Frau Kanzlerin, Ihr Lockdown kostet (mehr) Leben! Offener Brief eines Arztes an Angela Merkel

Als Nicht-Mediziner kann ich Ihnen keine fundierten eigenen Erkenntnisse anbieten zum Thema Corona. Ich kann mir nicht einmal ein fundiertes Urteil anmaßen, wer von den Ärzten und Wissenschaftlern mit unterschiedlichen Meinungen der Wahrheit näherkommt. Umgekehrt braucht man, wie der große österreichische Journalist Karl Kraus sagte, kein Huhn zu sein, um zu merken, dass ein Ei faul ist. Dass in den großen Medien Kritiker der Corona-Maßnahmen kaum zu Wort kommen, halte ich für ein Systemversagen. Und mit meinen bescheidenen Mitteln halte ich gegen. Und so veröffentliche ich hier heute einen neuen Text von Zacharias Fögen. Der Arzt ist ein heftiger Kritiker der Corona-Maßnahmen. Und sein neues Stück spitzt wieder einmal sehr zu. Und das ist gut so in einer Demokratie. So können Sie sich über ganz unterschiedliche Perspektiven informieren. So entsteht Dialog. Und nur der führt zu Erkenntnis – aber nicht von oben verordnete Dogmen.


Ein offener Brief von Gastautor Zacharias Fögen

an das Robert-Koch-Institut, an die Bundeskanzlerin, den Gesundheitsminister und alle weiteren Entscheidungsträger bzgl. der aktuellen COVID-19-Infektionslage.

Kassel, den 14.01.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem offenen Brief vom 20.03.2020, den Sie alle per E-Mail bzw. per DE-Mail erhalten haben, wies ich Sie darauf hin, dass die von Ihnen verhängten Maßnahmen langfristig mehr Menschen töten werden, da Ihre Maßnahmen nur eine Verlangsamung der Ausbreitung auf Kosten einer überproportionalen Ansteckung der Risikogruppe bewirken.

Allein der Anteil der infizierten über 80-Jährigen hat sich beispielsweise in Sachsen von 5 % auf über 15 % mehr als verdreifacht.

Ich wende mich heute nochmals an Sie, um Ihnen die traurige Nachricht zu überbringen, dass in Sachsen in den nächsten 4 Wochen der Punkt erreicht sein wird, dass die Zahl der Toten unter Ihren Maßnahmen (noch während der laufenden Pandemie) die Zahl der Toten ohne jegliche Maßnahmen (bis zum Ende der Pandemie) überschreitet.

Stand heute, 14.01.2021, sind in Sachsen 4.583 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben.

Aktuell sind 23.840 Menschen über 80 Jahre erkrankt, davon werden ca. 15 % sterben, also weitere 3.576 Tote.

Von den 31.710 Menschen zwischen 60 und 79 werden ca. 4 % sterben, also weitere 1.268 Tote.

Es wird also in Sachsen in den nächsten 4 Wochen ca. 9.427 an oder mit COVID-19 Verstorbene geben.

Zum Vergleich möchte ich meine Ausführungen aus dem ersten offenen Brief vom letzten Jahr noch einmal aufgreifen. Ihre Maßnahmen, beginnend im Frühling 2020, und da zähle ich bereits sämtliche Absagen von Großveranstaltungen mit hinein, hat die Prozentzahl der Infizierten über 60 massiv nach oben getrieben.

Damals, in KW 10, waren etwa 5 % der Infizierten über 80 Jahre alt und nur rund 10 % der Infizierten zwischen 60 und 79 Jahre alt. Die Altersgruppe 35–59 machte ca. 70 % aus.

Sachsen hat ca. 4.000.000 Einwohner. Gehen wir von einer Herdenimmunität bei 70 % aus, dann hätten sich ohne jegliche Maßnahmen 2.800.000 Menschen infiziert.

Davon wären 140.000 Infizierte aus der Altersgruppe der über 80-Jährigen, 280.000 aus der Altersgruppe 60–79 und 1.960.000 aus der Altersgruppe 35–59.

Die Infektionssterblichkeit in diesen Gruppen beträgt − ausgehend von den aktuellen, altersspezifischen Fallzahlen und Todeszahlen des RKI in (Gesamt-)Deutschland und einer Dunkelziffer von 5 (wie in der Gangelt-Studie beschrieben) − in der Gruppe über 80 Jahre 3,15 %, in der Gruppe 60–79 Jahre 0,79 %, und in der Gruppe 35–59 Jahre 0,04 %.

Damit wären bis zum Verebben der Pandemie in Sachsen ohne jegliche Maßnahmen zu erwarten:
4.410 Tote in der Gruppe über 80 Jahre, 2.212 Tote in der Gruppe 60–79 Jahre, sowie 784 Tote in der Gruppe 35–59 Jahre.
Das sind in der Summe 7.406 Tote bis zum Verebben der Pandemie.

Mit anderen Worten, in den nächsten 4 Wochen werden über 2.000 Menschen in Sachsen sterben, weil Sie auf meine damalige Warnung nicht gehört haben. Aber die Pandemie ist in vier Wochen natürlich noch nicht vorbei!

Spätestens an dieser Stelle sollte Ihnen klar sein, dass Sie die ganze Zeit auf die falschen Berater gehört haben.

Lassen Sie mich daher noch eine weitere Warnung aussprechen.

Für Gesamtdeutschland, das ca. 21-mal so viele Einwohner hat wie Sachsen, wären demnach 155.526 Tote an und mit COVID-19 zu erwarten.
Bis heute sind in Deutschland 43.881 Menschen mit und an COVID-19 verstorben. Wir haben aktuell in Deutschland trotz härtestem „Lockdown“ konstant ca. 150.000 Fälle pro Woche und aktuell über 6.000 Tote pro Woche.

Corona – Angst. Was mit unserer Psyche geschieht."Mit anderen Worten, in ca. 18 Wochen, um Pfingsten, wenn der Sommer kommt und die Pandemie von selbst abebbt, werden wir auch in Gesamtdeutschland so viele Tote haben wie ohne jegliche Maßnahmen.

Allerdings haben wir dann erst eine Durchseuchung von ca. 25 % der Bevölkerung erreicht (Dunkelziffer 5). Werden bis Pfingsten die verbliebenen 45 % geimpft sein (inklusive zweiter Impfung)?

Im Übrigen habe ich sowohl bei der Dunkelziffer mit 5 einen sehr niedrigen Wert angesetzt (laut WHO 10), bei der Herdenimmunität von 70 % einen hohen Wert angesetzt (je nach Modell auch nur 50 %), als auch auf die Einberechnung der vorhandenen T-Zell-Immunität (zwischen 20 % und 50 %) verzichtet – der Wert von 155.526 Toten „ohne Maßnahmen“ könnte also deutlich niedriger sein.

Regierungssprecher Seibert sagte in der Bundespressekonferenz am 11.01.2021, man habe „nicht wirklich das präzise Bild, wo wir in dieser Pandemie stehen.

Ich habe Ihnen daher 24 Studien aus unterschiedlichsten Ländern von den verschiedensten Autoren aufgelistet, die sich alle mit dem Nutzen des Lockdowns beschäftigen. Damit sollte es Ihnen möglich sein, ein präzises Bild zu bekommen − und ich will nicht zu viel verraten, aber alle Studien kommen zu dem gleichen Schluss wie ich.

Studien zum Thema Lockdown:
https://doi.org/10.1097/EDE.0b013e31817734ba
https://doi.org/10.1111/eci.13484
https://doi.org/10.1101/2020.07.22.20160341
https://doi.org/10.1016/j.eclinm.2020.100464
https://doi.org/10.1038/s41586-020-2405-7
https://doi.org/10.1101/2020.05.01.20088260
https://doi.org/10.1101/2020.04.24.20078717
https://doi.org/10.1101/2020.09.26.20202267
https://doi.org/10.1136/bmj.m3588
https://doi.org/10.1101/2020.03.30.20047860
https://doi.org/10.1001/jama.2020.11787
https://doi.org/10.1101/2020.10.09.20210146
https://doi.org/10.2139/ssrn.3665588
https://doi.org/10.3386/w27719
https://doi.org/10.1136/bmj.m3543
https://doi.org/10.1101/2020.11.01.20222315
https://doi.org/10.1101/2020.08.04.20168112
https://doi.org/10.1056/NEJMoa2029717
https://doi.org/10.3389/fpubh.2020.604339
https://doi.org/10.1080/00779954.2020.1844786
https://doi.org/10.1101/2020.12.28.20248936
https://doi.org/10.1101/2020.12.25.20248853
https://doi.org/10.1089/bsp.2006.4.366.
https://doi.org/10.31124/advance.12362645.v3

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Hochachtungsvoll,
Zacharias Fögen
Arzt, Kassel


Hier können Sie den offenen Brief herunterladen.


Hier der oben erwähnte offene Brief von Zacharias Fögen vom 20.3.2020

https://reitschuster.de//wp-content/uploads/2021/01/OffenerBrief2020-.pdf

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

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Autor Zacharias Fögen über sich: „Nach fünf Semestern Mathematikstudium entschloss ich mich, mich der größten Unbekannten im Universum zu stellen: dem Menschen. Mein Studium der Humanmedizin schloss ich im Jahr 2011 mit dem Staatsexamen ab.“

Bild: lusia599/Shutterstock
Text: Gast

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