„Great Reset“: Stalins Geist ist lebendig Auf dem (Ab-)Weg in den "Google-Sozialismus"

In der russischen Gesellschaft, die nach 70 Jahren Dauerleiden und Millionen Toten anders als die deutsche eine gewisse Immunität gegen den Sozialismus erreicht hat, gilt als eines der besonders makaberen Beispiele für dessen Absurdität, dass der Massenmörder Stalin alte Weggefährten, die in Ungnade gefallen sind, aus Bildern wegretuschieren ließ. Von Stalin stammt auch der bis heute berüchtigte Ausspruch: „Mensch weg, Problem weg!“

So absurd, ja sträflich es wäre, die Zustände in den USA und in Europa mit denen in Stalins Diktatur gleichzusetzen – die geistigen Ursprünge der „Cancel-Kultur“, die heute allgegenwärtig ist, liegen auch bei dem gebürtigen Georgier und seiner Schreckensherrschaft. Was nicht ins Weltbild passt, wird ausradiert. Fällt ein Schauspieler in Ungnade, kündigt Netflix einfach die Verträge. Oder löscht ihn aus der Bibliothek. Wer aufmuckt, wer nicht auf Linie ist, den lässt man im Zweifelsfall einfach verschwinden. Wenigstens nicht mehr physisch, wie unter Stalin. Nur noch sozial und digital. Insofern gibt es einen gewissen Progress.

„Schlager-Fuzzi und Trump-Anhänger Michael Wendler hat Deutschland in COVID-Zeiten mit einem KZ verglichen“, vermeldet Focus Online, das Zentralorgan der Corona-Stimmungsmache, im Stile der Prawda. Hetzerisch, manipulativ und dumm. Aber den Unterschied zwischen Gleichsetzung und Vergleich werden viele deutsche Journalisten wohl nie mehr begreifen. Wörtlich sagte Wendler: „KZ Deutschland??? Es ist einfach nur noch dreist, was sich diese Regierung erlaubt! Das Einsperren von freien und unschuldigen Menschen ist gegen jegliche Menschenwürde!!!“

Ich bin ein heftiger Kritiker der aktuellen Corona-Maßnahmen, die faktisch eine Freiheitsberaubung von 83 Millionen Menschen sind (das sollte man so beim Namen nennen – auch wenn man die Maßnahmen unterstützt). Dennoch halte ich es für fatal und verantwortungslos, diese Maßnahmen in einem Zug mit Konzentrationslagern zu nennen, in denen planmäßig und massenhaft Menschen vernichtet wurden. Wender hat sich hier völlig vergaloppiert. Und das offenbar auch eingesehen, als er später mit der (hilflosen) Ausrede kam, er habe mit „KZ“ Krisen-Zentrum gemeint.

Was machte nun RTL? Es radierte den Sänger aus der zweiten Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ einfach heraus. Verpixelt ihn. Nicht einmal sein Name wird noch erwähnt. Zu Beginn und nach jeder Werbepause verkündet RTL: „Völlig untragbare Äußerungen“ seien das, deshalb werde ein Juror herausgeschnitten. Frei nach Stalin: „Mensch weg, Problem weg!“

Ein Schlagerstar, der sich in seiner Wortwahl völlig vergaloppiert, macht mir weitaus weniger Angst, als ein Fernsehsender, der in einer Manier, die an Stalin erinnert, einfach die Realität ändert und jemanden aus seiner Sendung herausradiert. Genauso wie Twitter und Facebook jetzt Trump aus der Geschichte herausradiert haben. Wie immer man zu dem US-Präsident steht: Seine Tweets und Posts sind Teil der Geschichte, ob man die nun mag oder nicht.

Eine gute Freundin aus Moskauer Zeiten, die der Liebe wegen vor Jahren in die USA umgezogen ist, schrieb heute einen verzweifelten Brief: Sie erlebe jetzt in den Vereinigten Staaten genau das, wovor sie in Russland weggelaufen sei. Der Sozialismus erhebe wieder sein Haupt, nur eben in neuem Gewand.

Leider haben die westlichen Gesellschaften nichts aus ihrer Geschichte gelernt. Im Siegestaumel nach dem Untergang der Sowjetunion 1990 waren sie überzeugt, das Gespenst des Sozialismus, der guten Idee mit den stets schrecklichen Folgen, sei ein für alle Mal besiegt. Francis Fukuyama, der Stanford-Professor, verkündete das „Ende der Geschichte“. Als ich ihn  vor einigen Jahren bei einer Konferenz an seiner Universität unweit von San Francisco persönlich kennenlernte und darauf ansprach, wich er eher peinlich berührt aus.

Sehr sozialistisch mutet auch die allgegenwärtige Doppelmoral an. Nazi-Gleichsetzungen sind dann völlig okay, wenn sie „gegen die Richtigen“ gehen. Corona-Maßnahmen-Kritiker oder Kritiker von Merkels Migrations-Politik mit Nazis gleichzusetzen, gehört zum guten Ton. Attila Hildmann wird regelmäßig mit Adolf Hitler in einem Atemzug genannt. Kann man sich eine schlimmere Verharmlosung dieses Massenmörders vorstellen? Ist es keine verantwortungslose Verniedlichung der verbrecherischen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (die wegen zwei Wortbestandteilen vorzugsweise nur in ihrer Abkürzung genannt wird), die AfD mit ihr gleichzusetzen? Es gibt gute Gründe, Hildmann und die AfD zu kritisieren. Aber bitte ohne diese Verhöhnung der Millionen Opfer des Nationalsozialismus! Was für Wendler gilt, muss auch für die selbst ernannten „Guten“ gelten!

Aber nein: Mit ist nicht bekannt, dass irgend jemand aus Shows herausradiert worden wäre oder auch nur berufliche Nachteile hatte, weil er den Nationalsozialismus auf diese Weise nicht nur verharmloste, sondern auch instrumentalisierte für seine eigenen politischen Zwecke.

AFFLINKSWas wir aktuell erleben, ist ein Kulturkampf. Ein Kulturkampf von Ideologen, die ich nicht mal als links bezeichnen würde, weil das eine Beleidigung für klassische Linke wäre: Im Schulterschluss mit Großkonzernen, insbesondere, aber nicht nur aus dem Computer- und Internet-Bereich, wollen sie eine schöne neue Welt bauen, einen neuen Menschen schaffen. Profitorientiert. Dazu müssen sie unsere traditionelle Kultur, unsere Werte, insbesondere die Freiheit und die Meinungsfreiheit, „umbauen“. In einem „Great Reset“. Vorlage China: „Sozialismus“ mit Konsumwahn und Milliardären, massiver Armut, Ausbeutung und sozialer Ungerechtigkeit, mit digitaler Überwachung, betreutem Denken und permanenter „Volkserziehung“. Sie basteln an unserer Sprache, sie mischen sich in die Zusammensetzung von Vorständen von Firmen ein, sie indoktrinieren schon Kleinkinder. Sie wollen die Gesellschaft wie Ingenieure von oben umbauen, als seien wir Playmobil-Männchen und sie Schöpfer. Und Erzieher. Und Kontrolleure. Im Besitz der Wahrheit. Und deswegen auserwählt zu „führen“. Sie sind die geistigen Urneffen Lenins, die mit der Globalisierungselite fremdgehen.

Sollte der greise, aber gemäßigte Joe Biden seiner Vize-Präsidentin Kamala Harris Platz machen, einer kampfbereiten Ideologin, wird das den Weg in den Google-Sozialismus noch massiv beschleunigen. Ebenso wie eine Regierungsbeteiligung der Grünen nach der nächsten Bundestagswahl. Einer offiziellen, muss man dazu sagen, denn faktisch bestimmen die Grünen mit ihren Themen und Akzenten schon heute weitgehend die Politik in Deutschland.

Wer die „schöne neue Welt“ nicht so schön findet, ist sofort Nazi oder im besten Falle „Rechtspopulist“. Und wird dann einfach auch irgendwann „herausradiert“. Wenigstens muss man Bücher nicht mehr verbrennen, weil das alles schon digital geht. Wie die Katzenkrimis von Akif Pirinçci, die aus dem Handel verschwanden. Frei nach Stalin: „Mensch weg, Problem weg.“ Alles nur im Sinne des Guten! Alles nur für eine bessere Gesellschaft! Vorwärts in die leuchtende Zukunft!

Hatten wir das nicht alles schon einmal?


PS: Was kann man gegen all das tun, fragte mich ein Leser. Zu dem Gedanken habe ich etwas aufgeschrieben. Keine Eier des Kolumbus – aber man muss auch kleine Brötchen backen: https://reitschuster.de//post/nicht-den-mund-verbieten-lassen/

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Bild: ChameleonsEye/Shutterstock
Text: br


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