Journalistische Inzucht: öffentlich-rechtliches „Duckmäusertum und Gehorsam“ Ein Gespräch mit Kollegen aus der Anstalt

Ob ich denn nicht mal erzählen könnte, wie die Kollegen vom Öffentlich-Rechtlichen ticken, wie sie das eigene System sehen, fragen mich immer wieder Leser und Zuschauer. 2019 hatte ich darüber schon einmal geschrieben. Weil die Geschichte kein bisschen an Aktualität eingebüßt hat, im Gegenteil, weil sie aktueller ist denn je, und die beschriebenen Probleme sich eher verschärft haben als gelöst, bringe ich sie hier gerne nochmal:

Wie brechen autoritäre oder erstarrte Systeme zusammen? Die Geschichte zeigt: Eine der tieferen Ursachen ist meistens eine Abgehobenheit der Herrschaften (m/w/d) in den oberen Etagen. Je strammer die Hierarchien, je strenger die ideologische Auslese und je allgegenwärtiger die Bauchpinseler, umso mehr entfremden sich die Menschen an der Spitze mangels Rückkoppelung von der Wirklichkeit und leben in einer eigenen Welt. Der Elfenbeinturm-Effekt. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern scheint er weit fortgeschritten.

Kürzlich saß ich mit drei Urgesteinen aus solchen Anstalten im feinen Wilmersdorf in Berlin zum Abendessen zusammen – altgediente Schwergewichte mit so großem Bekanntheitsgrad, dass an den Nachbartischen manches Gespräch verstummte, weil man uns zuhörte.

mvgDie altgedienten Fernseh-Matadore, inzwischen in Rente aber noch bestens vernetzt, klagten unisono bitter, dass ihre Sender die jungen Leute nicht mehr erreichen. Einer erzählte von einem Vortrag in einer Hochschule, wo er rund 500 junge Zuhörer fragte, wer von ihnen noch abends den Fernseher für die Nachrichten einschalte. Kein einziger meldete sich. Die meisten haben gar keinen Fernseher mehr. Wer von ihnen zumindest noch gelegentlich auf dem Smartphone öffentlich-rechtliche Nachrichten ansehe, wollte er dann wissen. Ein Fünftel habe sich gemeldet. Auf die Frage, wer Netflix nutzte, sei „gefühlt jede Hand“ in die Höhe gegangen.

Das Fazit der öffentlich-rechtlichen Troika: „Wir erreichen die jungen Menschen nicht mehr. Das ist ein Tsunami, der da auf unsere Sender zuläuft, das droht uns alle wegzufegen“. Die Sender-Oberen, so der Tenor, wollten die Entwicklung nicht wahrhaben. Generell herrsche bei ihnen die Tendenz, sich in den bestens gepolsterten Chefetagen von den Unannehmlichkeiten der Realität unten im Alltag abzuschotten – so sehen das zumindest zwei der drei altgedienten TV-Männer (wobei der dritte auch nicht widersprach, aber das mag an der Gruppendynamik liegen).

Wenige Tage nach diesem Gespräch stieß ich in einem Zeitschriften-Stapel auf den „Journalist“. Ein Medienmagazin, dessen Zwangsabonnent ich als Mitglied des Deutschen Journalisten-Verbandes“ (DJV) lange war, bevor ich aus dem Verband austrat, weil er zum linksgrünen Gesinnungsverein geworden ist. Die Lektüre erforderte einiges an Toleranz – ist die Ausrichtung des Heftes doch tendenziell stramm einseitig.

Auf dem Titel: Der Intendant des Bayerischen Rundfunks und ARD-Chef Ulrich Wilhelm – vormals Regierungssprecher von Angela Merkel (allein die Tatsache, dass der frühere Sprecher der Kanzlerin Vorsitzender des größten öffentlich-rechtlichen Sender-Zusammenschlusses ist, besagt einiges über den Zustand von Demokratie und Journalismus im Lande). Als Überschrift prangt auf dem Heft ein Zitat des mächtigen Senderchefs mit dem Hollywood-Charme: „Es gibt da keinen Generationsabriss“. Und weiter: „ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm widerspricht dem Eindruck, die ARD erreiche die jungen Menschen nicht mehr.“

Das saß.

Das, was Wilhelm erzählt, und was mir die TV-Kollegen zuvor beim Abendessen berichtet hatten, klang, als stamme es aus zwei Parallel-Universen. Ach, hätte ich doch nur die Klagen der drei als Interviewfragen an Wilhelm weiterleiten können. Ich hätte ihn dann etwa konfrontiert mit deren Aussage, dass in den meisten Redaktionen eine stramme linke Haltung vorherrsche. Wobei hier noch anzumerken sei, dass die drei sich durchaus selbst als links sehen – aber aus ihrer Perspektive die Redaktionen eben noch deutlicher links bzw. zu links sind. Zitat: „Jeder weiß, wenn er von der vorherrschenden Linie abweicht, wirkt sich das eklatant bei den Karrierechancen aus. Und im sozialen Umgang. Schon in den Vorstellungsgesprächen würde aussortiert, wer mit seinen Aussagen nicht zum Weltbild der Chefs passt.“

So werde Duckmäusertum gefördert, vorauseilender Gehorsam, und es entstünden „redaktionelle Blasen“, mahnte einer der vom Bildschirm vielen Deutschen gut vertrauten Männer: „Man lebt in den feinen Gegenden der Stadt, geht nur mit seinesgleichen aus, und lebt immer mehr in der eigenen Realität. Für Auslandsposten in weniger feinen Ländern gibt es kaum noch Bewerber – da müsste man ja raus ins Leben. Und wäre von der Karriere-Rolltreppe abgetrennt.“

Eine Folge dieser Homogenität ist wohl auch die Illusion von Meinungsvielfalt: Mehrmals habe ich jüngere Journalisten vom Öffentlich-Rechtlichen getroffen, die überzeugt und aufrichtig beteuerten, es herrsche völlige Pluralität und Meinungsfreiheit in ihren Redaktionen – schließlich könnten sie ja sagen, was sie wollten. Können sie sicher auch – weil ihre Grundüberzeugung eben zu der dort vorherrschenden passt. Wie wäre es aber, wenn sie Anhänger der AfD wären? Oder auch nur der CSU? Wenn sie skeptisch in Sachen Einwanderung wären oder massive Probleme mit dem Islam hätten? Würden sie das dann auch frei sagen können, ohne Sorge um die Karriere? Die Antwort ist immer ein „theoretisch ja, natürlich“. Blöd ist nur, dass es praktisch in den Programmen genau umgekehrt aussieht.

Einen möglichen Ausweg aus der Blase habe ich vor kurzem auf Twitter skizziert – ironisch gemeint, aber leider gar nicht so abwegig:

Ein ARD-Kollege antwortete sofort:

Das ist ziemlich wortkarg. Ich kann den Gegenbeweis nicht antreten, und der Kollege mag Recht haben. Aber selbst wenn es solche „Rechten“ in den Redaktionen gibt – ob sie sich wirklich trauen, sich zu Wort zu melden? Auf dem Bildschirm jedenfalls offensichtlich kaum.

In einem waren sich die drei TV-Männer bei dem Abendessen einig: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei eigentlich ein sehr gutes System – nur habe er sich stark verkrustet, sei mit den Jahrzehnten zum Opfer von Bürokratie und Hierarchie geworden. Eine der Folgen sei die Quotenhörigkeit.

Statt auf journalistische Schwerpunkte werde immer mehr auf Sport und Unterhaltung gesetzt – obwohl das mit der Idee der Gebührenfinanzierung kaum vereinbar sei. Teilweise werden die Anstalten im Kasernenhofstil geführt – es werde stramm von oben durchkommandiert, was dem Entstehen von kritischem Journalismus mit Querdenken und Hinterfragen nicht unbedingt dienlich ist.

Zweifel herrschte in der Runde auch darüber, ob von den Sendern selbst in Auftrag gegebene Umfragen, in denen sie sich quasi ein hohes Vertrauen zu ihnen selbst bestätigen lassen, allzu ernst zu nehmen sind – oder ob es sich um ebenso teuren wie gefährlichen Selbstbetrug handelt.

Hätte man noch Hoffnung, dass die Männer und Frauen an der Spitze der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf Stimmen von außen hörten, müsste man ihnen den berühmten Satz von Michail Gorbatschow zurufen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Vielleicht ist es schon zu spät.


Bild: Maxx-Studio/Shutterstock
Text: br

 

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Angelika
25 Tage zuvor

Ich mutmaße mal so (oder so ähnlich), wenn der Herr Oszváth bezüglich CSU und AfD meint „Gibt es auch“, dann könnte es sein, dass er dabei an den Hausmeister denkt, der vor drei Jahren mal was von Flüchtlingen gebrummelt hat. Zum Beispiel. Damit es nicht ganz gelogen ist mit dem „Gibt es auch“.

Was natürlich nur meine Mutmaßung ist.

Miriam
26 Tage zuvor

Die Mainstream Blase
Ein lesenswerter Artikel von jemandem, der „seit vielen Jahren Redakteur und Nachrichtensprecher beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und hier unter Pseudonym schreibt.“

…Doch es herrscht eben ein weit verbreiteter journalistischer Herdentrieb. Die meisten Journalisten schauen in die Tageszeitungen, die jeden Tag in die Redaktion geliefert werden. Und natürlich sind das ausnahmslos Zeitungen, die zum Mainstream gehören: WeltFAZFrankfurter RundschauSüddeutsche und die regionalen Zeitungen. Am Abend wird „heute“ und die „tagesschau“ geguckt, danach die einschlägigen Talkshows, von Anne Will bis Maischberger. Auch dort ist fast ausnahmslos Mainstream zu finden. (…)

Ein weiterer Effekt ergibt sich dadurch, dass die Medien inzwischen ihre journalistischen Inhalte alle auch online präsentieren. Dort sind sie für alle leichter und schneller abrufbar als das bei Zeitungen aus Papier und Sendungen im Radio oder Fernsehen der Fall wäre. Das heißt, dass diese Inhalte ganz leicht kopiert und übernommen werden können. Solange es sich nicht um persönliche, längere Berichte oder Kommentare handelt, sondern „nur“ um Nachrichtenmeldungen, ist es ein Leichtes, diese per copy paste in die eigenen Meldungen zu übernehmen, zumindest Teile davon. Immer wieder kann man bei verschiedensten Anbietern fast identische Formulierungen und Meldungen finden. Selbst wenn man nicht kopiert, ist man doch versucht, sich an der Themenauswahl der Kollegen von anderen Leitmedien zu orientieren. (…) Warum sind die „Mainstream-Medien“ eine abgeschlossene Blase? Weil sie ihre Informationen aus den immer gleichen, vorsortierten Quellen beziehen – und das sind zum großen Teil die Agenturen, die zur selben Blase gehören. Sie sind so etwas wie die Gatekeeper der veröffentlichten Meinung (…) In den letzten Jahren hat sich zunehmend etwas herausgebildet, was „Haltungsjournalismus“ genannt wird. Es ist eine intellektuelle und moralisierende Überheblichkeit, die sich meiner Meinung nach immer mehr verbreitet. Man gehört einfach zu den „Guten“, zu denen, die auf der „richtigen Seite“ stehen. Man glaubt, den ver(w)irrten Bürger belehren zu müssen. Es geht nicht mehr um Neutralität, sondern darum, die „richtige Sache“ zu vertreten, und erstaunlich oft deckt sich das mit den Interessen der Regierung. Der oben erwähnte Satz von Hanns-Joachim Friedrichs ist inzwischen sogar völlig umgedeutet worden, im Sinne des „Haltungsjournalismus“.

Das aber entfremdet die Journalisten zunehmend von einem guten Teil ihrer Klientel. In den 90er Jahren wurde uns Reportern, Redakteuren und Moderatoren der rote Teppich ausgerollt, wenn wir irgendwo im Land bei den Menschen auftraten. Heute müssen wir fast schon froh sein, wenn nicht „Lügenpresse!“ gerufen wird. Natürlich ist dieser Begriff falsch und aufgrund seiner Geschichte abzulehnen, aber an der zunehmenden Entfremdung haben wir Journalisten einen großen Anteil. (…) Ein Grund ist auf jeden Fall die Angst, durch allzu kritische Äußerungen zu negativ aufzufallen. Die sich selbst verstärkende Eigendynamik der Mainstream-Blase sorgt dafür, dass eben kaum jemand gegen den Strom schwimmen will. Obwohl ein guter Teil der Redakteure fest angestellt ist, ist die Sorge vor Konsequenzen groß (…) Ein grundsätzliches Problem an der Mainstream-Blase ist, dass sie das, was außerhalb der Blase ist, entweder ignoriert, ausblendet oder eben aus der Blase heraus wahrnimmt und interpretiert…“ https://multipolar-magazin.de/artikel/die-mainstream-blase

PS. Bitte endlich mal die Möglichkeit einführen, dass man Beiträge mit Absätzen schreiben kann.  

Holzfäller Heinz
26 Tage zuvor

Ich glaube, die Quotenhörigkeit ist nicht Folge, sondern Ursache des ganzen Mists. Erst als damals die Privaten Sender erlaubt wurden (als Geschenk an seine Medienkumpels von dem Bimbes-Kanzler) finden die ÖR ja an, immer auf die Quote zu schielen und ging das Niveau immer weiter in den Keller. Wer sich mal erinnern will wie guter Journalismus davor ging, kann in der ARD-Mediathek nach ein paar „Retro“-Reportagen suchen. Sogar in den steifen 60erJahren waren die meisten Reporter kritischer und haben mehr nachgehakt.

Gert Friederichs
26 Tage zuvor

Also immer, wenn ich mit meinen Gedanken abgestürzt bin, hat mich aufopferungsvoll der Bergdoktor gerettet.
Eine Weile zuvor war es der Professor Brauckhaus oder Barkmann oder so ähnlich aus dem Schwarzwald, der mich jedesmal aus dem Dilirium gerettet hat. Ist nun schon zu lange her, die Erinnerung  an diese heroischen Taten ist mittlerweile von dunklen Erinnerungswolken verdrängt.
Aber trotzdem, meine Spenden an die Sendeanstalten waren es wert!
Ich lebe noch und hoffe, dass dieser Dicke da aus Rosenheim auch weiterhin für meine Sicherheit sorgt.

Klaus
Antwort an  Gert Friederichs
25 Tage zuvor

Der Dicke aus Rosenheimk ist doch schon im letzten Jahr gestorben.

Achim von Oberstaufen
26 Tage zuvor

Ich habe Inas Nacht früher gerne angesehen. Bis ich mir einmal die Liste der Gäste angesehen habe. Jürgen Trittin, Harbeck, Gysi, Klaas, Tote Hosen, etc. Lauter Gäste aus dem linken, extremen Spektrum. Und da habe ich gemerkt, auch nur eine Sendung, um die
Grünen und Linken Parteien zu puschen. Quasi eine kostenlose Wahlwerbesendung über eine Stunde.

R. Mayer
26 Tage zuvor

Der Aussage „Junge Leute schauen kein Fernsehen mehr“ kann ich nur zustimmen. Ich vermiete seit einigen Jahren ein Gästezimmer für zwei Personen in einer Urlaubsregion über Airbnb. Vorzugsweise sind es junge Leute, die das Zimmer bei mir mieten.
In dieser Unterkunft und im ganzen Haus gibt es keinen Fernseher. NICHT EIN GAST hat sich in all den Jahren danach erkundigt geschweige denn darüber beschwert. Halt falsch: Einmal ein kleines Kind gefragt „Where is the TV?“ Ich vermute, dass die meisten Gäste abends auf ihrem Handy rumtippen oder Netflix schauen.

TS
Antwort an  R. Mayer
25 Tage zuvor

Dafür ist heute WLAN obligatorisch… wurde letztes Jahr in einer Pension beim Entgegenehmen des Zimmerschlüssels irritiert angeguckt und gefragt ob ich wirklich keine WLAN-Zugangsdaten brauchen würde (bei einem Aufenthalt von 2 Tagen, da waren der Rezeption die ausgedruckten Zugangskärtchen wohl ausgegangen)

Abu-Rabia
26 Tage zuvor

Hallo

Dankeschön

sehr interessant

wäre schön wenn Sie über die Mafia Methoden der ÖRR wie Sie ihre Zwangsgebühren eintreiben.
psychoterror, Erpressung, Androhung Kontopfändung, und mit Haft.
nur damit die Herrschaften die da oben sitzen weiter Selbstbedienung von den erpressten Gebühren machen.

danke

M. Illoinen
26 Tage zuvor

Mir ist eigentlich völlig egal, ob oben, oder unten, rechts oder links, entscheidend für mich ist das  die ersten 20 Artikel des GG werden doch schon lange mit Füßen getreten. Mir erzählte vor Jahrzehnten ein CNN Redakteur  „NEWS ARE NOT THE TRUES“ und das hat sich bis heute nicht geändert, jetzt in der inszenierten Krise, würde der Journalismus noch ihrem Auftrag gerecht, wie es einst glaube ich Friedrich formulierte: Man soll sich nie mit einer Sache gemein machen, auch nicht mit einer vermeintlich guten“  oder so ähnlich. Würde das beherzigt, wäre die inszenierte C-Krise schon längt aufgeflogen, und die Verantwortlichen zurück getreten.

Jens Frisch
26 Tage zuvor

Richtig peinlich werden diese Gestalten dann in schweizer Fernsehen: Was Anja Reschke hier zum besten gibt, hätte in einem nicht linken Sender zur fristlosen Kündigung geführt – sie gibt es offen zu: https://www.youtube.com/watch?v=2Kj6sGtMK-E

Manfred Haas
26 Tage zuvor

Etwas zur Abgehobenheit der Herrschaften in den oberen Etagen von Daniel Goeudevert, dem ehemaligen Chef von Ford und VW, der dann geschasst wurde. Er schrieb: „Ich vermochte das höfische Zeremoniell nicht zu durchschauen, das auf der Vorstandsetage herrscht. Ich erkannte nicht, dass man dem Chef aus Prinzip nicht widerspricht und um ihn herum ein goldenes Gefängnis baut, das ihm unversehens zum Verhängnis werden kann. Er bekommt alles, was er will. Er umgibt sich mit einer Entourage nach seinem Geschmack und empfängt Menschen aus aller Welt, die den Kontakt zu ihm suchen. Im Glauben, dass das alles mit seiner Person zu tun habe, entfernt er sich weiter und weiter von der Realität des menschlichen Lebens. Sein Schatten wird überlebensgroß, bis dahinter alles verschwindet: die Wirklichkeit, die anderen und auch er selbst – bis er im wahrsten Sinne des Wortes ein Schatten seiner selbst wird.“ Ich nehme an, dass das Gesagte auch für den Politikbereich zutreffen könnte.

my 2 cent
Antwort an  Manfred Haas
26 Tage zuvor

Deswegen müssen wir in einem Punkt auch endlich dem Vorbild USA folgen, die Amtszeit von Kanzler(innen) und Ministerpräsidenten zu begrenzen z.B. auf 2 Wahlperioden.

Das fehlte schon zu Zeiten von Kohl dringend, Demokratie lebt vom Wechsel und davon das keiner dem Irrglauben erliegt man wäre unersetzlich und irgendwie höherwertig.