Impfpropaganda an Grundschulen in Baden-Württemberg Landesregierung wirbt mit irreführenden Behauptungen für Kinderimpfung

Von reitschuster.de

„Wir haben dazu gelernt und würden heute nicht mehr dasselbe tun.“ Dieser Satz stammt von Søren Brostrøm. Gesagt hat ihn der Direktor der dänischen Gesundheitsbehörde am 22. Juni 2022, als er in einem TV-Interview gefragt wurde, ob die Kinderimpfung ein Fehler gewesen sei. Dänemark hatte sich bereits im Februar inmitten der Omikron-Welle von fast allen Corona-Maßnahmen verabschiedet und im April schließlich auch seine Impfkampagne ausgesetzt. „Mit dem, was wir heute wissen“, bezeichnete Brostrøm insbesondere die Kinderimpfung rückblickend als falsch. Die dänische Impfstoffexpertin Prof. Dr. Christine Stabell Benn sprach sich von Anfang an gegen die Kinderimpfung aus und kritisierte, dass dabei von allen Seiten viel Druck auf die Eltern ausgeübt worden sei. Das war im Sommer 2021.

Während unsere Nachbarn also offensichtlich in der Lage sind, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, wird in Deutschland die Impfung weiter als der einzige Ausweg aus der „Pandemie“ propagiert. Nachdem sich unter der erwachsenen Bevölkerung aber kaum noch Abnehmer für die Vakzine finden lassen, sollen jetzt einmal mehr die Kinder herhalten, genauer gesagt die 5- bis 11-Jährigen in Baden-Württemberg. An den Grundschulen im Südwesten werden dieser Tage Elternbriefe verteilt, um einerseits auf die angebliche Notwendigkeit der Kinderimpfung hinzuweisen und andererseits für eine entsprechende Infoveranstaltung in der kommenden Woche zu werben. Absender dieser als Elternbrief getarnten Impfpropaganda sind das Kultusministerium und das Sozialministerium.

Verlauf der Pandemie soll wesentlich vom Impfstatus abhängen

Schon die ersten Zeilen des Schreibens aus Stuttgart machen klar, worum es geht. Da man offenbar einsehen musste, dass man mit sachlichen und evidenzbasierten Argumenten nicht punkten kann, soll Druck ausgeübt werden. Das hat in der Vergangenheit schon gut funktioniert und soll anscheinend auch jetzt wieder das bevorzugte Mittel der Wahl sein. „Insbesondere durch den vermehrten Aufenthalt in den Innenräumen ist im Herbst und Winter mit einem Anstieg der Erkrankungen zu rechnen“, heißt es gleich zu Beginn. Entweder aus Unwissenheit oder mit Vorsatz wird hier „Erkrankung“ mit „Infektion“ gleichgesetzt. Den für dieses Schreiben verantwortlichen Ministern Manfred Lucha und Theresa Schopper (beide Grüne) mag es vielleicht entgangen sein, aber in zahlreichen Bundesländern haben die Schulen ihren Betrieb nach den Sommerferien schon längst wieder aufgenommen. Zu Anstiegen der Infektionszahlen ist es dennoch nirgends in Deutschland gekommen.

Im nächsten Satz wird behauptet: „Der weitere Verlauf der Pandemie wird – neben dem Auftreten neuer Virusvarianten – wesentlich vom Impfstatus und dem Verhalten der Bevölkerung abhängen.“ Dieser Satz enthält nicht nur Falschinformationen, sondern ist auch in sich widersprüchlich. Falls es tatsächlich zum Auftreten neuer Virusvarianten kommen sollte, gäbe es noch weniger Gründe als ohnehin schon, Kinder oder sonst jemanden mit Omikron- oder Wuhan-Vakzinen zu impfen. Und auch für eine Korrelation zwischen Impfstatus der Bevölkerung und Ausbreitung des Virus in derselbigen gibt es keinerlei Belege.

Dennoch werden die Eltern darüber „informiert“, dass die Impfung „weiterhin einen guten Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf“ biete. Wer diesen Satz liest und es nicht besser weiß, der könnte glatt meinen, schwere Krankheitsverläufe im Zusammenhang mit Corona wären bei Kindern die Regel. Auch hier ist das Gegenteil der Fall und längst erwiesen, sachliche Gründe für diese Panikmache gibt es also nicht. Der Ansatz der Ministerien bestehe deshalb darin, über die „Corona-Schutzimpfung“ zu informieren und Impfangebote für alle zur Verfügung zu stellen, „insbesondere auch für Kinder und Jugendliche“. Ausgerechnet diejenigen, die bei einer Infektion nachweislich am wenigsten zu befürchten haben, sollen in Baden-Württemberg also in den Mittelpunkt der Impfkampagne gestellt zu werden. Und in diesem Zusammenhang das Wort „Schutzimpfung“ in den Mund zu nehmen, grenzt ohnehin an Realitätsverweigerung. Den besten Schutz bietet nachweislich eine natürliche Infektion.

Kinder stellen Fragen zur Corona-Impfung

In der weiteren Folge des Schreibens wird den Eltern mitgeteilt, dass die STIKO inzwischen eine Empfehlung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren ausgesprochen habe. Je nach persönlichen und familiären Umständen sollten Kinder dieser Altersgruppe einmal geimpft werden, eine „Grundimmunisierung“ (zwei Impfungen) erhalten oder geboostert (drei Impfungen) werden. Lediglich gesunde Kinder, die bereits eine zweimalige Impfung erhalten haben, sollen „zunächst“ nicht erneut geimpft werden, wie die Ministerien betonen. Es lohnt sich also auch in diesem Fall, zwischen den Zeilen zu lesen. Unerwähnt bleibt hingegen, dass die Empfehlungen zur Kinderimpfung durch die vermeintlich unabhängige STIKO erstens per Salami-Taktik erfolgte und zweitens jeweils erst infolge des immer stärker werdenden politischen Drucks ausgesprochen wurde.

Abschließend wird auf eine digitale Informationsveranstaltung auf den Seiten der „Landesimpfkampagne #dranbleibenBW“ hingewiesen. Dort würden den Schülern und deren Eltern auch weiterführende Informationen zur Verfügung gestellt, so etwa das Eklärvideo „Kinder stellen Fragen zur Corona-Impfung“. Wer sich den gut 15-minütigen Streifen ansieht, fühlt sich sofort an die Fragestunde im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 erinnert, als die damaligen Kanzlerkandidaten angebliche Kinderfragen beantworten mussten.

Damals wie heute scheinen die Fragen vorgegeben worden zu sein. In dem Erklärvideo der Impfkampagne sind die Kinder zwar zu hören, aber nicht zu sehen. Die Kinder geraten bei „ihren“ Fragen immer wieder ins Stocken, so als würden sie sie ablesen. Und auch inhaltlich scheint es zumindest zweifelhaft, ob sich Achtjährige dafür interessieren, wo das Coronavirus ursprünglich herkommt, was in den Impfstoffen drin ist oder ob, und wenn ja, warum auch Kinder eine dritte Impfung brauchen.

DAVID
Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

 

Bild: Shutterstock
Text: reitschuster.de

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