Neuer Kompetenz-GAU: Habeck verhöhnt notleidende (Klein-)Unternehmer Minister auf Marie Antoinettes Spuren: Einfach Betrieb einstellen, um nicht Pleite zu gehen!

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat den Ruf, ein guter Redner und Intellektueller zu sein. Ich konnte das nie nachvollziehen, finde ich seine Art, zu reden, eher wirr – mit vielen Worten versucht er wenige Gedanken auszuschmücken. Mit anderen Worten: Viel Fassade, wenig Substanz. Oder: Viele Blase, wenig Verwurzelung in der Realität. Das wurde auch schon früher deutlich, als er etwa kläglich daran scheiterte, die Pendlerpauschale zu erklären. Und offenbar auch zu verstehen. Damals war er Provinzpolitiker bzw. Oppositionspolitiker, da konnte man das abtun.

Ganz anders jetzt: Dass der amtierenden Vizekanzler und Wirtschaftsminister ganz offensichtlich nicht versteht, was ein Konkurs ist – das ist ein Novum in der Geschichte. Lenin sagte zwar einst, auch eine Köchin könne einen Staat führen. Offenbar halten es die Grünen mit dem russischen Kommunistenführer. Doch in der Realität rächt es sich, wenn promovierte Philologen und Kinderschriftsteller in der Regierung Verantwortung tragen für eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Schon am Montag leistete sich Habeck einen Fauxpas, bei dem ihm die stramm rotgrünen Medien verschonten: Er bestand auf dem Atomausstieg, will nur zwei AKWs nach der Schließung als „Notfallreserve“ für ein Wiederanschalten im „Standby“ halten – konnte aber auf Journalistenanfrage nicht sagen, wie lange die Wiederanschaltung dauert. Er kompensiert fehlende Kompetenz durch Entscheidungsfreue. Aber die Deutschen schlucken das ja.

Schlucken werden sie auch seine Demaskierung bei Sandra Maischberger in der ARD. Da eröffnete der Vizekanzler der staunenden Journalistin: „Läden, die darauf angewiesen sind, dass die Menschen Geld ausgeben, Blumenläden, Bioläden, Bäckereien gehören dazu, dass die wirkliche Probleme haben, weil es eine Kaufzurückhaltung gibt. Und dann sind die nicht insolvent, automatisch, aber sie hören vielleicht auf, zu verkaufen.“

Überraschte Moderatorin

Maischberger schien regelrecht verdutzt und und hakte nach: „Wenn ich aufhöre zu verkaufen, verdiene ich kein Geld mehr. Dann muss ich die Insolvenz anmelden. Nach zwei Monaten, wenn ich es nicht getan habe, habe ich Insolvenz verschleppt.“

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Habeck ritt sich mit seiner Erklärung noch tiefer ins Schlamassel. Ein Unternehmen würde „dann insolvent werden, wenn man mit der Arbeit immer größeres Minus macht.“

Maischberger hielt dagegen: „Aber wie wollen Sie denn kein großes Minus machen, wenn Sie Leute bezahlen, aber nichts mehr verkaufen? Also… Wie soll man… Also ich habe es nicht verstanden.“

Der Wirtschaftsminister fügte daraufhin hinzu, es könne sein, „dass sich bestimmte Geschäfte nicht mehr rentieren und die dann eingestellt werden.“ Aber, so die Erklärung des Ministers, die Wirtschaftswissenschaftler ins Staunen bringen dürfte: „Das sei keine klassische Insolvenz, und deshalb wolle er auch nicht von einer drohenden Insolvenzwelle sprechen.

Ehrenamtlicher Sterbehelfer

Mein früherer Focus-Kollege kommentierte süffisant auf Gettr:
„‘Ich glaube nicht, dass Menschen sterben werden. Sie werden vielleicht für ein paar Monate das Essen und Trinken einstellen und in extremen Fällen das Atmen, aber die sind dann nicht automatisch tot.‘“
Robert Habeck, ehrenamtlicher Sterbehelfer

Besser kann man den Irrsinn wohl kaum auf den Punkt bringen.

Ein Leser bei Vera Lengsfeld kommentierte kongenial, Habeck sei „ein 17-jähriger Salonlinker, gefangen im Körper eines 50-jährigen Ministers.“ Die  frühere DDR-Bürgerrechtlerin selbst schreibt: „Wer einen solchen Wirtschaftsminister hat, braucht keinen Putin mehr.“ Und sie fragt sarkastisch zu den jüngsten Insolvenz-Fällen: „Sind jetzt Hakle und Görtz Staatsdelegitimierer, weil sie nicht nur einfach ihre Tätigkeit einstellen, sondern frech Insolvenz anmelden?“

‘Falsche Debatte‘

Auch in Sachen „Notfallplan“ machte Habeck bei Maischberger keine gute Figur. Nach dem „Stresstest“ hatte er vorgeschlagen, zwei Atommeiler als „Notfallreserve“ zwar abzuschalten, aber bereit zu halten für eine Wiederinbetriebnahme. Ein Plan, den Experten wahlweise als unnötig, zu teuer oder leichtsinnig kritisierten. Habeck drückte sich um eine Diskussion – vielleicht aus Angst, sich erneut um Kopf und Kragen zu reden – und bescheid in autoritärem Stil: „Wir führen die falsche Debatte“.

Der Winter kann heiter werden mit so einem Führungspersonal. Es ist, wie wenn ein Schiff auf schwerer See voller Eisberge vom Schiffsclown  gesteuert wird. Noch schert dass die meisten Passagiere nicht, da sie unten auf den Decks schön weiter tanzen. Was möglich ist, weil die meisten  –nicht alle – Mainstream-Medien Ausrutscher wie die von Habeck im besten Fall im Kleingedruckten und/oder völlig entschärft erwähnen. Damit sie die Musik des Bordorchesters keinesfalls übertönen.

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