Bundeszentrale: Warum Linksextreme doch die Guten sind Unglaubliche Relativierung von Extremismus

Ständig ist in den Medien und in der Politik von einem „Rechtsruck“ die Rede. Die Methode hat etwas von „Haltet den Dieb!“ Denn je lauter der echte Dieb das schreit und in die andere Richtung zeigt, umso größer die Erfolgsaussicht beim Ablenken. Während ganz Deutschland gebannt nach rechts außen starrt – was ja auch prinzipiell richtig ist, denn Wachsamkeit gegenüber den Extremen ist immer gut – bleibt der linke Rand weit entfernt vom Fokus der Öffentlichkeit.

Da wird eine Ex-SED-Frau aus der Linken, deren radikale Gruppe in der Partei vom Verfassungsschutz beobachtet wird, mit den Stimmen der CDU in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfassungsrichterin gewählt. Da wird ein Ministerpräsident aus der umbenannten SED auf Anweisung der Kanzlerin geradezu ins Amt gehievt und dann von den Medien in der Mitte verortet, obwohl er schon mal Sympathie für Stalin erkennen ließ. Auf deutschen Straßen kann man seelenruhig mit Konterfeis von Stalin, Lenin und Mao demonstrieren gehen, selbst Symbole der verbotenen FDJ werden im Zweifelsfall toleriert.

Beim ARD-Nachwuchs sympathisieren 92 Prozent mit linken Parteien: 57,1 Prozent sind für die Grünen, 23,4 für „Die Linke“ (früher SED), 11,7 für die SPD. Bei einem Strategiekongress der „Linken“ in Kassel wird der Vorschlag gemacht, nach einer Revolution ein Prozent der Reichen zu erschießen. Kritiker gehen sogar so weit, dass sie sagen, die DDR habe die Wiedervereinigung gewonnen – lesen Sie hierzu die bemerkenswerte Artikelreihe von meinem Kollegen Alexander Fritsch auf meiner Seite (Teil 1 hier, Teil 2 hierTeil 3 hier).

Die Liste ließe sich gefühlt endlos fortsetzen. Ich will Sie nicht langweilen. Aber ich finde es nötig, Ihnen eine neue Ungeheuerlichkeit nicht vorzuenthalten. Die Bundeszentrale für Politische Bildung, die wichtigste Institution der Bundesregierung für politische Information, veröffentlicht einen Text über Linksextremismus, der es in sich hat: „Linksextremismus: Dahinter verbirgt sich eine Fülle von teilweise widersprüchlichen Positionen und Einstellungen. Im Unterschied zum Rechtsextremismus teilen sozialistische und kommunistische Bewegungen die liberalen Ideen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – interpretieren sie aber auf ihre Weise um. So will die extreme Linke durch revolutionäre Aktionen den Sturz des Kapitalismus herbeiführen, um dann die sozialistische Gesellschaftsordnung zu errichten.“

Linksextremismus, der „liberale Ideen“ teilt? Auf so etwas muss man erst mal kommen. Angesichts der blutigen Geschichte der linksextremen Diktaturen weltweit mit Abermillionen Toten.

Einziger Trost: Die Bundeszentrale hat den Artikel inzwischen umformuliert, das obige Zitat ist seit kurzem nur noch im Webarchiv zu finden. Es gibt auf der Seite auch einen Artikel, der wie folgt angekündigt wird: „Das Verhältnis der demokratischen Parteien zum Linksextremismus hat sich seit der Wiedervereinigung grundlegend gewandelt. Nicht überall wird er heute als Bedrohung wahrgenommen. Auch in der Bevölkerung sind die Einstellungen gegenüber der linksextremen Szene ambivalent. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Begriff ‘Linksextremismus‘ sowie vergleichende Analysen fristen noch immer ein Schattendasein.“

Wie wahr!

Sehen Sie hier mein aktuelles Video zur Ankündigung eines „totalen Lockdowns“, trotz einer Studie, die dessen Nutzen widerlegt.


 

 
Bild: Rido/Shutterstock (Symbolbild)
Text: br
 

 

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ich-bin-genervt
1 Monat zuvor

ich finde die vorgänge der letzten jahre so befremdlich, dass die zahnräder in meinem kopf nur so knirschen. Evtl.  kennt der eine oder andere den Spruch „hier herrschte schon zivilisation, während ihr noch auf den bäumen saßt und mit kacke geworfen habt“ Nun krieg ich die Bilder aus diesem Wald in Hessen nicht aus dem Kopf und frage mich, wer um Gottes Willen würde freiwillig mit solchen Leuten über eine Zukunft diskutieren? Kann es denn offensichtlicher sein, dass diese Zukunft eine Steinzeit wird. Aber diesmal OHNE Feuer? Kein Atomstrom. Gas, Kohle, Holz…alles was brennt pfui. Wasserkraft?1 Dämme bauen? pfui! solar? Zu energiehungrig! Windkraft? die armen Vögel! usw. usw.
Da graut es mir! Ich habe keine Lust im Leinenhemd im Dunklen zu sitzen. Plastikjacken? niemals! Wollpullis? die armen Schafe! Leder? geht gar nicht!
Ich würd echt gern erfahren, wie man solche Leute unterstützen kann?
Selbst eine Talibanregierung erscheint mir wie das silicon valley gegen diese leute.

Günter K. Schlamp
1 Monat zuvor

In dieser Behörde wird seit Jahren die DDR aufgehübscht. In Dossiers und anderen Publikationen wird ein „unbefangener Blick“ auf die DDR gefordert, soll die DDR neu gedacht werden. Mit Vorliebe werden Geisteswissenschaftler propagiert, die fordern, dass die DDR als Forschungsgegenstand „aus den polemischen Verkürzungen der tagespolitischen Auseinandersetzungen“ herausgelöst werden sollte. Der „Sozialismus in den Farben der DDR“ solle als eine „alternative Moderne“ verstanden werden. (Das sieht ja sogar die Linkspartei anders.)

Es liest sich, als ob die ehemaligen marxistischen Lehrstuhlinhaber der Humboldt-Universität eine neue Heimstätte gefunden haben.

Mario Rocko
1 Monat zuvor

@Dr. Rotkohl, nicht jeder ,, OSSI “ ist auch ein ROTER !!!! Und dann sollten Sie wissen, das OSTDEUTSCHLAND oder Das was es mal war, hinter der ODER – NEISSE – GRENZE, also im heutigen Polen liegt. Sie meinen sicher einen MITTELDEUTSCHEN ??? Aber auch da muß ich sagen, es waren auch nicht alle Mitteldeutschen ROTE.

 

Jasmin
1 Monat zuvor

Die sind, wen wundert es, ein durch und durch linker Verein. Interessant auch was sie unter Heimatliedern verstehen. Angeblich haben sie diese Lieder ausgesucht, um zu zeigen wie vielfältig das Land inzwischen ist. Deutsche (Eine ganz brisante Bezeichnung für bestimmte Menschen), ohne Migrationshintergrund, dürften diese Lieder gar nicht kennen, zumal von den 18 Liedern kein einziges auf deutsch ist.

 

epilog2021
1 Monat zuvor

Bundeszentrale für politische Bildung:

„Das Verhältnis der demokratischen Parteien zum Linksextremismus hat sich seit der Wiedervereinigung grundlegend gewandelt. Nicht überall wird er heute als Bedrohung wahrgenommen….“

So, so… bei dem Präsidenten der BpB Thomas Krüger verwundert mich das nicht, hat er doch von mir seinerzeit als Journalist vorgebrachte Themen stets ignoriert – so auch das Thema Zwangspsychiatrie in der DDR. Diese Leute stehen für Ignoranz und Bildungsferne und nicht für Aufklärung und politische Bildung.

Erhard Puttlitz
1 Monat zuvor

….wie hieß doch Erichs Lieblingsspruch ? Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs‘ noch Esel auf.Sie halten den nicht auf,sondern werden vor Merkels Karren gespannt, in Form von Schwarzvermummten.

Erhard Puttlitz
1 Monat zuvor

….demnach müssen sich Adenauer,Strauß,Brandt,Wehner und wie sie alle hießen,mächtig geirrt haben.

POLJARNIK
1 Monat zuvor

Die aktuell zu beobachtene „Staatstreue“ der Antifa bei den Corona- Maßnahmen entspringt meines Erachtens der „leninschen Denkweise“: Die linken Ideologen betrachten die gegenwärtige Situation als „vorrevolutionäre Phase“, die es mit allen Mitteln zu steigern gilt. Was danach folgerichtig kommt, kann sich jeder denken…

Bernhard John
1 Monat zuvor

Ich denke, wir müssen höllisch aufpassen, dass die US-Version des Begriffs „liberal“ nicht nach Deutschland importiert wird. Dort ist das ja der pure Etikettenschwindel. In den USA heißt „liberal“ nämlich eigentlich links, sozialistisch, kollektivistisch – und hat mit „unserem“ Begriff von Liberalitas, Freiheitlichkeit und Individualismus so gar nichts gemein.

Wie übrigens dort „demokratisch“ eigentlich sozialistisch und „progressiv“ in Wirklichkeit rückschrittlich bedeutet.

Andreas
1 Monat zuvor

Der Sozialismus/Kommunismus hat weltweit ca. 100 Millionen Menschen ermordet. Der Menschheitsverbrecher Adolf Hitler kann dagegen kaum ankommen. Jedem der Marx, Engels und die DDR verharmlost teile ich das unverblümt mit. Jede Verharmlosung verbietet sich eigentlich, aber die Stasi hatte den Westen (SPD, Grüne, Friedens- und Umweltbewegung) gut unterwandert und jetzt sitzt sie sogar im Kanzleramt.