Demonstration gegen Infektionsschutzgesetz in Berlin Live-Berichterstattung

Der Bundestag will heute das heftig umstrittene Infektionsschutzgesetz in neuer Fassung verabschieden. Dagegen rührt sich heftiger Widerstand – auch aus den Regierungsparteien. In Berlin wurden mehrere Demonstrationen gegen die Gesetzespläne angekündigt. Einige davon wurden verboten. Ich bin direkt vor Ort und halte Sie hier via Livestream auf dem Laufenden – so weit dies in Deutschland noch möglich ist, denn mit jedem Livestream von einer regierungskritischen Demonstration riskiert man faktisch das Abschalten des wichtigsten Übertragungskanals – Youtube. Sehen Sie hier meine Berichterstattung – solange die Zensoren noch nicht zugeschlagen haben:

+++ Update Ekaterina Quehl 18:40: aktueller LIVE-STREAM hier +++

+++ Update Ekaterina Quehl 16:55: aktueller LIVE-STREAM hier +++

+++ Update Ekaterina Quehl 12:40: aktueller LIVE-STREAM hier +++

Hier noch ein Auszug aus meinem aktuellen Wochenbriefing – Sie können es hier kostenlos und jederzeit widerrufbar:

Liebe Leserinnen und Leser,

vor 20 Jahren war ich in Tschernobyl. Für eine Reportage zum 15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe dort besuchte ich das Kernkraftwerk und ging sogar in den Unglücksreaktor. Was ich dort erlebt habe, werde ich nie vergessen. Die Eindrücke waren umso stärker, als mein Fotograf und Freund Igor, der mich begleitete, nach dem Unglück 1986 einer der ersten Fotografen gewesen war, die zum Unglücksreaktor hatten vordringen können. Ich war in der Geisterstadt Prypjat, wo im ehemaligen Kindergarten noch die Puppen lagen, und ich besuchte den Direktor des Unglücksreaktors zu Hause, der zehn Jahre im Gefängnis hatte absitzen müssen.

Bei uns gilt Tschernobyl nur als ein Menetekel für die Atomkraft. Aber es war auch ein Menetekel für ein vollkommen unfähiges, von der Realität abgekoppeltes System. So hatte es bereits in einem anderen Kernkraftwerk der gleichen Bauart Erfahrungen gegeben, die hätten helfen können, die Katastrophe von Tschernobyl zu verhindern. Der KGB zensierte diese Informationen jedoch, und so gelangten sie nie zu den Verantwortlichen in Tschernobyl. Deshalb waren diese mit der Situation am 26. April 1986 völlig überfordert und konnten die Katastrophe nicht aufhalten. Letztendlich wurde der Super-GAU zum letzten Sargnagel der Sowjetunion. Er beschleunigte ihren Zerfall. Er machte ihre Unfähigkeit zum Überleben allzu offensichtlich.

 

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Bild: Boris Reitschuster
Text: br

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