Corona-Gesinnungs-Druck: Zeitungs-Chefredakteur platzt der Kragen Eindrucksvoller, mutiger Appell für Meinungsfreiheit

Überall nur noch Haltungsjournalismus, mit Ideologie und Belehrung? Nein, es gibt ihn noch, den echten Journalismus. Selbst bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Sehen Sie sich nur die Fragen an, die gestern Stefan Stuchlik vom WDR in der Bundespressekonferenz stellte (hier das Video); Stuchlik kenne und schätze ich seit vielen Jahren – wir kennen uns noch aus Moskauer Zeiten. Bei aller Kritik an den öffentlich-rechtlichen Sendern, die ich oft und gerne übe – man muss auch mal das Positive sehen! Und auch bei den Privaten gibt es Kollegen, die mutig gegen den Strom schwimmen, wie RTL West-Chef Jörg Zajonc (siehe hier).

Und jetzt das! Ein unglaublicher Artikel in einer Regionalzeitung, die schon seit einiger Zeit dadurch auffällt, dass sie in Sachen Corona-Politik Journalismus betreibt, wie ich ihn mir vorstelle. Dass sie Kritiker zu Wort kommen lässt, und dabei kein „Framing“ betreibt: Der Nordkurier in Neubrandenburg. Und genau dafür kam die mutige Regionalzeitung nun unter Beschuss. Und wie sie reagierte, spricht für sich – und macht mich regelrecht stolz, solche Kollegen zu haben, noch dazu an vorderster Front. Chefredakteur Jürgen Mladek schrieb einen Artikel unter der Überschrift: „Der Nordkurier erscheint weiter ohne Haltungs-Disclaimer“. Der Vorspann: „Der Nordkurier soll seine Textchefin rauswerfen, fordert der Haltungsadel auf Twitter. Chefredakteur Jürgen Mladek erklärt, warum das nicht geschehen wird.“

Weiter heißt es in dem Beitrag, den ganz zu lesen ich Ihnen wärmstens ans Herz lege: „Aktuell wünschen sich in sozialen Netzwerken – vor allem bei Twitter – allerhand Menschen, die für sich reklamieren, Journalist*Innen oder anderweitig mit besonderem Durchblick ausgestattet zu sein, das Ende des Nordkurier und dessen Chefredakteurs allgemein und speziell die umgehende Kaltstellung der Textchefin Simone Schamann. Sie tun das öffentlich auf Twitter und hinterrücks durch „Meldung” beim Arbeitgeber. Diese Existenzvernichtungsphantasien haben ihren Ursprung in einer Reihe von Veröffentlichungen, in denen die geschätzte Kollegin Schamann die Argumente und Forderungen von Kritikern der Corona-Maßnahmen – darunter auch Querdenker – unvoreingenommen thematisiert.“

Weiter schreibt Mladek über seine Textchefin und ihre Berichterstattung über Corona-Kritiker: „Sie tut das, indem sie diesen Menschen zuhört und dann deren Standpunkt beschreibt. Das würde man ihr vielleicht noch verzeihen. Sie berichtet dann aber auch noch – und daran entzündet sich die Kritik, die durchsetzt ist mit Hass und Häme – ohne den für viele Medien offenbar unverzichtbar gewordenen Haltungs-Disclaimer. Man findet kaum Beiträge über Kritiker der Regierungsmaßnahmen, die nicht tugendhaft signalisieren, dass die Maßnahmenkritiker für diese Journalierenden allesamt und selbstredend komplett verschwurbelte rechte Irre sind. Frau Schamann verstößt damit gegen einen in den entsprechenden Kreisen herrschenden Common Sense, der Zweifel an der jeweiligen Wirksamkeit und Angemessenheit der vielen Einschränkungen von Grundrechten für wahlweise lächerlich oder sogar – weil angeblich „rechts” – gefährlich hält.“

„In bester Generalverdachts-Manier“ werde suggeriert, so Mladek, „eine viele Tausend Köpfe zählende Bewegung sei staatsfeindlich, weil einige ihrer Anhänger es möglicherweise sind. So wird demokratischer Protest sabotiert und das Regierungshandeln als – wieder mal – alternativlos geframed.“ Und dann schreibt der Chefredakteur weiter: „Dass derart staatsfromm eingefärbte Berichte dem Publikum die Möglichkeit nehmen, sich ein eigenes umfassendes Bild von Standpunkten und Argumenten zu machen, ist dann natürlich kein Journalismus mehr. Es ist Propaganda.“

Ich würde hier am liebsten den ganzen Artikel abdrucken, so sehr spricht er mir aus der Seele. Aber das wäre unfair gegenüber den Kollegen – sie sollen für so einen brillanten, mutigen Artikel auch Abrufe auf ihrer Seite haben (deshalb hier noch einmal der Link). Nur den Schluss des Beitrags kann ich Ihnen beim besten Willen nicht vorenthalten: „Dass es nie um Inhalte ging, sondern um Meinungen, zeigt sich auch daran, dass kaum ein „Kritiker” den Kontakt mit Frau Schamann oder dem Chefredakteur suchte. Aburteilen ohne zuerst Fragen zu stellen, auch das ist übrigens kein Journalismus, sondern wieder nur Propaganda. Der Nordkurier wird sich daran auch in Zukunft nicht beteiligen.“

Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich da emotional werde – aber das bewegt mich doch sehr. Und macht Mut in diesen finsteren Zeiten. Obwohl es eigentlich zutiefst erschütternd ist, dass es heute schon als Hoffnungsschimmer gilt, wenn Journalisten das tun, was sie zu tun haben, wie mein Leser Uwe Schneider hier in den Kommentaren zu Recht anmerkte. Aber dennoch: In der Dunkelheit muss man sich über jede Kerze freuen!

Was mich besonders freut: Der Nordkurier ist eine traditionelle Regionalzeitung und er steht genau für deren Geist als Insel der Pressefreiheit, wie ich ihn so hoch geschätzt habe. Das Blatt gehört zu einem Drittel drei anderen Zeitungshäusern: Den Kieler Nachrichten, der Schwäbischer Verlag GmbH und Co.KG Drexler, Gessler sowie der Presse-Druck- und Verlags-GmbH. Letztere ist meine Heimatzeitung, bei der ich meine Journalistenausbildung absolviert habe, und auf die ich immer große Stücke hielt. Bis mit dem Weggang der exzellenten Chefredakteure Rainer Bonhorst (der heute für die Achse des Guten schreibt) und Walter Roller ein Spiegel-Mann geholt wurde in den Chefsessel, der die Redaktion auf atemberaubende Weise ideologisch auf seine Linie brachte und die Zeitung von ihren Lesern entfremdete. Der Nordkurier ist ein brillantes Beispiel dafür, dass es auch anders geht.

Viele Leser fragen mich, was sie selbst tun und bewegen können. Wie wäre es mit einer Mail an den Nordkurier, mit moralischer Unterstützung für die unter Druck geratenen und so mutigen Kollegen? Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie aufbauend das ist. Die Mail-Adresse: r[email protected]. Sie können Chefredakteur Mladek auch auf Twitter folgen. Sie können diesen Artikel teilen und weiterempfehlen. Setzen damit ein Zeichen. Ein Mausklick reicht aus.




Bild: Screenshot/Youtube/Phoenix
Text: br


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Fritz Wunderlich
4 Tage zuvor

Über Professor Stöcker wäre ein Artikel fällig. Er erfand einen Impfstoff und wird von den Behörden verfolgt.
https://www.winfried-stoecker.de/blog/undank-ist-der-welt-lohn
https://www.winfried-stoecker.de/

Denkanstoss
25 Tage zuvor

Ich habe nun mal ein paar Artikel des Nordkuriers gelesen. Insbesondere das im Artikel verlinkte Stück Journalismus zum BKA-Papier hat mir die Augen geöffnet. Mir ist nämlich klar geworden, woher das linke Agendasetting kommt:

Die Antifa verfolgt die rechten Internetseiten! Wird doch aufgerufen zu den Demos zu gehen, dann sind die Demos plötzlich „rechts und böse“ und es gibt gewaltbereite Gegendemos. Dass aber die Rechten am Ende vielleicht gar nicht groß vor Ort sind, ist unerheblich. Das Antifa-Narrativ wird dann auch von Links in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk getragen, ohne dass auch nur ein Rechter da mitlaufen müsste. Es wird eine Internet-Parallelrealität einfach für bare Münze genommen (nach dem Motto wenn die Antifa Gegendemos macht, dann müssen da Rechte sein). So verstehe ich zumindest den BKA-Bericht. Für die Zwangsgebühr sollte vielleicht mehr drin sein als rechten Internettrollen auf Twitter zu folgen und sich daraus eine vermeintliche Realität zusammenzuglauben.

Gernot Petermann
26 Tage zuvor

Das ist wahr, Menschen vom Schlage Schamann, die heute noch wagen, die Wahrheit auszusprechen und ALLE Seiten OBJEKTIV zu betrachten und sich nicht an der allgegenwärtigen Propagandaverbreitung zu beteiligen sind rar geworden.

Neben Frau Schamann vom Nordkurier https://www.nordkurier.de/ und Herrn Reitschuster hier und vielleicht noch Herrn Fleischhacker manchmal fällt mir nur noch OQGC https://www.oqgc.com ein.

Was dann auch die Frage beantwortet, was man selbst tun und bewegen kann. Diese drei lesen, sich eine Meinung bilden und mitmachen die eigene Meinung zu sagen und Freiheit von der staatlichen Propaganda und Political Correctness einzufordern.

Trutze
26 Tage zuvor
Hallo Indigoartshop,
tolle Idee!!!  Habe  auch das „Nordkurier Plus Abo“  gebucht.
So etwas muss unterstützt werden.
Indigoartshop
Antwort an  Trutze
25 Tage zuvor

Ich freue mich, daß Sie dabei sind, Trutze! Ich hoffe es folgen noch mehr. Man muß ein Zeichen setzen gegen die schleichenden Angriffe auf unsere Freiheit, auf Meinung- und Pressefreiheit und für Zivilcourage! Ich denke es hilft der Redaktion von Nordkurier sehr, wenn wir zeigen können, daß sie nicht allein sind. Wenngleich so ein Abo nur eine symbolische Geste ist, wenn es nur ein kleiner Beitrag ist, er ist um so wertvoller in Zeiten wie diesen.

Indigoartshop
26 Tage zuvor

So, wenngleich das Einzugsgebiet von Nordkurier nicht vor meiner Haustür liegt – ich habe soeben ein Abo für Nordkurier Plus unterschrieben für 12 € im Monat. Zivilcourage muß unterstützt werden. Und ich bin dabei.

my name
26 Tage zuvor

Mail an [email protected] nicht möglich! Bitte Hilfe

my name
27 Tage zuvor

Ceterum censeo Twitter esse delendam

Urmel
27 Tage zuvor

Versuch, über den Microsoft-Server einen Kommentar an Ihren Kommentarbereich senden zu können.

Ich wünsche ihnen noch einmal alles Gute und viel Erfolg mit Ihrer Seite. Für mich ist sie ein Gewinn. Auch die Kommentare sind in der Wortwahl angemessen und oft auch sehr informativ.

Urmel
27 Tage zuvor

Auch ich habe schon zwei Mal versucht einen Kommentar abzusenden. Dies ist ein Test, ob es wirklich am gmx-Server liegt, dass meine Kommentare nicht in ihrem Kommentarbereich erschienen sind.

Ich wünsche Ihnen weiterhin großen Erfolg und alles Gute!

michel
27 Tage zuvor

ich möchte gar nicht wissen, wie viele tausende willfährigen und zutiefst niederträchtige  sklavenschreiber und bots bei twitter und facebook unterwegs sind.