Impfschäden durch Krankenhausabrechnungen belegt 21-mal mehr Nebenwirkungen seit 2021

Von Dana Samson

Die Corona-Impfung ist nach dem allgemeinen Narrativ sicher, denn „schwerwiegende sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Impfungen sind sehr selten“. Bestätigte Todesfälle gibt es noch seltener. Schließlich müssten die Menschen obduziert werden, um sicher feststellen zu können, ob die Verstorbenen an der Impfung gestorben sind oder nicht.

Dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) werden Verdachtsfälle mit Impfnebenwirkungen gemeldet. Die Anzahl der Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen werden in den Sicherheitsberichten, aufgeschlüsselt in verschiedene Altersgruppen und unterschiedliche Impfstoffe, dokumentiert. Letztendlich kann jedoch bisher nicht geklärt werden, ob es sich bei den Verdachtsfällen sicher um Impfnebenwirkungen handelt.

Um sich doch einer Klärung der Frage über die Impfnebenwirkungen anzunähern, muss zunächst bestimmt werden, was überhaupt schwere Impfnebenwirkungen sind. Das PEI schreibt Folgendes: „Als schwerwiegende Reaktionen gelten solche, bei denen die Personen im Krankenhaus behandelt werden oder Reaktionen, die als medizinisch bedeutsam eingeordnet wurden.“

Datenbank mit Impfschäden

Die Daten von in Krankenhäusern behandelten Personen werden in Datenbanken anonym zur Verfügung gestellt. Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat den gesetzlichen Auftrag, Daten über Leistungsgeschehen von Krankenhäusern zu erfassen. „Daten sollen für eine fundierte und sachorientierte Überprüfung der Auswirkungen der mit dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz beschlossenen Maßnahmen eine aussagekräftige und belastbare Informations­grundlage schaffen.“ Zusätzlich seien die „Erkenntnisse aus der Informationsgrundlage“ für die Wissenschaft von großem Interesse.

Mit der Datenbank des InEK gibt es möglicherweise also doch Daten über Impfnebenwirkungen.

Der Datenanalyst Tom Lausen arbeitet seit über 30 Jahren in seinem Berufsfeld und analysiert seit einiger Zeit die Zahlen von Krankenhäusern, dem DIVI und dem RKI. In seinem Interview mit Milena Preradovic macht er darauf aufmerksam, dass anhand der Krankenhausabrechnungen Impfschäden erkannt werden können.

Für die Jahre 2019, 2020 und 2021 kann eingesehen werden, wie viele Fälle es in den Krankenhäusern aufgrund einer Diagnose gab. Für Nebenwirkungen durch Impfstoffe gibt es Folgende ICD-Codes:

  • T88.0: Infektion nach Impfung [Immunisierung] / Sepsis nach Impfung [Immunisierung]
  • T88.1: Sonstige Komplikationen nach Impfung [Immunisierung], Hautausschlag nach Impfung
  • Y59.9: Komplikationen durch Impfstoffe oder biologisch aktive Substanzen Unerwünschte
  • U12.9: Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet

Die „unerwünschten Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen“ wurden im April 2021 in die Kriterien aufgenommen. Für 2021 gibt es bisher nur Daten bis September, daher werden für einen Vergleich die Daten aus 2019 und 2020 auch bis September herangezogen.

Deutschlandweit hat es 2019 bei den über 10-Jährigen 903 Fälle mit den oben beschriebenen Impfnebenwirkungen gegeben. 2020 ist die Zahl der dokumentierten Fälle mit 879 Fällen nahezu gleich. Interessant wird es in dem Jahr 2021 mit dem Hinzukommen der „unerwünschten Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen“: Es wurden insgesamt 18.625 Fälle mit Impfnebenwirkungen registriert.

Die 2021 21-mal höher als in den Vorjahren sind. 2.153 von den abgerechneten Fällen mit Impfschäden befanden sich auf Intensivstation. 18- bis 29-Jährige sind mit knapp 18 Prozent am meisten von den Impfschäden betroffen. 2021 gab es annähernd 13.000 Fälle, die ausschließlich mit der Diagnose „unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen“ registriert wurden. Diese Fälle sind nicht mehr als Verdachtsfälle zu bewerten. Sie sind von den Krankenhäusern als Impfschäden abgerechnet worden und gelten somit als bestätigte Fälle.

Die Impfnebenwirkungen werden in einem Großteil der Fälle als Nebendiagnose angegeben. Vermutlich liegt das daran, weil die Krankenhäuser mit anderen Hauptdiagnosen mehr abrechnen können. Dementsprechend ist es auch interessant, sich die Hauptdiagnosen der angegebenen Impfnebenwirkungen anzusehen. Ein Großteil der Menschen hat die Hauptdiagnose „Kopfschmerz“. Als zweites folgt „Synkope und Kollaps“.

Man möchte meinen, dass die 3.003 Fälle mit der Hauptdiagnose Kopfschmerzen und der Nebendiagnose Impfnebenwirkungen den Krankenhäusern bekannt sein müssen. Bei 21 Prozent der Patienten wurde eine native Computertomographie (CT) des Schädels gemacht. Weitere 15 Prozent wurden mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht und bei 17 Prozent wurde eine Computergestützte Bilddatenanalyse mit 3D-Auswertung gemacht.

4.001 Menschen wurden in den Krankenhäusern mit einem CT untersucht, bei denen die Diagnose der Impfnebenwirkung bekannt war. Wie können die Krankenhäuser dann angeblich nicht von den Impfnebenwirkungen wissen?

Mehr Impfnebenwirkungen durch hohe Impfquote?

Es wurde seit 2021 mehr geimpft, dementsprechend sei es logisch, dass die Impfnebenwirkungen in die Höhe gehen, so zumindest häufig das Argument. Die Impfquote von über 60-Jährigen für die Grippeschutzimpfung lag 2019 bei über bei 35 Prozent. 88 Prozent der über 60-Jährigen sind derzeit gegen Corona geimpft. Das heißt, dass mehr als doppelt so viele Menschen gegen Corona geimpft sind wie gegen die Grippe. Ein Großteil der Geimpften hat zwei Impf-Dosen bekommen, während bei der Grippe nur eine Impf-Dosis verabreicht wird. Insofern kann man ungefähr davon ausgehen, dass mit dem Corona-Impfstoff etwa viermal mehr Dosen verimpft wurden als mit der Grippeschutzimpfung. Das steht jedoch in keinem Verhältnis zu der Vereinundzwanzigfachung von bestätigten Impfschäden in den Krankenhäusern. Der enorme Anstieg der Impfnebenwirkungen kann nicht damit erklärt werden, dass mehr geimpft wird.

Mehr Patienten auf Intensivstation, aber nicht wegen Corona

In der Datenbank kann nicht nur eingesehen werden, wie viele Menschen mit Impfnebenwirkungen in den Krankenhäusern abgerechnet wurden, sondern auch, wie viele Intensivpatienten insgesamt abgerechnet werden und wie viele von denen Corona-positiv waren. 2019 waren es im gesamten Jahr 1.753.222 Intensivpatienten, 2020 stieg die Zahl auf 1.925.180 Fälle an. Somit ist die Zahl der Intensivpatienten um 150.000 gestiegen. Unter den Intensivpatienten waren 27.359 Corona-Patienten. Mit den knapp 28.000 Patienten ist der hohe Anstieg der Intensivpatienten nicht zu erklären, es fehlen schließlich noch gerundet 123.000 Patienten, die mehr auf den Intensivstationen (ITS) lagen. Woher kommt der Anstieg der Intensivpatienten, wenn es keine Corona-Patienten waren?

Um zu versuchen, die Frage zu beantworten, kann man sich die Zahlen der Patienten auf ITS mit Pflegegraden eins bis fünf und beantragtem Pflegegrad ansehen. 2019 waren das 439.494 Patienten, 2020 waren es 538.441 Patienten. Es sind also knapp 100.000 Patienten mit Pflegegraden mehr auf Intensivstationen aufgenommen worden. Von den knapp 540.000 Patienten hatten 8.583 Corona und es verbleiben 529.858 Patienten auf Intensivstationen mit Pflegegrad und ohne Corona. 2020 hat es dementsprechend 90.364 Patienten mehr auf ITS mit Pflegegrad gegeben, unabhängig von Corona. Das würde annähernd die 123.000 Patienten erklären, die 2020 mehr auf Intensivstation lagen.

Die Annahme von Lausen ist, dass 2020 Patienten mit Pflegegraden auf die ITS verlegt wurden, damit die Betten auch belegt sind und abgerechnet werden können. Er betont jedoch, dass es sich nur um eine Vermutung von ihm handelt, die eine Erklärung der Zunahme von Intensivpatienten versucht.

Die abgerechneten Fälle mit der Diagnose Impfnebenwirkung hingegen sind Fakt und keine Vermutung. Eine Zunahme der Impfnebenwirkungen um das Einundzwanzigfache seit der Corona-Impfung ist enorm und sollte genauer untersucht werden.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Dana Samson studiert an einer deutschen Universität und schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: CGN089 / Shutterstock
Text: ds

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