Mit falschen Zahlen in den Lockdown: R-Wert wurde nicht exakt berechnet Neue Studie bringt schallende Ohrfeige für Corona-Politik

Erinnern Sie sich noch an den R-Wert? Der besagt, an wie viele andere Menschen ein Infizierter das Virus weitergibt. Und er war ein ganz entscheidender Faktor bei den massiven Einschränkungen der Grundrechte einschließlich Lockdown, die unsere Regierung 2020 durchdrückte. Immer wieder wurde dabei in den frühen Phasen auch der R-Wert als Begründung angeführt und scharfe Maßnahmen mit ihm begründet

Und jetzt das! Eine Würzburger Studie zeigt: Der Wert war offenbar niedriger als angenommen. Diese Nachricht stammt nicht von den üblichen Verdächtigen – nein, sie kommt aus dem öffentlich-rechtlichen Bayerischen Rundfunk (BR)! Der Sender beruft sich in seinem Online-Beitrag auf eine Studie von Würzburger Wissenschaftlern vom Institut für Virologie und Immunbiologie sowie vom Lehrstuhl für Bioinformatik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht.

Der R-Wert, der wissenschaftlich korrekt „Basisreplikationszahl R0“ eines Virus, beschreibe „die durchschnittliche Anzahl von Personen, die ein Infizierter ansteckt in einer Bevölkerung, die bislang noch keinen Kontakt mit dem Virus gehabt haben, so Virologe Carsten Scheller, einer der Hauptautoren der Studie“, laut BR: „Dementsprechend sei diese Zahl relevant, etwa für Vorhersagen über die Ausbreitung eines Virus. Außerdem könne man laut dem Virologen durch den Wert vorhersagen, ob sich ein Atemwegsvirus eher saisonal verbreitet – wie etwa bei Grippeviren – oder ob sich kontinuierlich Menschen infizieren.“

„Eine erste Schätzung auf der Grundlage der Daten von 425 bestätigten Fällen in Wuhan habe einen Wert von 2,26 ergeben“, so der „BR“: „Spätere Berechnungen hatten 5,77 zum Ergebnis. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation bewegten sich zwischen 1,95 und 6,49. Das deutsche Robert-Koch-Institut geht auf der Grundlage systematischer Übersichten von einem R-Wert im Bereich zwischen 2,8 und 3,89 aus.“

Der Haken dabei: Sämtliche aufgeführten Schätzungen und Berechnungen basieren laut Scheller auf der Inzidenz, die anhand von PCR-Tests berechnet wurde. Genau das macht die Berechnungen unzuverlässig: Denn es kommt immer darauf an, wie viele Menschen getestet wurden, und wie sie ausgewählt wurden.

Die Würzburger Wissenschaftler haben nun laut „BR“ eine ganz andere Datengrundlage herangezogen: die Übersterblichkeit. Oder mit anderen Worten: Die Entwicklung der Zahl der Sterbefälle. Die verglichen sie mit der Zeit vor Corona. Die neuen Berechnungen ergaben einen R-Wert von 1,34 für Infektionen im März 2020. Das entspreche einem saisonalen Bereich von 1,68 im Januar und einem Minimum von 1,01 im Juli, heißt es in dem Bericht: „Laut den Beteiligten der Studie stimmt diese niedrige Spanne viel besser mit den Beobachtungen des Pandemieverlaufs überein als viele frühere und viel höhere Schätzungen.“

Besonders paradox, aber von Kritikern schon lange bemängelt: Die Überschätzung des R-Werts hängt der Studie zufolge auch mit einer massiven Ausweitung der Tests zusammen. Das Fazit, dass der BR im Kleingedruckten versteckt – aber immerhin doch veröffentlicht: „Der relativ niedrige R0-Wert habe wesentlich zu einem Rückgang der Infektionszahlen im Frühjahr 2020 beigetragen. Die Effekte des Lockdowns auf die Ausbreitung des Virus seien deshalb möglicherweise nicht so hoch gewesen wie es scheinen mag.“

Vollkasko-Vorbehalt

Weil solche Aussagen in der Angstrepublik Deutschland Ketzerei gleichkommen, gehen die Würzburger Wissenschaftler auf Nummer sicher und verweisen in ihrer Arbeit auf Einschränkungen in ihrer Berechnung: „So könnten beispielsweise pandemiebedingte medizinische Engpässe zu einem Anstieg der Übersterblichkeit führen, der unabhängig von einem direkten Effekt der Virusinfektionen ist.“ Zudem, so schreiben sie, beziehe sich eine Übersterblichkeit immer auf einen Referenzzeitraum, etwa das Vorjahr, und sei damit von diesen Zahlen abhängig.

Am Fazit ändert das in meinen Augen wenig. Und dieses Fazit ist eine schallende Ohrfeige für die deutsche Corona-Politik und die Hardliner. Scheibchenweise, so scheint es, kommt die Wahrheit ans Licht. Und die lässt die Corona-Fanatiker in Politik und Medien eher nackt da stehen. Es ist faszinierend, in wie vielen Punkten sich die Warnung derjenigen bewahrheitet haben, die heute noch als „Corona-Leugner“ und „Verbreiter von Desinformation“ gebrandmarkt werden.

Doch die Stimmung kippt.

Endlich.

Mein aktueller Video-Tipp:

Lauterbach spricht offen über seinen Alkoholkonsum: Unglaubliche Archivszenen, die einiges erklären.
https://youtu.be/VTupsukfJS4

Bild: Shutterstock

Mehr zum Thema auf reitschuster.de

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hat inzwischen bis zu 53,7 Millionen Aufrufe – im Monat. Und sie hat mächtige Feinde. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!
Meine Bankverbindung: Empfänger Boris Reitschuster, Verwendungszweck: Zuwendung, IBAN: DE30 6805 1207 0000 3701 71 (alternativ: LT18 3190 0201 0000 1014, BIC: TEUALT22XXX).
Bitcoin: Empfängerschlüssel auf Anfrage.
Möglichkeiten für eine Patenschaft: Via Dauerauftrag auf die obige Bankverbindung. Unterstützen Sie meine Arbeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert