Hubert Aiwanger – die Moral aus der schmutzigen Geschichte Eine Hetzkampagne, die Hoffnung macht

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Hubert Aiwanger darf im Amt bleiben: Das ist das vermeintliche Machtwort, das sein Chef Markus Söder heute in München gesprochen hat. Auf einer Pressekonferenz, die gar keine war – sondern eher eine Audienz. Und auch das vermeintliche Machtwort war eine Mogelpackung: Söder hatte aufgrund der aktuellen Umfragen gar keine andere Wahl, als seinen Vize zu behalten. Die vermeintliche „Schonung“ war also nichts anderes als politisches Kalkül. Zu beliebt ist Aiwanger, zu gut sind seine Umfragewerte – und ein „Vize-Königsmord“ wäre Söder schlecht bekommen an den Wahlurnen am 8. Oktober bei der Landtagswahl im Freistaat.

Die Art und Weise, wie sich Söder dabei als Oberlehrer aufspielte und in Manier eines Papstes dem „armen Sünder“ Aiwanger die Absolution erteilte, war ebenso possenhaft wie entwürdigend bei seinem Vize. Der Freie-Wähler-Chef hat leider in der ganzen Affäre eine überaus schlechte Figur gemacht. Und deutlich das Signal ausgestrahlt, dass ihm das fehlt, was heute in der Politik offenbar Gift für die Karriere ist: Mut. Oder auf Spanisch: Eier.

Mein Lesetipp

Die Art und Weise, wie Aiwanger herumeierte, statt souverän mit dem Rufmord der „Süddeutschen Zeitung“ umzugehen, war schmerzhaft mitanzusehen. Doch sie verringert kein bisschen die massive Schuld, die das Münchner Blatt mit seiner Hetzjagd und Schmutzaktion auf sich geladen hat. Es war einer der Tiefpunkte des deutschen Journalismus. Ebenso wie die lautstarke Unterstützung, die der längst zur rot-grünen Propaganda-Organisation degenerierte „Deutsche Journalistenverband“ der „Alpen-Prawda“ aussprach.

Die Süddeutsche, die SPD, die hinter der Hetzkampagne steckte, Söder, Aiwanger – sie alle gingen als Verlierer aus der Affäre. Aiwanger nur moralisch, denn seine Zustimmungswerte dürften massiv steigen, und auch seine bundesweite Bekanntheit ist enorm angewachsen. Mit ihm wird künftig mehr denn je zu rechnen sein – was die Rufmörder von heute aber auf neue schmutzige Ideen für morgen bringen könnte.

Sieger ist der Souverän, der Wähler. Eine Mehrheit ist der Schmutzaktion in Manier der Stasi nicht auf den Leim gegangen, und nur deshalb konnte sich Aiwanger trotz Feigheit und Gedächtnislücken halten. Das ist die eigentliche gute Nachricht dieses Tages: Dass die Mehrheit der Wähler nicht so dumm und naiv ist, wie das viele im polit-medialen Komplex hoffen und glauben.

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