Frontalangriff auf Lauterbach: Ihm sollte Approbation entzogen werden Was Sie nach dem Willen der großen Medien nicht wissen sollen

Wohl bei kaum jemandem in der deutschen Politik geht meine persönliche Wahrnehmung und die in den großen Medien derart auseinander wie bei Karl Lauterbach. Für viele Kollegen ist er geradezu ein Heilsbringer; in der Bundespressekonferenz hängen sie ihm regelrecht an den Lippen, und statt wie kritische Journalisten gebärden sie sich ihm gegenüber wie Jünger im Umgang mit einem Sektenführer. Ich gebe zu, der Vergleich ist zugespitzt – aber ich finde, ein derartiges journalistisches Versagen hat einen zugespitzten Vergleich verdient. Kein einziger Kollege war etwa am Freitag Manns genug – der Ausdruck ist politisch sicher höchst inkorrekt, deshalb schreibe ich lieber: Journalist genug, um das zu tun, was eine Selbstverständlichkeit sein müsste: Kritisch nachzuhaken und auf den Widerspruch aufmerksam zu machen, nachdem Lauterbach vorne auf der Bühne zum Tragen von Masken in Innenräumen aufrief – und dabei selbst keine Maske aufhatte, während die Journalisten selbst alle eine FFP2-Maske trugen. Freiwillig. Was auch erklärt, warum sie sich jede kritische Nachfrage verkniffen.

Während von den Mainstream-Journalisten keine auch nur halbwegs journalistische, also kritische Herangehensweise an Lauterbach zu erwarten ist, tut nun der Virologe Klaus Stöhr das, was eigentlich von der einstigen „vierten Macht“ zu erwarten wäre. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen den Minister. Von einem Ressortchef, so der seriöse und kritische Mediziner, der als früherer Influenza-Impfplaner der Weltgesundheitsorganisation vom Fach ist, erwarte er „mehr Bodenständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Strategie, langfristiges Denken und auch eine bessere Vorbereitung“.

In der Talkshow „Die richtigen Fragen“ auf dem neuen Sender der „Bild“ – der ein Kontrast zu den gleichgetakteten Programmen der öffentlich-rechtlichen Sender ist – kritisierte Stöhr auch die neuesten Aussagen von Lauterbach, in denen dieser unter anderem eine Maskenpflicht von Oktober bis April und eine Rückkehr weiterer Corona-Maßnahmen forderte. Stöhr bezeichnete das als „Panikmache“. Auf diese Weise diskreditiere der Minister auch Maßnahmen, die Sinn machten – und an die sich dann eben wegen der dauernden Alarm-Rufe niemand mehr halte. Stöhr: „Man kompromittiert eine gute Maßnahme – Masken helfen ja auch – indem man schon wieder Feuer, Feuer ruft.“ Lauterbach sei „im Prinzip nicht zu steuern“, so der Arzt, der jetzt für Christian Drosten in den Sachverständigenausschuss der Bundesregierung zu den Corona-Maßnahmen nachgerückt ist.Die bestehende Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln – ein deutscher Sonderweg – findet der Arzt sinnlos und eher schädlich. Seine Warnung: „Sich vor dem Virus zu verstecken“ sei unmöglich. Wenn man versuche, Infektionen zeitlich zu verlagern, also zu verzögern, dann führe das dazu, dass das Pandemie-Ende in den Herbst verschoben werde.

Hart ins Gericht ging der Mediziner auch mit der Aussage Lauterbachs, es gebe bei den Covid-19-Impfstoffen keine Nebenwirkungen. „Ein Arzt, der so etwas sagt, sollte keine Approbation haben“, so das vernichtende Urteil Stöhrs. „Jedes Medikament und auch jeder Impfstoff hat Nebenwirkungen.“

Einerseits ist es erfreulich, dass mit Stöhr ein angesehener Arzt derart gnadenlos mit dem Gesundheitsminister abrechnet. Andererseits ist es eine Schande, dass diese kritische Abrechnung nicht von den großen Medien kommt. Und schlimmer noch: Dass sie Stöhrs Abrechnung verschweigen. Weil sie nicht in ihr Weltbild und zu ihrem Corona-Fanatismus passt – und ihren üppigen Geldsegen von der Regierung gefährden könnte.

Der deutsche Journalismus versagt – bis auf wenige Ausnahmen – völlig, was seine Kontrollfunktion angeht. Die Bundespressekonferenz ist zu einer tragikomischen Parodie ihrer selbst verkommen: Ihre Gründer sahen die Kontrolle der Regierung als ihre wichtigste Aufgabe an und wollten mit dem Format sicherstellen, dass auch kritische Journalisten ihre Fragen an die Regierung stellen können. Der heutige Vorstand der Bundespressekonferenz will offensichtlich genau das Gegenteil sicherstellen – dass kritische Journalisten draußen bleiben.

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Bild: Boris Reitschuster 
Text: br

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