„Kollateralschäden“ gehen auf Sendung Premiere der Kolumne als TV-Serie

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Chronik einer Krankheit

Corona macht krank. Darüber berichten wir. Geschichten, die es nicht in die Medien schaffen. Die Serie „Kollateralschaden“ basiert auf Berichten Betroffener der Coronapolitik. Damit keiner sagen kann: „Das haben wir nicht gewusst!“

Die nachdenklichen, verstörenden, bedrückenden Schicksale von Menschen, die an politischen Maßnahmen leiden, gehen jetzt als Filmdokumentationen an den Start.

Von Johanna und Frank Wahlig

KOLLATERAL: Serie von reitschuster.de im Kinoformat

Millionen Leser. Tausende tränenreiche, mitfühlende, dankbare und ermunternde Zuschriften an die Autoren. Die Serie „Kollateralschaden“ auf reitschuster.de hatte enormes Echo ausgelöst. Geboren war die Idee, „Kollateralschaden“ zu verfilmen. Produzent Robert Cibis, der auch für Arte und 3Sat produziert, geht ab Dezember mit der ersten Staffel auf zehn verschiedenen Kanälen an den Start.

Eine Idee wird zur Chronik: Kollateralschaden

Es sollte nichts Großartiges werden: Kleine Geschichten halt, was das Virus, oder besser die staatlichen Maßnahmen zu dessen Bekämpfung, mit den Menschen machen. Auch Geschichten darüber, wie der Staat unbarmherzig und hart wird. Aus der Idee, „aufzuschreiben, was ist“, wurde eine Chronik der Corona-Zeit.

Kollateralschaden: Der alte Mann

Angefangen hat alles 2020 mit einem alten Mann in Oberbayern, der keinen Besuch mehr erhalten durfte – Kontaktverbot, Besuchsverbot. Der alte Mann war Handwerker, von Depressionen war nichts bekannt, ein normaler Nachbar. Noch nicht mal ein „Grantler“. Im Lockdown war er monatelang allein. Alt und einsam war er geworden. Der Mann zog seinen Mantel im harten und menschlich kalten Lockdown über und stellte sich nachts auf die Bahngleise der letzten Regionalbahn vor München. Der Zugführer hat den alten Mann nicht gesehen, nur den Aufschlag gespürt.

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Der alte Mann wurde zum „Kollateralschaden“, gewissermaßen. Die Schicksale der Opfer des Krieges der Politik gegen ein Virus zu dokumentieren, erschien uns wichtig.

„Kollateralschaden“ wurde zu den meistgelesenen Online-Serien in deutschen Medien. Die Beiträge waren verstörend, manchmal hart,  aber sachlich und nüchtern. In einer Zeit, als Deutschland hysterisch wurde, die Menschen sich vor Menschen fürchteten. Das Virus aus Ostasien wurde Kriegspartei.

Schreiben macht einsam … und neue Freunde

Die Leser haben auf die Geschichten reagiert. Millionen Leser, tausende Mails. Die Autoren bekamen Informationen, Dokumente, Geschichten zugeschickt. Daraus entstanden weitere Kollateralschaden-Reportagen. Manche Menschen baten um Diskretion, fürchteten um Job, Ansehen und Freundschaften. Zu Recht. Kollegen der ARD haben den Kontakt zu uns Autoren abgebrochen. Wir würden den „Falschen“ in die Hände spielen, so der Vorwurf. Schreiben kann einsam machen.

Andere Kollegen schrieben, wir seien mutig. In ihren Redaktionen dürften solche Geschichten nicht gesendet, geschrieben oder verfilmt werden. Schreiben schafft Verbindungen und neue Freundschaften. Auch das.

Wir, die Autoren, meine Frau Johanna und ich, haben dutzende Kollateral-Reportagen geschrieben, viele Leser haben uns dabei geholfen. Wir haben mit Leuten gesprochen, mit denen wir vielleicht nie in Kontakt gekommen wären. Gutes Schreiben schafft auch Nähe und neue Freundschaften.

Im Sommer saßen Johanna und ich mit Bekannten in einem bayerischen Biergarten. Am Nachbartisch diskutierten Gäste, über einen Artikel auf einem iPad gebeugt, der bei reitschuster.de online war. Ein Kollateralschaden. Ich sagte „Hallo“. Es wurde ein gutes Gespräch. Sie wollten unsere Rechnung zahlen, wir sollten weitermachen, sagten sie, unbedingt.

Unser Bier haben wir selbst bezahlt, wir machen weiter.

„Der Journalist“: Boris Reitschuster im Kinoformat

Aus den Geschichten werden Filme: Menschen erzählen in den 15-minütigen Kurzdokus ihre Geschichte, was Corona mit ihren Leben machte. Wie sich die Welt verdrehte, sich die Umgebung wegdrehte und was dann alles passierte. Die erste Staffel läuft ab Dezember. Im ersten Beitrag erzählt „Der Journalist“, wie er Freunde verloren hat, wie er von Freunden betrogen wurde. Wie „Der Journalist“ damit lebt, als Boris Reitschuster zum journalistischen Außenseiter gemacht zu werden. Nicht nur der Staat handelt in der Corona Zeit unbarmherzig, auch Kollegen, die sich stets menschenfreundlich, liberal, tolerant präsentieren…

In folgenden KOLLATERAL-Dokus berichten ein Bundestagsabgeordneter, eine Schulleiterin, ein Amtsarzt, eine Gastwirtin, ein Fußballweltmeister, was geschehen ist. Kollateralschäden ja, aber mit ihren persönlichen Wegen aus der Krise.

Die Kamera begleitet die Menschen, ohne sie zu entblößen. Ohne Distanz, ohne Kritik, ohne Kommentar. Johanna Wahlig und ich, Frank, bleiben was wir sind: Wir sind die Autoren der Kollateral-Dokus, offen und über Mail erreichbar. Die Folgen sind auf zehn verschiedenen Kanälen zu sehen. Alle zwei Wochen geht eine neue Episode KOLLATERAL auf Sendung.

Episode 2: Eine Schulleiterin verliert ihre Schule, die ihr sehr am Herzen liegt

Episode 3: Eine Lehrerin hört den Schülern zu. Die Eltern beschweren sich. Das Schulamt lädt vor

Episode 4: Der Weltmeister im Fußball verliert seinen Job als Sportkommentator bei der größten deutschen Boulevardzeitung

Episode 5: Der Amtsarzt kritisiert die Gesundheitspolitik und setzt seiner Karriere ein Ende

Episode 6: Ein Bundestagsabgeordneter wird angezeigt und erhält sechs Hausdurchsuchungen

Episode 7: Eine Gastwirtin muss sich wegen ihrer „Gesinnung“ vor Gericht verantworten

 

 

 

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
 
 
Johanna Wahlig ist Politologin, Journalistin und Unternehmerin. Frank Wahlig ist Historiker und war 30 Jahre lang ARD-Hauptstadtkorrespondent.
 
 
 
 
 
 
 
Bild: screenshot KOLLATERAL – Der Journalist OvalMedia  
Text: Gast

 

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