„Orwell hat sich um 35 Jahre getäuscht“ Warum man Mehrheitsmeinungen nicht blind vertrauen darf

Ein Gastbeitrag von Hans-Henning Paetzke

Theorien waren noch nie meine Stärke. So sind mir auch Verschwörungstheorien fremd. Und Pandemien kannte ich bisher eigentlich nur aus Büchern: Pest, Cholera, Spanische Grippe. Und aus eigenem Erleiden natürlich die alljährlich auftretenden Grippewellen. Schrecklich. Aber warum nun Covid-19 ähnlich schlimm sein soll wie die Pest, das leuchtet mir irgendwie nicht wirklich ein. Im Folgenden einige Gedanken dazu, die aus dem privaten, aber auch nicht-privaten Bereich stammen. Und hineinragen in das, was sich mit öffentlichen Dingen, mit res publica, verbindet. Ein Zitat aus Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ begleitet mich seit meinem zweiundzwanzigsten Lebensjahr: „Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: »Ich, der Staat, bin das Volk.“

Seit 1968 lebe ich als ehemaliger DDR-Bürger in Deutschland und Ungarn. Durfte 1963 Bekanntschaft mit der Stasi machen, wurde auf deren Anweisung als junger Schauspielanfänger wegen Verletzung der Staatsbürgerpflichten aus dem Theater fristlos entlassen. Die Vollversammlung des Ensembles hatte einstimmig dafür gestimmt. Das daraus resultierende Berufsverbot, einhergehend mit einer Haft wegen Wehrdienstverweigerung unter anderem im Zuchthaus Cottbus (1963-1964), hat mich nachhaltig geprägt. Ich weiß heute, dass man selbst demokratischen Mehrheitsmeinungen nicht blind vertrauen muss. Auch demokratisch verabschiedeten Gesetzen und Verordnungen nicht.

Als 1966 zwei junge Krankenschwestern eines katholischen DDR-Krankenhauses bei einem Fluchtversuch über die grüne Grenze erwischt wurden, kommentierte eine keineswegs minderbemittelte Nonne die Festnahme mit den Worten: „Das Gesetz verbietet so etwas! Das hätten  sie doch wissen müssen!“

 

Kritiklose Gesetzesgläubigkeit und Hysterie sind Milchgeschwister. Hinterfragung und Widerstand dagegen gehören zu meiner Seelenhygiene. Noch vor einem Jahr hatte ich mit einem Orbán-Anhänger eine heftige Auseinandersetzung wegen der Beschneidung und immer stärker in den Vordergrund tretenden Gleichschaltung der ungarischen Medien. Was ich denn wolle, das sei in Deutschland doch auch nicht anders. Ja, inzwischen muss ich meine damalige Sicht auf die deutschen Medien kleinlaut revidieren.

1963 hatte man mir meine Identität genommen. Ich war nur noch eine Nummer: 1297 aus 63. Nicht in den linken Unterarm tätowiert, dennoch unauslöschlich eingebrannt in mein Sein. Die Wende von 1989 erlebte ich als einen Hoffnungstsunami. Diese Wellen haben sich seither gelegt. Nun rollt ein ganz anderer Tsunami auf uns zu: Pandemie! Mein kluger Wahrig erklärt mir die Wortbedeutung: „über Länder und Erdteile sich ausbreitende Krankheit, Seuche (zu griechisch pandemia, πανδημία, „alle Leute“).“ Krankheiten sind meines Wissens nicht gleichzusetzen mit einer symptomfreien Infektion. Doch just dies wollen uns die demokratischen Eliten in Verbindung mit dem Corinavirus weismachen. Im ungarischen Internetportal Blikk.hu lese ich zu den zu erwartenden angeblich ungefährlichen Coronaimpfungen die Meinung von Prof. Dr. András Falus: „Die Impffeindlichkeit könnte ich Anstiftung zum Mord nennen und würde sie gegebenenfalls auch ähnlich bestrafen.“ Mein Gott, welche unheilverkündendenWolken brauen sich da über unseren Köpfen zusammen?

Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Wohl noch nie gewesen. Dennoch neige ich nun dazu, dass sich die Eliten gegen eine Normalität des Lebens verschworen haben könnten. Sich für die aktuelle Lebensabsurdität sogar einer demokratischen Mehrheit versichert haben. Noch. Wie nennt man eine Herrschaftsform, die sich der Zustimmung von Millionen Unwissenden und Ahnungslosen erfreuen? Ochlokratie (ὀχλοκρατία). Herrschaft des Pöbels. Was soll uns aufgezwungen werden? Impfungen? Bargeldlosigkeit? Geldtransfer in schwarze Löcher zwecks Regulierung der Staatsverschuldung, Vermögensneuordnung und –entwertung, Wohnungszwangsbewirtschaftung, Überwachung bis hin in die intimsten Winkel unseres Verborgenen?

Einen Vorwurf muss ich George Orwell ja machen: Wie konnte er sich nur mit dem anvisierten Ausbruch der Totalüberwachung für das Jahr 1984 um zirka fünfunddreißig Jahre täuschen? Aber eines muss ich ihm dennoch lassen: Inhaltlich geirrt hat er sich nicht. Er wäre stolz und zugleich erschüttert angesichts der Realisierung seines Angstgebäudes. Stolz darauf, Recht behalten zu haben. Erschüttert vermutlich, weil dies seinen Fantasiehorizont überstiegen haben dürfte.

Ideologien habe ich fast immer abgelehnt, sie für etwas zu Verwerfendes gehalten. Ähnlich wie Religionen als Opium für das Volk. Ein Rechter bin ich nie gewesen. Auch nie ein Linker. Stattdessen immer ein Suchender, ein Eklektiker, der sich aus verschiedensten  architektonischen und Gedankenelementen sein individuelles Gebäude errichtet, sich darin einrichtet, Elemente daraus verbannt und neue aufnimmt. Dennoch empfinde ich mich als einen Menschen, der in seiner Jugend ein kleiner Revolutionär war, mit zunehmendem Alter aber ein Bewahrender, ein Konservativer. Was soll ich anfangen mit den Reise- und Ausgangsbeschränkungen? Was soll ich anfangen mit einer verordneten Maskenpflicht, dem ungesunden Einatmen von sich in der Maske gefährlich tummelnden Bakterien und Viren, dem ausgestoßenen und gesundheitlich beeinträchtigenden wieder eingeatmeten Kohlendioyid, dem Druck, mich impfen zu lassen mit einem Impfstoff, der mich am Ende gar erst wirklich krankmacht? Und was rast da auf uns zu? Arbeitslosigkeit, Zerstörung von Existenzen, Wohlstand und Volkswirtschaften, unbeschreibliches Elend und Verzweiflung, Selbstmorde? Ratlosigkeit macht sich breit. Angst.


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.


Hans-Henning Paetzke

geb. 1943 in Leipzig, 1960 wegen Verunglimpfung des Staatsoberhaupts der DDR Verweisung von sämtlichen Oberschulen der DDR, 1960-63 Ausbildung als Schauspieler, 1963 fristlose Kündigung durch das Staatliche Dorftheater Prenzlau wegen Verletzung der Staatsbürgerpflichten, 1963-64 Verbüßung einer Gefängnisstrafe wegen Wehrdienstverweigerung, 1967 Abitur, 1967-1976 Studium der Klassischen Philologie, Germanistik und Psychologie in Halle/S., Budapest und Frankfurt/M., 1968 Emigration nach Ungarn, 1973 nach Frankfurt/M., 1981-85 persona non grata in der DDR, 1985-88 persona non grata in Ungarn, 1994 Rückkehr nach Budapest. Seit 1968 freiberuflich als literarischer Übersetzer, Herausgeber, Journalist und Schriftsteller tätig, zirka 80 Buchübersetzungen; Bundesverdienstkreuz, Offizierskreuz der Republik Ungarn u.a.

Übersetzungen aus dem Ungarischen von Péter Esterházy, György Konrád, Péter Nádas, György Petri u.v.a.m.

Letzte Romanveröffentlichungen im Mitteldeutschen Verlag: Andersfremd (2017), Heimatwirr (2019), Zum einsamen Tod eines Landarztes, i.V.


Bild: Yupa Watchanakit
Text: Gast


 

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55 Kommentare zu „Orwell hat sich um 35 Jahre getäuscht“
    Eli
    22 Oct 2020
    21:52
    Kommentar:

    Corinavirus-->Coronavirus?

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    20
      Tobi
      22 Oct 2020
      22:14
      Kommentar:

      Für mich wären die Inhalte wichtiger, als nur die ständige Suche nach Rechtschreibfehlern ... 😉

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        Paul J. Meier
        22 Oct 2020
        22:32
        Kommentar:

        Vielleicht könnte man diese Hinweise diskreter an H. Reitschuster schicken, es wird wohl eine Möglichkeit geben, der Webmaster hat bestimmt eine Lösung. Auch wäre es prima, wenn man editieren könnte. Auch ich vertippe mich gern, vor allem wenn ich ins

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          altersblond
          23 Oct 2020
          08:45
          Kommentar:

          Ganz oben, über Reitschuster.de, einfach Kontakt anklicken, da können Sie diskret etwas an Boris Reitschuster senden.

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        M. Sachse
        23 Oct 2020
        08:01
        Kommentar:

        So ist es. Da hier sicher viele Leser gerade an DDR-Themen interessiert sind, sollten mehr Menschen mit DDR-Biografie (oder partieller...) hier zu Wort kommen. Ich hatte das mehrfach angeboten. Leider kam darauf keine Reaktion.

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          Steffi Thiemig
          27 Oct 2020
          09:34
          Kommentar:

          Kommt. Ich bereite etwas vor. Ehem. DDR-Bürgerin geb. 1964. Bis demnächst. :-)

          0
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      Hans-Hennikng Paetzke
      22 Oct 2020
      22:17
      Kommentar:

      Oh, natürlich Corona! Ach, der Druckteufel!

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      0
        Frank
        23 Oct 2020
        08:33
        Kommentar:

        Ein wunderbarer Artikel! Danke dafür und das Sie ins an Ihrer Erfahrung teilhaben lassen. Der Hinweis auf ihren versehentlichen Schreibfehler sagt viel über den Kommentator 😉

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      zitterlich
      22 Oct 2020
      22:36
      Kommentar:

      peinlich -SIE Eli - nicht Herr Paetzke - man nennt so etwa klugscheißerisch - und hirnlos - ach - Ihnen würde ich unterstellen "Denken tut weh"

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      5
      Boris Reitschuster
      22 Oct 2020
      23:33
      Kommentar:

      Da muss ich beide Seiten in Schutz nehmen. Ich habe wiederholt darum gebeten, Rechtschreibfehler mitzuteilen. Wer das nicht weiß, denkt natürlich, dass es sich um Kritik handelt. Also keinerlei böse Absicht hier von beiden Seiten, bin ich überzeugt. Für die

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      0
        Eli
        23 Oct 2020
        00:03
        Kommentar:

        Danke für die Aufklärung, Herr Reitschuster, und Entschuldigung an alle, die sich gestört fühlen. Ich hatte das in dem Video "Unter Schock ..." so verstanden, dass Fehlerkorrektur gewünscht ist und als Kommentar angebracht werden kann. Dann mache ich das ab

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        3
          Felizitas
          24 Oct 2020
          09:04
          Kommentar:

          Eli: ganz ruhig! Jeder macht an und ab einen Schreibfehler. Wir sind hier nicht in der Schule im Deutsch Unterricht- Unsere kommentare sind kein Diktat und sollten auch nicht "benotet" werden. Im Eifer des Gefechtes passiert so etwas.

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        Peter Tanner
        23 Oct 2020
        15:22
        Kommentar:

        Vorschlag: Bei der Kommentareingabe eine checkbox machen "Korrekturhinweis". Dieses Merkmal verhindert dann die Veröffentlichung, oder wird in den Kommentaren als Einzeiler in der Art "Danke an Max Müller für einen Korrekturhinweis" oder so angezeigt. Oder so etwas in der Art.

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        1
        0
      Frank
      23 Oct 2020
      08:27
      Kommentar:

      Ich schätze, das war Absicht. Auch ich schreibe nur noch über Corina. Das Ihnen zu diesem klugen und persöhnlichen Artikel nur der Hinweis auf einen vermeintlichen Rechtschreibfehler erwähnenswert ist, sagt viel über Sie aus.

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      3
    Dagmar Hansen
    22 Oct 2020
    22:51
    Kommentar:

    Lieber Herr Paetzke,vielen Dank für Ihren Artikel. So wohltuend, wie Sie Fragen stellen und sie uns auf der Seite von Herrn Reitschuster, gerade auch in einem internationalen Zusammenhang, nahebringen. Besonders hängengeblieben bin ich an dieser Passage Ihres Textes. Weil meine

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    Ein Arzt sagt sowas? Ehrlich? Mir stehen gerade sämtliche Haare zu Berge. Und ich wünsche mir, dass Prof. Falus sich pronto mit Experten wie Prof. Bhakdi und Prof. Hockertz kurzschließt, um sein eklatantes Informationsdefizit- das ist jetzt höflich formuliert- zu beenden.

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    0
      D. E.
      23 Oct 2020
      06:32
      Kommentar:

      oh, nein nein! So jemand gehört zwangsgeimpft und sich selbst überlassen! In einer Zeit, in der Auge um Auge von Staats wegen angesagt ist, sollte man genau das Geforderte bei denen, die es lautstark fordern, anwenden. Prof Falus, bitte, Ihr

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      13
      0
      Corinne Henker
      23 Oct 2020
      12:19
      Kommentar:

      Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis man ähnliches auch von Lauterbach, Meyer-Herrmann, Söder & Co. hört.

      7
      0
      . nyman
      23 Oct 2020
      21:17
      Kommentar:

      Der Herr Mediziner möchte sich doch bitte selbst sofort impfen lassen und am Besten polio...

      2
      0
      Onkel Dapte
      24 Oct 2020
      16:59
      Kommentar:

      Anstiftung zum Mord? Sie machen mir Angst, ich dachte, ich wäre hier in Sicherheit.

      1
      0
    Paul J. Meier
    22 Oct 2020
    23:03
    Kommentar:

    Die Leute aus der DDR stammend müssen sich wie Sysiphos vorkommen, endlich hat man geglaubt, den Berg erklommen zu haben, rollt der Stein schon wieder talwärts. Während wir im Westen die Erfahrung machen müssen, dass das einzig Beständige die Veränderung

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    41
    0
    Paulsen, Sönke
    22 Oct 2020
    23:30
    Kommentar:

    "Kritiklose Gesetzesgläubigkeit und Hysterie sind Milchgeschwister." Was für ein pointierter Satz!!! Stimmt genau, sie leben von der gleichen Milch. Süß, warm und beruhigt das Bäuchlein. Natürlich ist Nachdenken besser und kann auch beruhigen. Die Beunruhigung aber, die man derzeit verspürt,

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    26
    0
      Corinne Henker
      23 Oct 2020
      12:24
      Kommentar:

      Wir haben nicht die Herrschaft des Pöbels? Nun ja, vielleicht schmücken sich die "Eliten" mit Dr.-Titeln u.ä., aber in ihrer fachlichen Inkompetenz auf ALLEN relevanten Gebieten (Ökonomie, Industrie, Energie, Migration, Gesundheitspolitik) unterscheiden sie sich durch NICHTS vom Pöbel. Genau wie

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      8
      0
    Joerg Gerhard
    22 Oct 2020
    23:34
    Kommentar:

    Die Einzigen die sich wehren scheinen Ex DDR Dissidenten und in den westlichen Schulen der 70er/80er geformte Mittfuenziger +/- zu sein. Und auch da nur eine Minderheit. Getreu der Erkenntnis Schiller's: "Mehrheit ist der Unsinn. Verstand ist stets bei wenigen

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    25
    0
    Agnes Ster
    22 Oct 2020
    23:39
    Kommentar:

    "Einen Vorwurf muss ich George Orwell ja machen: Wie konnte er sich nur mit dem anvisierten Ausbruch der Totalüberwachung für das Jahr 1984 um zirka fünfunddreißig Jahre täuschen? Aber eines muss ich ihm dennoch lassen: Inhaltlich geirrt hat er sich

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    0
    Ulrike Heucken
    22 Oct 2020
    23:45
    Kommentar:

    Im wahrsten Sinne bittere Pillen und erschütternd, wie viele sich nach dem St Florians Prinzip verhalten... aber wie weit wollen wir das aushalten, als Bildungsbürger;) die Verstösse sind offensichtlich, runter vom Sofa...

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    0
    Stefan Kusche
    23 Oct 2020
    00:22
    Kommentar:

    Apropos DDR: Sehr geehrter Herr Reitschuster! 😊 Hören Sie sich mal bitte den neuen Podcast von HR Info mit der künftigen (Co-)Vorsitzenden der SED, Susanne Hennig-Wellsow, an... (Nur die ersten Minuten, länger hab ich auch nicht geschafft!) Abgesehen von der Demokratieveravhtung

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    0
      Norbert Brausse
      23 Oct 2020
      08:49
      Kommentar:

      Eine Heldenfamilie unserer Zeit: Mama hat als Mitarbeiterin des Ministeriums des Innern der DDR in Erfurt die Ausreiseanträge abgelehnt und Papa hat als Mitarbeiter der bewaffneten Organe erfolgreich Fluchtversuche verhindert. Sorry für die Polemik, aber die Fakten habe ich so

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      6
      0
      Stefan Kusche
      23 Oct 2020
      10:09
      Kommentar:

      Sorry, link vergessen... https://www.hr-inforadio.de/podcast/das-interview/susanne-hennig-wellsow-kandidatin-fuer-den-bundesvorsitz-der-linken,podcast-episode-77248.html

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      0
    Gast
    23 Oct 2020
    01:04
    Kommentar:

    Was die Gegenwart betrifft, teile ich das Entsetzen des Autors. Und obwohl ich im gemütlicheren Teil Deutschlands gelebt habe, hatte ich immer Angst, dass eine Mehrheit das Sagen bekommt. Eine Mehrheit ist leicht zu täuschen und die Minderheit, die sich

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    9
    0
    Jürgen Knittel
    23 Oct 2020
    01:33
    Kommentar:

    Respekt vor ihren Lebenslauf Herr Paetzke, der bestimmt nicht DDR konform ist. Besonders bemerkenswert finde ich ihren Neustart mit Abi und Studium nach 1961 in Halle/S, Frankfurt/M und Budapest mit dem Makel einer Wehrdienstverweigerung und einem Hochschulverbot. Mit ähnlicher Vorbelastung

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    Respekt vor ihren Lebenslauf Herr Paetzke, der bestimmt nicht DDR konform ist. Besonders bemerkenswert finde ich ihren Neustart mit Abi und Studium nach 1961 in Halle/S, Frankfurt/M und Budapest mit dem Makel einer Wehrdienstverweigerung und einem Hochschulverbot. Mit ähnlicher Vorbelastung habe ich in der DDR kein Bein mehr auf den Boden bekommen und mir blieb am Ende nur die Ausreise mit den üblichen Repressalien.
    Heute muss ich auch erkennen, ich hätte damals weiter reisen müssen.

    12
    0
      Phil Hippus
      23 Oct 2020
      02:19
      Kommentar:

      Ja, das Ausreisen scheint eine Notwendigkeit geworden zu sein, heutzutage. Ich würde allen klugen, jungen Leuten mit Anspruch und Ehrgeiz dringend dazu raten. Verlasst dieses "Merkel-Europa". Wäre ich noch einmal 26, mit dem frischen Diplom in der Tasche wie damals,

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      19
      0
        M. Sachse
        23 Oct 2020
        08:04
        Kommentar:

        "...die infrage kommenden Nationen werden allmählich rar...". Das ist das Problem der "globalen" Welt(ordnung)!

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        0
      Corinne Henker
      23 Oct 2020
      12:31
      Kommentar:

      Ich bin erst 1967 (in Leipzig) geboren und im Mai 1989 geflüchtet (damals schon recht einfach), aber ansonsten geht es mir wie Ihnen: nachdem ich für ein paar Jahre die Freiheit genießen durfte, habe ich spätestens seit 2010 ein Deja

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      2
      0
    Phil Hippus
    23 Oct 2020
    02:10
    Kommentar:

    Besser hätte man meine eigenen Gedanken nicht ausformulieren können !

    8
    0
    D. E.
    23 Oct 2020
    06:34
    Kommentar:

    Vielen Dank für den berührenden Artikel! Auswandern... wohin...?

    11
    0
    Marie
    23 Oct 2020
    07:25
    Kommentar:

    Ja, auswandern... Ich habe das vor 26 Jahren gemacht, nach Australien, aus persönlichen Gründen. Mir ist nicht klar wie viel man in DE über AU weiß. Aber ich kann euch versichern, dass hier alles noch viel schlimmer ist als es

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    12
    0
      Corinne Henker
      23 Oct 2020
      12:34
      Kommentar:

      Vielen Dank für diese Information. Australien war bis vor kurzem noch eines meiner Traumländer, jetzt nicht mehr!

      7
      0
      Marion
      24 Oct 2020
      13:24
      Kommentar:

      Ja, diejenigen die die Maßnahmen kritisch hinterfragen, wissen Bescheid wie es in Melbourne aussieht. Ich habe verschiedene sehr verstörende Videos dazu gesehen. Es tut mir sehr leid!

      1
      0
    Hansgeorg Voigt
    23 Oct 2020
    08:13
    Kommentar:

    Ich bin immer wieder beeindruckt von solchen Biographien, die sicher einen Orden verdient hätten und nicht die Racketes dieser Welt, die sich am Mainstream orientieren. Aber es war auch nur ein Karnevalsorden. Alaaf! Von 1984 sind wir meiner Meinung nach

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    6
    0
    Nyx
    23 Oct 2020
    08:56
    Kommentar:

    Man kann Orwell nicht vorwerfen kann, daß er Jahrzehnte zu spät war. Vielmehr hat es solange gedauert bis unsere geistig minderbemittelte Regierungselite die Bedienungsanleitung verstanden hat.  

    4
    0
      Stefan Kusche
      25 Oct 2020
      13:18
      Kommentar:

      😆

      0
      0
    Tatjana
    23 Oct 2020
    09:18
    Kommentar:

    Selten hat mir jemand so aus der Seele gesprochen! Vielen Dank!

    6
    0
    Michel
    23 Oct 2020
    09:20
    Kommentar:

    Ein schillernder Lebenslauf und ein lesenswerter Artikel. Kleine Anmerkung aber dennoch: Wenn's bis vor einem Jahr gedauert hat, bis Sie gemerkt haben, was mit der deutschen Meidenlandschaft los ist, dann hatten Sie Augen und Ohren aber doch recht fest verschlossen

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    1
    0
      Hans-Henning Paetzke
      23 Oct 2020
      09:49
      Kommentar:

      Ja, lieber Herr Michel, da haben Sie natürlich Recht. Eigentlich hätte ich schon 1986 aufwachen können, als ich in der FAZ und in der Zeit fast schon beschimpft worden bin. Wegen meines bei Suhrkamp erschienenen Interviewbandes "Andersdenkende in Ungarn". Das

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      7
      0
    Josef hueber
    23 Oct 2020
    09:33
    Kommentar:

    Ein beeindruckender, spannender Artikel, dessen Glaubwürdigkeit durch die Biografie des Autors ein sehr hohes Maß erreicht. In e i n e m Punkt ist Paetzke. Obwohl respektabler Kämpfer gegen Ideologien, ist er leider selbst Opfer der (kommunistischen) DDR-Indoktrination - in

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    2
    0
    Swen Lippmann
    23 Oct 2020
    12:23
    Kommentar:

    ich finde es interessant das niemand die aktuellen Zahlen der Toden immer mal hinterfragt, da steht z.bsp für heute 49 Tote, erstmal finde ich das wenig und zweitens sind davon 31 in der AK 80+, 14 in der AK 60-79,

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    2
    0
    2+2=4
    23 Oct 2020
    12:38
    Kommentar:

    Besonders lustig ist ja auch, dass in diesem Artikel "Plant for the Planet" Werbung schaltet. Die verwalten die Gelder der Fridays for Future und stehen eng zum Club of Rome, einem Verein der schon immer vor angeblichen Krisen (Eiszeit, Waldsterben,

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    1
    2
    S V
    23 Oct 2020
    13:37
    Kommentar:

    Danke für den Text! ich kann mich mit vielem identifizieren, was Sie schreiben.

    1
    0
    Werner Lieb
    23 Oct 2020
    14:13
    Kommentar:

    Gerade guckte ich eine Serie mit dem Titel nach dem gleichnamigen Buch "Der Report der Magd" zu Ende. Das Buch von Margaret Atwood erschien 1985, erschreckend, wieviel aus dieser dystopischen Geschichte, Parallelen zu manch heutigen Systemen hat. Die Serie kann

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    1
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    Roland
    23 Oct 2020
    21:22
    Kommentar:

    Tag für Tag wird deutlicher, wie die sogenannten Eliten, die ja nur gutbezahlte und machtgierige Marionetten sind, die Neue Weltordnung (NWO) Stück für Stück umsetzen. Enttarnt man ihr Tun und Denken öffentlich, schreien diese Herrschaften los. Die bösen Verschwörungstheoretiker seien

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    3
    0
    PK
    23 Oct 2020
    23:55
    Kommentar:

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich denke, Sie schreiben vielen aus der Seele.

    2
    0
    PK
    24 Oct 2020
    00:25
    Kommentar:

    2006 war Deutschland ein fröhliches, freundliches und weltoffenes Land. Dann kamen 14 Jahre Merkel und das alte Klischee des hässlichen Deutschen kroch wieder aus der Gruft:  ein ängstlicher, engstirniger, rechthaberischer Kleintyrann und gleichzeitig weltbelehrender Untertan, der seine Stärke aus dem

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    Fanny V.
    24 Oct 2020
    01:50
    Kommentar:

    Lieber Hans-Henning, herzlichen Dank für diese Wortmeldung und viele Grüße aus Herrnhut! Fanny V.

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    Johanna Klatt
    24 Oct 2020
    08:36
    Kommentar:

    Warum nehmen wir das alles widerspruchslos hin und aalen uns in Meckern, Bedauern, Wut.. Werden wir doch aktiv:verweigern wir, zumindest die Kritiker die Arbeit, legen wir dieses Land richtig lahm, verweigern wir doch das Zahlen von Steuern, stellen wir Eilanträge

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      Marion
      24 Oct 2020
      13:14
      Kommentar:

      Das tun doch zahlreiche Menschen in der Querdenkerbewegung. Nächste Großdemo morgen in Berlin 25.10. um 12 Uhr am Alex und danach am 07.11. in Leipzig.

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