Die Montagsspaziergänge gehen weiter Die Protest-Bewegung wird immer größer, der Zusammenhalt immer stärker

Von Dana Samson

Das neue Jahr startet mit einer erneuten Ausweitung der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Am Montag gingen abermals zehntausende Demonstranten auf die Straße. Im Norden des Landes mitunter sogar bei starkem Regen. Aber auch das schlechte Wetter konnte ein Anwachsen der Teilnehmerzahl nicht verhindern. Nicht nur die Teilnehmerzahlen der Umzüge in den Städten wächst, auch die Anzahl der Umzüge wird immer größer.

Übersichtskarte aller angezeigten Proteste.
(Quelle: https://protestkarte.de)

Für gestern waren auf der Demo-Kalender- und Vernetzungs-Website Protestkarte.de insgesamt 563 Veranstaltungen in Deutschland angezeigt (hier sogar 1.390). Bürger können dort Termine einreichen, aber auch Videomaterial zu den vergangenen Demonstrationen hinterlegen. Durch ein Hereinzoomen werden einzelne Regionen weiter aufgeschlüsselt. Besonders heftig ist der Widerstand gegen die Corona-Politik in Sachsen. Dort wird fast flächendeckend demonstriert. Die Nachfahren Widukinds geben in Sachen Protest den Ton an.

Übersicht aller Demonstrationen in Sachsen.
(Quelle: https://protestkarte.de

Ein Blick in den Mainstream offenbart die Wucht der Demonstrationen. Selbst der Tagesspiegel berichtet von zehntausenden Demonstranten, während es die NZZ bei tausenden belässt und titelt: „Das Vertrauen in die Regierungspolitik sinkt.“

Die größte Demonstration fand gestern wohl erneut in Rostock statt. Bei der ZEIT ist von 4.000 Teilnehmern in der Hansestadt zu lesen und einem angeblichen Rückgang der Teilnehmerzahlen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Welt schreibt, allein in Baden-Württemberg seien bei 170 Veranstaltungen über 50.000 Menschen auf der Straße gewesen. Dies lässt auf immense Teilnehmerzahl in ganz Deutschland schließen.

Laut Tagesspiel demonstrieren „Maßnahmengegner und Verschwörungsideologen“ auf den Montagsdemos. Einige Medien berichten von gewaltbereiten Demonstranten und Ausschreitungen mit der Polizei.

Aber verfängt dieses Framing noch bei den Menschen?

Wer sich die Bilder der Demonstrationen genauer ansieht, der stellt schnell fest, die Montagsspaziergänge sind alles andere als rechte Versammlungen von Verschwörungstheoretikern und Nazis. Jede Woche aufs neue zeigen sich Bilder von friedlichen Spaziergängern, es wird gequatscht, Musik gehört, getrommelt und vor allem – gemeinsam spaziert.

Einen Zusammenschnitt der unzähligen Demos vom gestrigen Abend haben wir für Sie hier aufbereitet:

Schon im Voraus wird teilweise das Wetter gecheckt und die Bedingungen für den Abend werden überprüft. In Eberswalde etwa gingen am Montag viele Menschen auf die Straße:

Trotz Regen gab es auch in Neubrandenburg tausende Spaziergänger:

Unter dem Motto „Mondays for Freedom“ finden sich diesen Montag noch mehr Spaziergänger als in der letzten Woche.

Die Stimmung war größtenteils friedlich, Herz-Symbole wurden gezeigt:

Der Polizei in Berlin hat dieses Friedens-Symbol wohl nicht allzu gut gefallen:

Dennoch haben sich die Menschen nicht von ihren Spaziergängen abbringen lassen. Tausende gingen am Montag überall in Deutschland auf die Straße. Die Bilder aus Cottbus, Berlin, Landshut, Magdeburg, Neumünster und vielen weiteren Städten zeigen, wie viele Menschen weiter bereit sind, gegen die Regierungspolitik zu demonstrieren. Einige riefen „Frieden, Freiheit, keine Diktatur.“ Die Masse an Spaziergängern ist auf einigen Videos sehr gut zu sehen.

 

Einige Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

Musikalische Untermalung gab es unter anderem aus Musik-Boxen mit Helene Fischer und ihrem neuen Song „Wann wachen wir auf? Wann stehen wir auf?“ Auch Trommler waren unterwegs, Menschen tanzten..

Ausschreitungen mit der Polizei gab es nur in einzelnen Fällen. In Friedrichshafen übernahm selbst die Polizei die Sprache der Demonstranten:

In Hannover wurde der Spaziergang von der Polizei nicht geduldet und es kam vereinzelt zu Festnahmen. Auch in Magdeburg gab es ein massives Polizeiaufgebot.

Als schöne Zusammenfassung lassen sich zwei Tweets zitieren, in welchen die Stimmung wiedergegeben werden:

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Dana Samson studiert an einer deutschen Universität und schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Sabrina Wied
Text: ds

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