Massive Übersterblichkeit in England "Unerklärliche Todesfälle, erschreckend": Vor allem Herz-Kreislauf

Es ist schwerer Tobak, den die britische Qualitätszeitung auffährt. Lauterbach und seine Jünger müssen sich warm anziehen. Neben der Überschrift, in der die ketzerische These aufgestellt wird, dass die Maßnahmen mehr Menschen getötet haben könnten als das Virus, führt das Blatt in seiner Unterzeile aus: „Unerklärliche Todesfälle übertreffen die Zahl derjenigen, die durch Viren verursacht wurden, Mediziner bezeichnen die Zahlen als ‘erschreckend‘.“ Bezeichnend ist, dass in den großen Deutschen Medien solche Berichte schlecht vorstellbar sind. Auch der hinter einer Zahlschranke stehende Bericht des Telegraph lässt allerdings den großen rosa Elefanten mitten im Raum aus: Die Impfung. Dass die „unerklärlichen Todesfälle“ damit im Zusammenhang stehen könnten, ist offenbar auf der Insel ebenso Tabu wie bei uns.

„Zahlen zur Übersterblichkeit des Amts für Nationale Statistik (ONS) zeigen, dass rund 1000 Menschen mehr als sonst aus anderen Gründen als dem Virus sterben“, schreibt das Blatt: „Der Telegraph geht davon aus, dass das Gesundheitsministerium eine Untersuchung der Zahlen angeordnet hat, da befürchtet wird, dass die Todesfälle mit Verzögerungen und Aufschub bei der Behandlung von Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen zusammenhängen.“

Ausgerechnet in der Zeit, in der Corona-Hardliner neue Maßnahmen fordern und wieder über eine Maskenpflicht diskutiert wird, stellt sich heraus, dass in den vergangenen zwei Monaten die Zahl der „nicht Corona-bedingten“ Todesfälle die der Corona-Toten – wie auch immer diese definiert sind, auf der Insel „in den Schatten“ stellt, wie es die Zeitung definiert.

Stille Gesundheitskrise

Die Zahlen deuten demnach darauf hin, dass Großbritannien „mit einer neuen stillen Gesundheitskrise konfrontiert ist, die eher mit der Reaktion auf die Pandemie als mit dem Virus selbst zusammenhängt.“ Die „Britische Herz-Stiftung“ (British Heart Foundation) zeigt sich „zutiefst besorgt“ über die neuen Zahlen.

Der Telegraph zitiert Dr. Charles Levinson, den Geschäftsführer von Doctorcall, einem privaten Hausarztdienst. Der sagt, „sein Unternehmen habe ‘viel zu viele‘ Fälle von unentdecktem Krebs und Herzproblemen sowie eine ‘beunruhigende‘ Anzahl von psychischen Erkrankungen“ zu verzeichnen: „Jede Woche sterben Hunderte und Aberhunderte von Menschen – was ist los?“ Seine Vermutung: „Verzögerungen bei der Suche und Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgung sind meiner Ansicht nach zweifellos die treibende Kraft. Die täglichen Covid-Statistiken forderten die Aufmerksamkeit der Nation, doch diese erschreckenden Zahlen bekommen kaum einen Einblick. Eine vollständige und dringende staatliche Untersuchung ist unverzüglich erforderlich.“

Der Statistik zufolge „liegt die Zahl der Todesfälle um 14,4 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt, was in der Woche bis zum 5. August 1.350 mehr Todesfällen als üblich entspricht“, so der Telegraph: „Obwohl 469 Todesfälle auf Covid zurückzuführen waren, wurden die restlichen 881 nicht erklärt, und das ONS schlüsselt die verbleibenden Todesfälle nicht nach Ursache auf.“

Pürner

Seit Anfang Juni hat das ONS demnach fast 10.000 Todesfälle mehr als im Fünfjahresdurchschnitt verzeichnet – rund 1.089 pro Woche – von denen keiner mit Covid in Verbindung gebracht wird. Die Zahl ist mehr als dreimal so hoch wie die Zahl der Menschen, die im gleichen Zeitraum an den Folgen des Virus starben, nämlich 2.811, wie das Blatt ausführt. Auch wenn man die altersbedingten Veränderungen heraus rechnet, bleibt eine erhebliche Übersterblichkeit.

Laut dem „Telegraph“ gab das Gesundheitsministerium zu, dass die Mehrheit dieser Todesfälle mit weitgehend vermeidbaren Herz- und Schlaganfall- und Diabetes-bedingten Erkrankungen zusammenhängt.

Einseitige Erklärungs-Suche

Die Erklärung des Blatts: „Viele Termine und Behandlungen wurden abgesagt, als der Nationale Gesundheitsdient im Jahr 2020 und im vergangenen Jahr gegen die Pandemie kämpfte, was zu einem enormen Rückstand führte, mit dem das Gesundheitswesen immer noch zu kämpfen hat.“

Das „Health Service Journal“ zitiert eine interne Krankenhaus-Notiz, die ihm zugespielt wurde, und in der gewarnt wird, „dass es ‘immer häufiger‘ werde, dass Patienten in der Notaufnahme sterben, während sie auf die Behandlung warten.“

Dr. Charmaine Griffiths, Geschäftsführerin der British Heart Foundation, zitiert das Blatt mit den Worten: „Wir sind zutiefst besorgt über die ersten Erkenntnisse, dass die übermäßigen Todesfälle in den letzten Monaten anscheinend auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind.“

Das Blatt versucht sodann vehement und mit diversen Zitaten, dieses Phänomen auf die Verschlechterung der Versorgung in den letzten (Covid-)Jahren zurückzuführen. Es erkennt zwar: „Die stille Krise mit steigenden Todeszahlen, die Großbritannien erfasst, ist nur die Spitze des Eisbergs.“ Das Wort Impfung kommt allerdings im ganzen Bericht kein einziges Mal vor.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Dabei sind uns die Briten immer noch einen Schritt zuvor: Die Übersterblichkeit in Deutschland wird bei uns in den großen Medien kaum kritisch thematisiert. Berichtet wird zwar. Aber mit harmlosem Fokus. Aktuell ist der Tenor, die Übersterblichkeit im Juni habe an der Hitze gelegen. Der Spiegel schreibt etwa: „Vermutlich Tausende Tote durch Hitzewelle. Im Juli starben in Deutschland deutlich mehr Menschen als in den vergangenen Jahren in dem Monat. Fachleute des Statistischen Bundesamtes machen die extrem hohen Temperaturen dafür verantwortlich.“

Ob die Hitze Großbritannien verschont hat?

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Bild: Shutterstock
Text: br

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