugen. Freiwillig. Deutlicher kann die Absurdität der aktuellen Situation nicht mehr werden. Aus dem Saal kamen auch Forderungen, die Maßnahmen noch zu verschärfen – Journalisten als Antreiber der Regierung beim Drangsalieren der Bürger.

Innerhalb der Regierung ist der Maskenfanatismus von Lauterbach und seinen Claqueuren unter den Journalisten allerdings nicht unumstritten. Justizminister Marco Buschmann von der FDP widersprach den Wünschen Lauterbachs, die Menschen in Deutschland ab dem Herbst wieder „einzumasken“. Man solle doch erst mal die Evaluierung der Corona-Maßnahmen abwarten, so der Liberale.

So viel Bedächtigkeit kommt bei den Masken-Fanatikern nicht gut an. Etwa Frank Montgomery, der regelmäßig als Ärztepräsident vorgestellt wird, das aber gar nicht ist. Der Mediziner diffamierte alle, die kritische Fragen stellten in Sachen Masken, indem er ihnen unterstellte, es gehe ihnen „nicht um Medizin und Schutz der Menschen vor Krankheit, Leid und Tod“, sondern „ausschließlich um wirtschaftliche Interessen, verbrämt mit einem absoluten Freiheitsbegriff, der den Schutz vernachlässigt“.

Doch nicht nur Lautsprecher wie Montgomery machen Stimmung – was bei ihm immerhin Privatsache ist. Auch der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk, per Gesetz im Gegenzug für die Zwangsfinanzierung zu Ausgewogenheit und Sachlichkeit verpflichtet, lässt sich instrumentalisieren und betreibt Propaganda im Wortsinne, wie sie der Duden beschreibt:

Systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher o. ä. Ideen und Meinungen mit dem Ziel, das allgemeine Bewusstsein in bestimmter Weise zu beeinflussen

Das Programm BR24 des Bayerischen Rundfunks schreibt auf Twitter:

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„Einmal davon abgesehen, dass der Kommentar zu der Grafik alles andere als politisch neutral ist – und damit dem Auftrag des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk widerspricht“, schreibt TE: „Die Grafik ist auch alles andere als evidenzbasiert oder wissenschaftlich.“

Die Studie des Max-Planck-Insitute for Dynamics and Self-Organization, auf die sich die öffentlich-rechtlichen Journalisten beziehen, stammt vom Dezember 2021; beim Wissenschaftsmagazin PNAS wurde sie im Juni 2021 eingereicht. Das bedeutet: Sie kann sich nur auf die Delta-Variante oder frühere Varianten beziehen und ist somit nicht aktuell für Omikron, das heute vorherrscht.

„Die Studie hat dabei auch keine tatsächlichen Lebenssituationen oder Ausbreitungswege untersucht, sondern ist im Labor entstanden“, wie TE ausführt: „Grundlage ist dabei eine von den Physikern selbst konstruierte Modellierung für eine theoretische maximale Ansteckungsgefahr. Tatsächlich dürfte die Ansteckungsgefahr teils um bis zu das 100-fache geringer sein, das geben auch die Autoren der Studie selbst zu bedenken.“

In der Studie ist unter anderem zu lesen: „Aufgrund der Komplexität der Übertragung von Krankheiten in der Luft ist es jedoch schwierig, ihre Wirksamkeit zu quantifizieren, insbesondere bei Eins-zu-Eins-Exposition. Hier stellen wir das Konzept einer Obergrenze für die Eins-zu-Eins-Exposition gegenüber infektiösen menschlichen Atemwegspartikeln vor und wenden es auf SARS-CoV-2 an“.

Dieses Zitat macht deutlich: Dass der Bayerische Rundfunk hier Prozentsätze als „Angabe des Sars-Cov-2-Ansteckungsrisikos in Prozent“ angibt, führt die Leser massiv in die Irre. „Hier wird eine rein theoretische Modellierung zur einer realen Studienlage umgedichtet“, kritisiert TE: „Die Studie geht zudem von optimaler Tragweise der Masken aus – Studien belegen aber, dass die große Mehrheit in Deutschland FFP2-Masken grob falsch trägt.“

Eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit, sich bei wenigen Minuten in drei Metern Nähe anzustecken, wirkt unrealistisch. Auch Untersuchungen in tatsächlichen, realen Situationen bestätigen solche Zahlen nicht. Im Gegenteil: Untersuchungen, denen reale Bedingungen zugrunde legen, kommen zu dem Schluss, dass die Masken kaum Nutzen bringen. Etwa eine Studie der University of Louisville. Die nahm die Corona-Daten aus den USA bis Mitte 2021 in Gebieten unter die Lupe, in denen Maskenpflicht galt. Die Schlussfolgerung der Forscher aus Louisville: COVID-19 konnte durch eine Maskenpflicht nicht gebremst werden. Eine andere US-Studie zeigte, dass Masken an Schulen keinen Effekt haben. Dass sich Ergebnisse aus dem Labor nicht auf den Alltag übertragen lassen und die Maskenpflicht im Praxistest durchfalle, berichtete zudem sogar die sonst stramm auf Corona-Linie befindliche New York Times. Sie verwies auf den Widerspruch, dass Masken zwar funktionierten, aber eine Maskenpflicht eben nicht.

„Tatsächlich lässt sich weder in Deutschland noch im Vergleich der US-Bundesstaaten ein erheblicher positiver Effekt einer Maskenpflicht nachweisen – auch nicht, wenn sogar zum Tragen einer FFP2-Maske verpflichtet wurde“, schreibt TE. Die Reaktionen auf den BR24-Post sind entsprechend niederschmetternd. So schreibt etwa der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit in einem Kommentar: „Von seriöser Wissenschaftskommunikation erwarte ich etwas anderes… Alle zuständigen wissenschaftlichen Fachgesellschaften raten davon ab, FFP2 Masken verpflichtend auf Bevölkerungsebene zu verwenden.“

Der Datenwissenschaftler Daniel Haake führt aus: „Sie wissen, dass die Studie keine Real-Life-Untersuchung war, sondern eine Modellierung mit Annahmen? Das hat relativ wenig mit Evidenz zu tun. Zumal dort nach einigen Minuten 90% Infektionsrisiko angegeben wird, obwohl Haushaltsuntersuchungen mit engem Kontakt über Tage nur eine Übertragung auf 30 – 40% der anderen Haushaltsmitglieder kommen. Das widerspricht sich etwas.“

Das zutreffende Fazit von TE: „Es ist nicht der erste Fall, bei dem der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk versucht, mit extrem verkürzten und plakativen grafischen Darstellungen Stimmung für eine restriktive Corona-Politik zu machen (etwa hier). Einer evidenzbasierten Debatte ist dies sicherlich nicht dienlich.“

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Bild: Twitter/Screenshot/BR
Text: br

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