Café Mohrenkopf in Ingolstadt soll Namen ändern Wegen angeblichem Rassismus

Von Kai Rebmann

Die größtenteils völlig willkürlich verhängten Corona-Maßnahmen haben zahlreiche Gastronomen in ganz Deutschland im Laufe der vergangenen beiden Jahre an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz gebracht. In nicht wenigen Fällen auch darüber hinaus. Mit jedem Bistro, jedem Hotel und jedem Restaurant, das diese schwierige Zeit überlebt hat, wurden auch unzählige Arbeitsplätze gerettet. Zu diesen Gastronomiebetrieben gehört auch das Café Mohrenkopf in Ingolstadt. Doch anstatt sich über die Rückkehr in den „Normalbetrieb“ freuen zu können, muss sich der Betreiber dieses in der südlichen Altstadt nur einen Steinwurf von der Donau entfernt gelegenen Cafés mit haltlosen Vorwürfen aus den Reihen der linksgrünen Blase auseinandersetzen. Die von ihrem eigenen Leben offenbar gelangweilten „Gutmenschen“ sehen in dem Namen ein Zeichen für strukturellen Rassismus und einer nie durchgeführten Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte.

In letzter Zeit haben die vor allem im Schutz der Anonymität des Internets vorgetragenen Anschuldigungen offenbar ein derartiges Ausmaß angenommen, dass sich die Geschäftsleitung des Cafés nun zum Handeln gezwungen sah. Der Mohrenkopf-Chef äußerte sich via Facebook wie folgt: „In letzter Zeit häufen sich negative Bewertungen auf Google und zwar fast ausschließlich weil wir Café Mohrenkopf heißen! Damit wird die Arbeit, die wir täglich leisten schlecht gemacht, obwohl diejenigen nicht vor Ort waren, sondern nur was gegen den Namen haben. Echt jetzt? Das nervt mich. Und zwar gewaltig!!! Die Mädels und Jungs bei uns leisten mega tolle Arbeit, reißen sich den Allerwertesten fürs Café und unsere Gäste auf, putzen, kochen, servieren, halten das Café am Laufen, und dabei sind sie alle zusammen immer noch gut drauf. Und diese Leistung wird von Einigen, die NIE im Café waren schlecht bewertet, weil der Name unangebracht ist. Richtet diese negativen Dinge doch lieber an mich, schließlich bin ich der Böse und nicht meine Mitarbeiter. Und zum Xten Mal: DER NAME BLEIBT!!!! P.S. Wenn wirklich was auszusetzen ist, dann stehe ich auch dazu. Lasst es uns wissen und wir machen es besser.“

Blinder Vernichtungswille als Motiv

Wer die Gastronomie kennt, der weiß wie hart dieser Job auch ohne Corona-Willkür und linke Hetzer ist. Man kann vor der Standhaftigkeit der Geschäftsleitung des Café Mohrenkopf daher nur den Hut ziehen. Die Hass-Attacken gegen das vor allem für ihre Pastagerichte, Salatvariationen und Desserts bekannte Lokal in Ingolstadt sind leider kein Einzelfall. Bereits im Sommer 2020 arbeiteten sich die Vertreter der linksgrünen Wokeness am „Café Mohrenköpfle“ in Ludwigsburg und dem traditionsreichen Hotel „Drei Mohren“ in Augsburg ab. Im letztgenannten Fall mit Erfolg, da der Geschäftsführer schließlich einknickte und das seit mehr als 500 Jahren bestehende Haus in „Maximilian’s Hotel“ umbenannte. Lesen Sie hier mehr über den historischen Hintergrund des Hotels „Drei Mohren“ und Sie werden feststellen, dass sich dahinter genau das Gegenteil von dem verbirgt, was der Geschäftsleitung vorgeworfen wurde.

Die weit überwiegend positiven Bewertungen sowie die begeisterten Kommentare auf der Facebook-Seite des beliebten Cafés in Ingolstadt sprechen dafür, dass Begriffe wie „Mohrenkopf“ von einer überwiegenden Mehrheit der Deutschen weder als rassistisch empfunden noch in einer sonstigen Weise als problematisch eingeschätzt werden. Zum Verdruss der selbsternannten „Weltretter“ fühlen sich davon oft nicht einmal dunkelhäutige Mitbürger diskriminiert, ganz im Gegenteil. In Kiel betreibt der aus Nigeria stammende Gastwirt Andrew Onuegbu das Restaurant „Zum Mohrenkopf“. Auch er wurde im Sommer 2020 aufgefordert, seinem Lokal gefälligst einen neuen Namen zu geben. Im Klartext: Dem dunkelhäutigen Gastronomen wurde Rassismus gegen Schwarze vorgeworfen.

„Die Diskussion beruht auf Unwissenheit und falschen Forderungen“

Aus Sicht der linksgrünen Ideologen dürfte es tatsächlich schwere Kost gewesen sein, die der Afrikaner seinen Kritikern damals auftischte. Zu den Beweggründen für die Namenswahl seines Restaurants sagte Onuegbu den Kieler Nachrichten im August 2020: „Der Mohrenkopf war im Mittelalter eine Auszeichnung für gutes Essen.“ Der Begriff sei also nicht rassistisch behaftet, sondern das Gegenteil sei der Fall. „Mohren sind als gute Köche und Mediziner bekannt“, ergänzte der Gastwirt nicht ohne Stolz.

Als Dessert servierte Onuegbu den Bewohnern der woken Blase noch einige gut gemeinte Ratschläge. „Die Diskussion gegen Rassismus wird am falschen Ende geführt und beruht auf Unwissenheit und falschen Forderungen“, erklärte der Mohrenkopf-Wirt. Er warnte Schwarze ausdrücklich davor, ständig die Opferrolle einzunehmen und überall Diskriminierungen und Benachteiligungen zu sehen. An die Adresse seiner Kritiker sagte Onuegbu: „Ich möchte als Schwarzer nicht erklärt bekommen, wann meine Gefühle verletzt werden. Das ist auch eine Form von Rassismus.“

Die hier genannten Beispiele aus Ingolstadt, Augsburg, Ludwigsburg und Kiel zeigen überdeutlich, dass es bei derartigen Debatten um vermeintlich rassistische Bezeichnungen nicht in erster Linie um sachliche Kritik geht. Es geht vielmehr um die pauschale Vorverurteilung und Diffamierung von fleißigen und erfolgreichen „Kapitalisten“, die sich bei der Namensgebung für ihre Gaststätte durchaus Gedanken gemacht haben oder, wie im Beispiel aus Augsburg, einen seit Jahrhunderten etablierten Namen schlicht beibehalten haben. Angeblicher Rassismus oder eine vermeintliche Verharmlosung der deutschen Kolonialgeschichte haben in allen diesen Fällen nicht die geringste Rolle gespielt.

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Shutterstock
Text: kr

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