Lauterbach & Co. tricksen und lügen weiter "Auch Impfpflicht führt zu freiwilliger Impfung"

Südafrika habe seinen Preis zahlen müssen für das schnelle Abflachen der Omikron-Variante und das Ausbleiben von vielen Krankenhaus-Einweisungen, sagte Christian Drosten auf der Bundespressekonferenz am Freitag (die ich hier dechiffriert habe). Und Südafrika sei immuner. Ein befreundeter Arzt schrieb mir empört: „In Südafrika ist die Impfquote aber nur bei 27 Prozent, ein Bruchteil von Deutschland. Und auch den hohen Preis kann ich nicht nachvollziehen. Südafrika hatte ca. 3,5 Millionen positiv Getestete und ca. 85.000 Tote bei ca. 60 Millionen Einwohnern. Deutschland hatte bei ca. 83 Millionen Einwohnern ca. 7,8 Millionen positive Tests und 115.000 Tote.“ Es sei unsäglich, wie hier quasi in Nebensätzen manipuliert und dabei Zahlen und Daten verfälscht werden, so der Arzt.

Karl Lauterbach macht nun in gleicher Manier weiter (anzusehen bei Markus Lanz hier ab 00:37:00). „In Großbritannien sollen die Corona-Maßnahmen fallen. Dazu Karl Lauterbach bei Lanz: ‘Der Impfschutz ist so hoch, sie können die Tür ein Stück weit öffnen, aber wir können es nicht‘“, schreibt der legendäre Twitterer „Grantler“ – und führt dann zum Gegenbeweis die Impfquoten auf:

Großbritannien: 71,4 Prozent (54,4 Prozent geboostert)
Deutschland: 72,7 Prozent (47,6 Prozent geboostert)

„Wie nennt man das?“, fragt Grantler. Ich würde sagen: Entweder völlige Unfähigkeit oder Irreführung der Öffentlichkeit. Oder beides. Und leider ist das bei Lauterbach kein Einzelfall. Es scheint notorisch zu sein (ebenso wie das Schweigen über Lauterbachs Lügen bei den staatsfinanzierten Faktenfindern). Man sollte sich überlegen, ob man den Gesundheitsminister nicht in Anspielung an den legendären Hochstapler Felix Krull den entsprechenden Beinamen verleihen und künftig von Karl „Felix“ Lauterbach sprechen sollte.

Doch damit nicht genug – offenbar hat Lauterbach auch eine erstaunliche Wahrnehmung der Realität – wie eine Aussage von ihm zeigt, die der Blogger „Argo Nerd“ aufgegriffen hat: „Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft. Selbst die Impfpflicht führt ja dazu, daß man sich zum Schluss freiwillig impfen lässt.“

Dazu fällt einem schlicht nichts mehr ein. Zumindest nichts Druckreifes.

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Auch die Verkürzung des Genesenenstatus auf zwei Monate, die wie ein Coup handstreichartig erfolgte und über Nacht Hunderttausende Genesene wieder zu 2G-Opfern machte, ist „wissenschaftlich heikel“, wie selbst die „Welt“ schreibt: Virologe Hendrik Streeck, Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung, erklärte, der Alleingang mit der Kürzung – die Schweiz etwa hatte den Status gerade erst verlängert, „ist aus meiner wissenschaftlichen Erkenntnis nicht erklärbar“. Der Epidemiologe Alexander Kekulé sagte der „Welt“, eine durchgemachte Infektion mit einer früheren Variante schütze bei Omikron zwar kaum gegen die Ansteckung, aber sehr wahrscheinlich recht gut gegen schwere Verläufe. Dann täte sie genau das, was offiziell auch die Impfung tut. Kekulé sieht keine wissenschaftliche Begründung dafür, „dass der Schutz vor Ansteckung durch Omikron bei Geimpften neun Monate, bei Genesenen aber nur drei Monate halten solle“.

Die urplötzliche Aberkennung des Impfstatus für Menschen, die sich mit „Johnson & Johnson“ haben impfen lassen, sorgte ebenfalls für massive Kritik. Faktisch setze Lauterbach durch, dass Grundrechte nun per Mausklick des Robert Koch-Institutes eingeschränkt werden können, das ihm gegenüber weisungsgebunden ist. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff (CDU) hatte den Minister noch kurz vor der entscheidenden Abstimmung im Bundesrat aufgefordert, keine politischen Anweisungen an die Behörden zu geben. Lauterbach sagte daraufhin zu, das nicht zu tun. Ein paar Stunden nach der Sitzung waren dann aber entsprechenden Empfehlungen in Sachen Genesenenstatus und „Johnson & Johnson“ geändert.

Es wird immer deutlicher: Lauterbach ist seinem Amt weder charakterlich noch fachlich gewachsen.

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Die Bundespressekonferenz vom 19.1.2022

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Die Bundespressekonferenz vom 17.1.2022

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david

Bild: Shutterstock
Text: br

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