„Ich würde Donald Trump wählen“ Ein Gastbeitrag mit der größtmöglichen Provokation

Ein Gastbeitrag von Klaus Kelle

Showtime…

Die Bürger des mächtigsten Staates auf diesem Planeten sind morgen aufgerufen, ihren Präsidenten zu wählen. Und nicht wenige Kommentatoren haben in den vergangenen Wochen öffentlich gefragt: Sind die beiden älteren Herren wirklich die Besten, die wir für diesen Job haben?

Die Frage drängt sich auf, eigentlich auch schon vor vier Jahren, denn wäre ich Amerikaner gewesen, dann hätte ich bei der Wahl 2016 zwischen Donald Trump und Hillary Clinton passen müssen. Nun, ich war damals kein Ami und bin es auch heute nicht. Aber wenn ich morgen abstimmen dürfte, würde ich wählen. Ich würde Donald Trump wählen.

Ich weiß um seine Schwächen, seine oft ungehobelte Art mit seinem Gegenkandidaten und Journalisten umzugehen. Das macht man nicht als Präsident. Ich kenne seine üblen Zitate wieGrab them by the pussy, you can do anything“. All das, glauben Sie mir, gefällt mir nicht. Und er hat echt eine Scheißfrisur.

Der Grund, warum ich ihn wählen würde, ist, dass er das mächtigste Amt der Welt fast vier Jahre lang ordentlich ausgefüllt hat, in Zensuren würde ich sagen: Zwei minus, Mister Präsident. Das ist nicht einfach nur die Versetzung, sondern das ist ein “gut”.

Vier Jahre keinen Krieg geführt – welcher US-Präsident konnte das in den vergangenen 100 Jahren von sich behaupten? Arabische Staaten mit Israel versöhnen, die Botschaft nach Jerusalem verlegen, den Irren aus Pjöngjang mit Umarmungsgesten dazu bewegen, nicht weiter mit dem Feuer zu spielen. Und China hat er vor Monaten gezeigt, wo der Hammer hängt. Das Wuhan-Virus als Auslöser benannt, mit Zöllen dafür gesorgt, dass die Vereinigten Staaten beim bilateralen Handel mit dem Reich der Mitte nicht weiter das Nachsehen haben. Und dem Ausdehnen des hegemonialen Strebens Pekings mit massiven Waffenlieferungen an das abtrünnige Taiwan und Flottenmanövern zweier Trägergruppen im südchinesischen Meer eine deutliche Botschaft gesandt. Unternehmen kamen zurück aus Mexiko, Autokonzerne aus Deutschland und Japan, die in den USA viel verkauften und Geld verdienten, aber anderswo produzierten, wurden wieder eingefangen. Allein japanische Autohersteller haben fünf Werke in den USA errichtet in Trumps Amtszeit. Mindestens drei Millionen neue Jobs sind entstanden, die Mittelklasse hatte ordentlich verdient. Und dann kam Corona, das Wuhan-Virus.

Die Performance Trumps in der Covid 19-Krise war nicht gut. 230.000 Menschen sind ihr bisher zum Opfer gefallen. Und dass es vorwiegend ältere sind, ist da ein schwacher Trost. Ich will gar nicht das Fass aufmachen, wie gefährlich das Virus tatsächlich ist, aber das demonstrative Absetzen von Masken und auch vom Kurs der ganzen Welt in der Pandemie hat mit Sicherheit Punkte gekostet, zumal es ja oft die älteren Wähler sind, die bei den Republikanern ihr Kreuz machen.

Die immer wieder aufreißenden Rassenunruhen, die Straßenschlachten mit der Polizei, auch die teilweise stattfindende überzogene Polizeigewalt, dazu die tiefe Kluft zwischen der weißen Mittelschicht und dem dunkelhäutigen Teil der Unterschicht, all das lässt nichts Gutes für die nächsten Jahre erwarten.  Und da fragt sich auch ein konservativer Transatlantiker und USA-Freund wie ich, ob Präsident Trump, der sich gestern bei einer Wahlveranstaltung unter dem Gejohle seiner Anhänger freute, dass ein CNN-Kamerateam eine Wasserdusche abbekam und das Equipment wohl Totalschaden erlitt, der Mann des Ausgleichs sein kann, der Amerika wieder versöhnt.

Nochmal zurück zum Anfang: Wäre ich Ami, dann würde ich morgen meine Stimme abgeben für den, der bis zu Corona bei der Sicherheits- und Außenpolitik alles richtig gemacht, die Wirtschaft in Fahrt gebracht und Jobs, Jobs, Jobs geschaffen hat und der in seiner Amtszeit drei konservative Juristen ans Oberste Gericht der Vereinigten Staaten berufen hat, wie erst gerade auf den letzten Metern die brillante Amy Coney Bennett. Auf Jahrzehnte eine konservative Mehrheit im höchsten Gericht des mächtigsten Landes auf der Erde. Allein dafür hätte Donald Trump meine Stimme morgen sicher.

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autoren wieder – nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen, und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

 


Bild: VP Brothers/Shutterstock (Archiv)
text: Gast


Klaus Kelle , Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs. Dieser Beitrag ist auch auf seinem Blog „Denken erwünscht“ erschienen.


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Dreckskonservativer
3 Monate zuvor

Interessante Argumente:

„Vier Jahre keinen Krieg geführt – welcher US-Präsident konnte das in den vergangenen 100 Jahren von sich behaupten?“ – Jimmy Carter, Präsident 1977 – 1981. Und der wurde von Republikanern aus dem Amt gejagt, weil er nichts gegen die sowjetische Invasion in Afghanistan unternahm.

„Arabische Staaten mit Israel versöhnen“ – ist das tatsächlich auf Geheiß Trumps geschehen???

„den Irren aus Pjöngjang mit Umarmungsgesten dazu bewegen, nicht weiter mit dem Feuer zu spielen.“ –  Raketentests wurden fortgeführt, Entspannung mit Südkorea wieder zurückgefahren.

„Und China hat er vor Monaten gezeigt, wo der Hammer hängt.“ aha…China produziert und exportiert weiter weiter, egal ob die USA Zölle erheben. Wohl eher ein Hämmerchen.

„Und dem Ausdehnen des hegemonialen Strebens Pekings mit massiven Waffenlieferungen an das abtrünnige Taiwan und Flottenmanövern zweier Trägergruppen im südchinesischen Meer eine deutliche Botschaft gesandt.“ – hat Obama auch schon durchgeführt – oder vielleicht schert sich das US-Militär nicht allzuviel darum, welcher Clown gerade im Weißen Haus sitzt.

„Unternehmen kamen zurück aus Mexiko, Autokonzerne aus Deutschland und Japan, die in den USA viel verkauften und Geld verdienten, aber anderswo produzierten, wurden wieder eingefangen. Allein japanische Autohersteller haben fünf Werke in den USA errichtet in Trumps Amtszeit.“ – Das dieses eine Wirkung der  MAGA-Parole ist, das kaufe ich mal ab.

„Mindestens drei Millionen neue Jobs sind entstanden, die Mittelklasse hatte ordentlich verdient.“ – in den Boomzeiten, wenn die Aktienkurse in die Höhe schnellen, dann ist das normal, da hätte auch ein Besenstiel im Weißen Haus ausgereicht.

Die Bewertung zu Corona kommt einer Wahrheit nahe.

Ich kann die Bewertung der Schulnote 2- nicht nachvollziehen, da wurde abgeschrieben und vorgesagt und teilweise am Thema vorbei gearbeitet. Vom „Betragen in der Organisation“ wollen wir nicht sprechen: 6.

Ich frage mich immer wieder, was die republikanische Partei der USA für ein erbärmlicher Haufen sein muss, dass sie scheinbar auf Werte setzt und dann so einen Clown mitträgt. Der einzig aufrichtige Republikaner bleibt in meinen Augen Mitt Romney.

Und ich frage mich, wie deutsche Möchtegern-Konservative sich von einem solchen Clown blenden lassen. Wie klein ist der Kreis der vernünftigen Konservativen in diesem Lande noch, mit der man die CDU wieder zu alter Stärke bringen kann?

Lincoln Broderick
4 Monate zuvor

Der kommentierende mit dem Namen „hank“ ist so dermaßen tief drin, in der Vernebelungsmaschinerie dass es keinen Sinn macht im einzelnen auf den Unsinn einzugehen, jeder einzelnen seiner aufgelisteten punkte ist grundlegend falsch, und lediglich genau auf Linie des deutschen ÖR duktus.

Mehr muss man dazu auch nicht sagen.

 

Herr Horst Dettweiler hingegen bringt es aus der deutschen Perspektive nüchtern und unumwunden prägnant auf dem Punkt.

deutschland kann inzwischen nur noch Ideologie, belehren , Zeigefinger und passiv aggressives Neid verbrämtes Besserwissergehabe, und genau das sind auch die Hauptgründe für den desolaten Zustand des Landes insgesamt, der, anders als es der Staatsfunk und Jubelperser über all ihre Kanäle und Plattformen verbreiten, nämlich tatsächlich schmuddelig, verwahrlost und runtergekommen ist.

Es ist nur konsequent und folgerichtig dass sich die deutschen Eliten und Chef Ideologen so gegen Präsident Trump positionieren, ist er doch der glatte Gegenentwurf zu diesen Apparatschiks.

Er war, ist und bleibt, das Gegengift, und jeder der es wissen will, kann es wissen, und ein jeder der es unabhängig selbstbewusst verstehen möchte, der kann dies, es liegt an jedem selbst.

Für Deutschland sehe ich leider diesbezüglich wenig Hoffnung, der schaden scheint inzwischen irreparabel, und der tag an dem dies auch dem hinterletzten klar wird, und an dem sich das alles nicht mehr verdecken und wegerklären und ideologisierten lässt, der steht Deutschland bevor, ganz sicher! So war es immer, und so wird es auch diesmal wieder sein.

Go Mr. President! Landslide re-election Victory 2020, here is to you and four more successful bright and shining years!

the silent objective minded German citizen is with you and sees through the smoke, fog and mirrors.

Yes, we do exist.

Hein Noog
4 Monate zuvor

Es ist schon beängstigend  wie die US-Wahl in Deutschland medial ausgeschlachtet werden. Egal wie das ausgeht, auf den Punkt gebracht könnte man sagen: „Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix“. Falls Biden gewinnt, wird der Druck auf Deutschland bzgl. Nordstream 2 und Verteidigungsausgaben nicht nachlassen. Die Ukraine ein Steckenpferd von Biden wird nach Hilfen schreien und bei Biden ein offenes Ohr finden, zahlen darf dann Deutschland auch im Hinblick auf Nordstream 2. Auch wäre noch interessant, wer die Kabinettspoten erhält, ob da nicht auch wieder Hillary Clinton aufersteht. Warten wirs ab, falls Trump doch wider erwarten seine Wiederwahl gelingt, bin ich auf die Gesichter von Merkel und ihrer Entourage und Walter dem Spalter gespannt.

 

Der Censor
4 Monate zuvor

„Vier Jahre keinen Krieg geführt“ – das ist nicht ganz korrekt, denn die bestehenden Kriege sind noch nicht beendet. Aber Trump hat – und da steht er ganz klar im Gegensatz zu seinen Vorgängern der letzten Jahrzehnte – selbst keinen neuen Krieg vom Zaun gebrochen. Sein Vorgänger Obama erbte 2 Kriege (Irak u Afghanistan) und setzte während seiner Amtszeit halb Nordafrika in Brand, destabilisierte unter Beihilfe der EU die Ukraine und zeichnet zumindest mitverantwortlich für den Syrienkrieg gegen Assad.

Trumps Außenpolitik ist dagegen von Friedensbemühungen geprägt. Dass man Truppen aus Krisengebieten nicht von heute auf morgen abziehen kann, steht auf einem anderen Blatt. Aber ohne großes öffentliches Tamtam schickte er seinen Schwiegersohn auf die arabische Halbinsel für Friedensverträge mit Israel. Es könnte ihm also in einer 2. Amtszeit gelingen, dieses Projekt zu vollenden. Damit hätte er sich den Friedensnobelpreis mehr als verdient, den Obama als Vorschusslorbeeren für ein Versprechen bekam, das er nie einlöste.

Bemerkenswert ist: nur ein einziges Mal waren der Trump-feindliche Westen und seine Medien des Lobes über ihn voll: als er im April 2017 einen syrischen Militärflughafen bombardieren ließ, wobei es zu zivilen „Kollateralschäden“ kam.  Das zeigt doch, was man von einem POTUS erwartet: Bomben abwerfen, Raketen abfeuern und so dem übermächtig gewordenen militärisch-industriellen Komplex und den dahinter stehenden Spekulanten Gewinne zu verschaffen.

Auch ein Trump muss hier sicherlich Zugeständnisse machen, aber ungeachtet dessen zog er 4 Jahre lang bei straffem Gegenwind seine Agenda durch – mit einem etwas perfiden Trick: er fütterte die Öffentlichkeit via Twitter regelmäßig mit verbalen Fehltritten und irgendwelchen Faxen. Die Medien apportierten jedes dieser Stöckchen, die weiter nichts als Ablenkungsmanöver waren. Man hält Trump für dumm und ungeeignet, und er nützt es aus, unterschätzt zu werden.

J_Mierwald
4 Monate zuvor

Wenn ich wahlberechtigter Bürger der USA wäre, würde ich bestimmt nicht einen senilen Herausforder des derzeitigen Donald Trump zum Präsidenten meine Stimme geben. Man stelle sich vor: Der Mann bekommt plötzlich Bewusstseinseinschränkungen und in seiner Nähe befindet sich der Präsidenten-Koffer mit dem berüchtigten „Großen Roten Knopf“ für die Ingangsetzung des ganz dicken Knüppels.

Außerdem riecht mir der Typ wegen des Stallgeruchs seines Sohnes in der Ukraine sehr nach Korruption.

Da ist mir Donald Trump sehr viel lieber, denn der konmte sogar mit Kim Yong-Un umgehen. Und wer das kann, der kommt auch mit Putin gut klar (fast gleichartige Charakterzüge), weil er weiß:

DIE  RUSSEN WOLLEN KEINEN KRIEG.

Ich wünsche Donald Trump den höchstmöglichen Erfolg. Er mag manchmal etwas bizarr in seiner Art erscheinen, aber das Auffällige lieben die Amis ja auch und wählen ihre Präsidenten auch gern nach den optischen Eindruck, den die First Ladys bei ihnen hinterlassen. Und mal ganz ehrlich, die Melania ist doch eine ganz bezaubernde Frau.

Der jetzige Präsident, ist ber beste, den die Amis bisher hatten. Er soll, wenn es nach mir ginge, weiter regieren. Alles Gute für Donald und Punkt!

Eugen Richter
4 Monate zuvor

„Die Frage drängt sich auf, eigentlich auch schon vor vier Jahren, denn wäre ich Amerikaner gewesen, dann hätte ich bei der Wahl 2016 zwischen Donald Trump und Hillary Clinton passen müssen.“

Never. Das wir mir schon damals klar und so habe ich nach Veröffentlichung seines Wahl/Regierungsprogrammes um den Feb. 2016 Trump angeschrieben und meine ideele Unterstützung mitgeteilt und das einige seiner Punkte auch von R. Reagan hätten sein können.

Damals hatte ich nicht erwartet, dass er so viel umsetzen würde, wie er ankündigte. Wow. Ich habe mich nicht getäuscht. Schade, dass ich nicht wählen darf. Da hilft auch keine greencard.

Dietmar Walther
4 Monate zuvor

Herr Reitschuster, kompliment für den guten Auftritt bei dem „Corona Quartett“ in Servus TV.

Auch Ihre Frage, weshalb namhafte Virologen und andere Fachkompetente Menschen welche eine völlig andere Meinung vertreten als die Regierung und ein Herr Drosten, in den Systemmedien keinerlei Möglichkeit geboten wird sich zu äussern, wird (auch bei Pressekonferenzen) niemals beantwortet werden. Soviel zu unserer „angeblichen“ Demokratie.

Klaus Görgmeier
4 Monate zuvor

Wie er die zeitmeinungsbildende Main-Stream Presse in den USA mit simplen

Twitter-Meldungen ausgekontert hat, das fand ich damals schon sehr einfallsreich

und mutig.

Hätte sich ein angepasster Berufspolitiker in Deutschland damals wohl so nicht getraut.

Joerg Gerhard
4 Monate zuvor

Also bei weitem die meisten Menschen auf dem Gewissen haben Fauci, naemlich die Kollateralschaeden – Toten der Massnahmen, und die demokratischen Gouverneure wie Cuomo und Newsom, die entschieden haben Menschen ungetestet aus den Spitälern in die Heime zu schicken.

Wenn er konsequenter gegen  Maske und WHO&co gewesen waere, laege er weit vorne.

Ich mag ihn auch nicht und haette Hillary gewählt, aber jetzt ist er einzige der die weltweite Hygienestaatsdiktatur noch verhindernkann.

Rainer Rösch
4 Monate zuvor

Herrn Klaus Kelle kann ich überwiegend zustimmen. Trump hat schon angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs, den Chefwirrologen Fauci entlassen zu wollen. Trump verspottet die Europäer zu recht über die erneuten Lockdowns. Trump wird den Covid-19 Spuk schnell beenden und Amerika wird sich deutlich schneller wieder erholen. Merkel und Macron werden sich warm anziehen müssen.