Impfstoff: Europäische Union stellt wichtige Tatsachen auf den Kopf Von der Leyen tendiert zum Größenwahnsinn

Ein Gastbeitrag von Dr. Manfred Schwarz

Von der Leyen diskriminiert die deutsche Sprache

Wer die „“ZDF“-Sendung „Heute-Journal“ vom 21. Dezember gesehen hat, wird sich wohl verwundert die Augen gerieben haben.

Ursula von der Leyen (CDU), die neue Präsidentin der EU-Kommission, hat es vor laufenden Kameras mit großer Chuzpe fertig gebracht, die deutsche Sprache demonstrativ zu diskriminieren und die deutsche Herkunft des Corona-Impfstoffes „BNT 162“ gezielt zu unterschlagen. Wieder einmal hat sie gezeigt, wes Geistes Kind sie ist.

EU-Amtssprachen: Deutsch interessiert von der Leyen nicht die Bohne

Deutsch ist wohlweislich – neben Englisch und Französisch – offiziell eine der drei Amtssprachen in der EU. Schriftlich und mündlich. Grund: Die meisten Menschen in Europa sprechen muttersprachlich Deutsch.

Viele Beschwerden verschiedener Gruppen aus Deutschland darüber, dass die deutsche Sprache im EU-Apparat schwer vernachlässigt und oft sogar verdrängt wird, haben bisher auch die Deutsche Ursula von der Leyen nicht beeindrucken können.

Die Pressewände im Press Room der Kommission zieren zwar in großen Buchstaben die Begriffe „European Commission“ und „Commision européanne“. Die Bezeichnung „Europäische Kommission“ suchen Pressevertreter freilich weiterhin vergeblich.

Nationales Denken ist bei ihr verpönt

Nun tat „UvdL“ (inoffizieller Medienjargon) das, was sie am liebsten tut: Sie präsentierte sich triumphierend der Presse aus ganz Europa. Sie, die 1,61 Meter groß ist und stets Hosen trägt, verkündete stolz, jetzt stehe ein Impfstoff zur Verfügung, der bald die weitere Verbreitung von Corona verhindere.

Ihre akribisch vorbereitete Rede hielt von der Leyen demonstrativ auf Englisch. Das ist schon deswegen seltsam, weil die früheren Kommissionspräsidenten ihre Statements zumeist in ihrer Muttersprache vorgetragen haben. Und weil etwa der ehemalige belgische EU-Ratspräsident Herman van Rompuy – er stammt aus dem französisch-sprachigen Wallonien – seine offiziellen Reden fast immer wie selbstverständlich auf Französisch hielt.

Diese Herren sind keine Vorbilder für von der Leyen. Nationales Denken ist ihr ein Gräuel. Die „EU-Uschi“ (Portal „Achgut.com“) will dafür um so mehr als polyglotte Europäerin glänzen, die auch fließend Englisch und Französisch spricht.

Beeindrucken wollte sie bereits in jungen Jahren, als sie ihre Dissertation zu Papier brachte. Durch diese Arbeit kam sie, die „stets aufs eigene Image bedacht ist“ („Süddeutsche Zeitung“), schwer ins Stolpern. Wegen zahlreicher Plagiate in ihrer Doktor-Arbeit wäre ihr um ein Haar der Titel aberkannt worden.

Bundeswehr: Nur noch bedingt einsatzfähig

Schon als – weithin umstrittene – Verteidigungsministerin ist sie gern in EU-Sälen aufgetreten. Als „Federal Minister of Defense“. So war es zu lesen auf der Pressewand. Pech: Dieser Titel wird zwar im Amerikanischen so geschrieben, aber nicht in der englischen EU-Sprache: Richtig muss es heißen: „Minister of Defence“. Die Sprachfertigkeiten der „Bundeskanzlerin der EU“ („PI-News.net“) sind also doch noch ausbaufähig.

Die von ihrem großen Geltungsdrang getriebene „Schwadroniererin“ („Neue Zürcher Zeitung“) hat bereits als Verteidigungsministerin – ein bisschen ähnlich wie ihr einstiger Vorgänger Rudolf Scharping (SPD) – „kaum ein Fettnäpfchen ausgelassen“ („Tichys Einblick“). Ein Beispiel dafür: ihre fast grenzenlosen und enorm teuren Berater-Verträge. Diese fast immer  fachfremden Ratgeber haben die Bundeswehr nur noch mehr in den Schlamassel geraten lassen.

Von der Leyen („Die Bundeswehr hat ein Haltungsproblem“) schaffte es in den vier Jahren ihrer Amtszeit, das Vertrauensverhältnis zur Truppe umfassend zu ruinieren und die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr weitgehend zu untergraben.

Mit der schillernden LGBTIQ in ein grünes Europa

Jetzt wirkt die Politikerin, der schon öfter vorgeworfen wurde, ihr seien „publikumswirksame Auftritte viel lieber als politische Inhalte“ („Kölner Stadt-Anzeiger“) in Brüssel. Einer ihrer neuen Arbeitsschwerpunkte: „EU-Strategie zur Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, Transgender-, nichtbinären, intersexuellen und queeren Personen (LGBTIQ)“. Diskriminierungen von LGBTIQ-Personen sollen nun effektiv bekämpft werden.

Und: Europa soll bald „grün“ werden. Geld dafür ist zwar nicht da. Doch „Flinten-Uschi“ nimmt dafür neue riesige Kredite auf.

Ganz neu schwärmt die „Präsidentin“ von dem neuen Corona-Impfstoff „BNT 162“, den sie im „Press Room“ der EU-Kommission schwungvoll und dynamisch vorstellte – und dabei sorgfältig darauf achtete, sich vor allem selbst zu inszenieren.

Deutschland kennt sie nicht mehr

Dass die EU dank ihrer monströsen Bürokratie den Genehmigungsprozess vorher unnötig verlangsamte und dass für die 27 EU-Länder viel zu wenig Impfdosen geordert wurden, vergaß sie tunlichst zu erwähnen.

Bei ihrem groß arrangierten Auftritt im Brüsseler Pressesaal hat sie ebenfalls verschwiegen, dass dieses Impfmittel für Europa von einem deutschen Unternehmen – unter großen Mühen – entwickelt wurde: von Biontech, mit finanzieller Unterstützung des US-Konzerns Pfizer.

Auch unterschlug die rhetorisch begabte und telegene „Flinten-Uschi“ („Augsburger Allgemeine“), dass das Impfmittel jetzt vorrangig in den deutschen Städten Mainz, Marburg und Idar-Oberstein produziert wird.

„UvdL“ ließ die überragende Bedeutung ihres Heimatlandes einfach unter den Tisch fallen, als sie in der Brüsseler Medien-Szene mit viel Pathos („… Allow me to say, how proud I am …“) sagte, sie sei stolz darauf, „dass der erste in Europa zugängliche Impfstoff ein Produkt europäischer Innovation ist“.

Entscheidende Tatsachen auf den Kopf gestellt

Was diese fürwahr revolutionäre, wenn auch umstrittene Innovation,  mit Europa zu tun hat, bleibt ihr Geheimnis. Wenn die deutsche Firma mit dem Ausland kooperiert hat, dann jedenfalls mit dem Bündnispartner Pfizer – aus den USA.

Vollmundig behauptet die Kommissionschefin immer wieder, es sei ein großer „Vorteil, Mitglied einer Union von 27 Nationen zu sein, die sich auf einander verlassen können, wenn es hart auf hart kommt“.

Nur vermag sie in ihren wolkigen Reden keinen einzigen „Vorteil“ konkret zu nennen. Es gibt auch kaum ein Beispiel dafür, dass sich die Staaten während der Coronakrise hätten aufeinander verlassen können.

Jedes EU-Mitgliedsland verfolgt während der Krise „seinen eigenen Weg zur Eindämmung der Pandemie – und wie gut, die Schäden wären bei einer von Brüssel gelenkten Politik weitaus größer ausgefallen“ („Tichys Einblick“). Die einzelnen Staaten versuchen entsprechend ihrer nationalen Besonderheiten, das Schlimmste zu verhindern.

Die EU stand hilflos am Rande des Spielfelds, wenn Staaten wie Österreich oder Deutschland die konkreten Maßnahmen einleiteten, die als notwendig erachtet wurden. Koordination in der EU? In aller Regel Null. Verließe sich eines der 27 EU-Länder auf das Brüsseler Bürokratie-Monstrum, wäre es verloren.

Schämen sich deutsche Politiker ihrer Herkunft?

Das anti-deutsche Verhalten Ursula von der Leyens erinnert an Angela Merkel. Die Kanzlerin hat ihrem damaligen Gesundheitsminister Hermann Gröhe 2013 nach dem CDU-Sieg bei den Bundestagswahlen vor laufenden Fernsehkameras sogar harsch verboten, ein Deutschland-Fähnchen auf offener Bühne fröhlich hin und her zu schwenken.

CDU-Politiker sind immer öfter eifrig bemüht, dicht im politischen Windschatten der Grünen zu fahren. Fatal, denn bei den Linken ist die „deutsche Identität“ genauso zum Fremdwort geworden wie der Begriff „deutsche Nation“.

Patriotismus – wie er in den USA, in Großbritannien oder in Frankreich selbstverständlich ist – wird als „des Teufels“ erklärt. Beängstigend: Links-grüne Politiker wischen die Erkenntnis behänd vom Tisch, dass ein Land ohne einen gesunden Patriotismus, den man nicht mit Nationalismus verwechseln sollte, auf Dauer gar nicht funktionieren kann.


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.


Dr. Manfred Schwarz (Politologe): Zivillehrer an der Hamburger Landespolizeischule, dann etliche Jahre Berufsschullehrer und Dozent in der staatlichen Lehrerfortbildung (Bereich: Politik); jeweils acht Jahre Medienreferent in der Hamburger  Senatsverwaltung und (nebenamtlich) Vizepräsident des nationalen Radsportverbandes BDR (verantwortlich für die bundesweite Medienarbeit / Herausgeber einer Internet-Radsportzeitung). CDU-Mitglied, sechs Jahre Mitglied des Hamburger CDU-Landesvorstands. Heute Autor für verschiedene Internetportale mit den Schwerpunkt-Themen Politik und Medien.


Bild: Alexandros Michailidis/Shutterstock
Text: Gast


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